Schloss Immermehr

Leichtes Spiel für kluge Dazwischenleger

eine Spielerezension von Marina Roemer - 27.03.2009
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Schloss Immermehr von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Viele Schneeflocken fallen vom Himmel und werden nach und nach zu einem großen Schneehaufen, der sich dann in ein fabelhaftes Eisschloss verwandelt - das Schloss Immermehr. Der Schneekönig ist schon ganz aufgeregt und kann es kaum abwarten, bis sein Schloss endlich fertig ist.

Viele Kinder haben Probleme im Umgang mit verschiedenen Rechenprozessen. Sie verzählen und verrechnen sich und können nur schwer einschätzen, ob ein gefundenes Rechenergebnis realistisch ist oder nicht. Oft fehlen das Verständnis und das Gefühl für Zahlengrößen.

Die 31 Karten werden gut gemischt und als Stapel, mit dem Bild nach oben, auf den Tisch gelegt. Die Einladungskarte vom Schneekönig wird aussortiert, diese bekommt am Ende des Spiels der Gewinner.

Der erste Spieler zieht drei Karten und legt sie vor sich ab. Ablegen heißt, sie als Dreier-Reihe übereinander für alle gut sichtbar so anzuordnen, dass Schloss Immermehr von Karte zu Karte größer wird – klein, mittel, groß.

Der Spier, der an der Reihe ist, zieht immer so viele Karten, dass er drei Handkarten hat. Dann hat er zwei Wahlmöglichkeiten: zwei Karten von einem anderen Spieler stibitzen oder seine eigenen drei vor sich ablegen.

Beim Stibitzen ist es allerdings Voraussetzung, das eine der drei eigenen Handkarten zwischen zwei Karten einer 3er-Reihe eines Mitspielers passen. Entweder zwischen klein und mittel oder zwischen mittel und groß. Die entsprechende Handkarte wird zur Kontrolle seitlich an die passende Stelle beim Mitspieler gelegt. Als erstes wird die nicht betroffene Karte der 3er-Reihe (groß, bzw. klein) mit der Zahl nach oben als Ablage in die Tischmitte gelegt. Die übrigen Karten darf der Spieler jetzt vor sich ablegen. Er nimmt zuerst die unterste, dann die mittlere, (seine eigene) und dann die oberste Karte und legt sie als Dreier-Reihe vor sich ab.

Hat ein Spieler eine oder zwei Karten mit der Abbildung des Schneekönigs stibitzt, ist er noch einmal an der Reihe. Kann oder will ein Spieler keine Karten eines Mitspielers stibitzen, muss er seine drei Karten als aufsteigende 3er-Reihe vor sich ablegen.Jeder Spieler darf nur Dreier-Reihen vor sich ablegen. Mehrere 3er-Reihen werden rechts oder links nebeneinander gelegt. Außerdem darf man seine eigenen Reihen nicht verändern.

Während das Spiel läuft, dürfen die Zahlen auf der Rückseiten der Karten nicht angesehen werden. Wenn der Stapel verbraucht ist, wird der Ablagestapel umgedreht und dient als neuer Stapel. Sind keine Karten mehr im Stapel und man hält weniger als drei Karten in der Hand, kann man nur stibitzen. Wenn dies auch nicht möglich ist, ist der Nächste an der Reihe.

Wenn nichts mehr möglich ist, weder Stibitzen noch Ablegen, werden alle Handkarten weggelegt. Ein Spieler fängt an, nacheinander seine Dreier- Reihen von klein nach groß umzudrehen. Nur wenn eine 3er-Reihe zusammenhängend ist (d. h., die Zahlen auf der Rückseite sind lückenlos aufsteigend und die Schneespur zieht sich durch alle drei Karten), ist es ein Drilling. Der Spieler mit den meisten Drillingen erhält die Einladungskarte vom Schneekönig und ist Gast auf Schloss Immermehr. Haben zwei Spieler gleich viele Drillinge, kann man zum Beispiel einen Größenvergleich machen. Dann hat eventuell der kleinere der beiden Spieler gewonnen oder umgekehrt.

Variante für einen Spieler oder alle gemeinsam: Aufgabe ist es, alle Karten lückenlos aufsteigend in einer Reihe auf dem Boden anzuordnen. Zur Kontrolle werden anschließend die Karten umgedreht und die Fußspuren überprüft. Außerdem kann man nur mit der Rückseite spielen, mit weniger Karten oder nur mit (un-)geraden Zahlen.

Schloss Immermehr ist ein Spiel mit Spannung von Anfang bis zum Ende – nicht nur für Kinder. Ein gut gestaltetes und aufeinander abgestimmtes Legespiel gibt den Mitspielern einen Eindruck von Größenverhältnissen. Die einzelnen Pappkarten sind robust und durch ihre ansprechende Gestaltung macht es Spaß, immer wieder eine neue Runde zu spielen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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