Schloss Schlotterstein - Das Kartenspiel

eine Spielerezension von Riemi - 03.10.2010
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Schloss Schlotterstein Kartenspiel von Haba
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Im Schloss vom Schlotterstein leben zwanzig unterschiedliche Bewohner, die demnächst wieder als Opfer für die Spukprüfung der kleinen Gespenster herhalten müssen. Mit einem lauten „Buh!“ werden sie dann erschreckt. Damit es nicht zu einfach für die Nachwuchsgeister ist, dürfen immer nur zwölf Bewohner geängstigt werden.

Es werden zwölf Runden gespielt. Zu Beginn einer jeden Runde sieht sich das Obergespenst zusammen mit den anderen mitspielenden Geistern eine Karte an, auf der die zwölf zu erschreckenden Schlossbewohner zu sehen sind. Das Obergespenst bestimmt, wie lange sich alle die Karte anschauen dürfen. Es ist aber keiner der Mitspieler böse, wenn diese Phase etwas länger dauert. Etliche der abgebildeten Frösche, Butler Köche, Ritter, Spinnen, Echsen und was sonst noch alles zu sehen ist, werden in unterschiedlicher Größe abgebildet - manchmal ist auch nur ein Bein zu sehen. Gemeinerweise darf der Spieler links vom Obergespenst beginnen, sich einen der zwanzig Bewohner, die in einem Kreis ausliegen, mit dem obligatorischen „Buhh!“ an sich zu nehmen. Bis dann das Obergespenst dran ist, sind unter Umständen die Bewohner schon weg, die sich der Spieler auf jeden Fall merken wollte. Dann muss halt intuitiv erschreckt werden. Zum Glück ist in der nächsten Runde ein anderer Spieler Obergespenst und alle Bewohner sind dann wieder im Kreis versammelt.

Irgendwann in der laufenden Runde sind die Spieler so verunsichert, das sie sich mit einem „1, 2, 3 … mein Spuk ist vorbei!“, aus der Runde verabschieden. Wenn alle ausgestiegen sind, wird die Runde abgerechnet. Richtig erraten gibt einen Punkt dazu. Falsch getippt, muss ein Punkt abgezogen werden. Auf einer Laufleiste zeigen Pöppel in Form von kleinen Geisterfiguren den aktuellen Punktestand an. Natürlich gewinnt das Gespenst mit den meisten Punkten das Spiel.

Die einzige selbstgemachte Regelhürde hat man am Anfang des ersten Spiels mit dem auslegen von dem Gespensterzählpfad zu bewältigen. Nicht nur mir ist es passiert, dass man die kleinen Gespenster erst immer Kartenweise weiterbewegt, um dann zu merken, öhh schade, der Pfad reicht nicht und es sind doch tatsächlich vier Einzelfelder auf der Karte abgebildet. Obwohl es hinten in der Spielregel natürlich ausdrücklich geschrieben steht: um ein Feld weiterziehen. Aber irgendwie …

Das Treiben auf Schloss Schlotterstein ist nicht nur für die Kinder anstrengend. Manchmal reichen auch schon zehn Runden. Aber die Zeit vergeht wie im Flug und bisher ist noch jeder Spieler vom Jagdfieber gepackt worden. Nach der Runde gemeinsam die Schlosskarte nochmals zu studieren, den staunenden Mitspielern einen Arm von einen der Köche zu zeigen und die dazugehörende Schlosskarte noch mitzuliefern, hebt die Stimmung. Aber auch selber darf gestaunt werden, wenn ein anderer Spieler dafür mit dem Finger auf eine winzige Schildkröte zeigt, die man selber übersehen hat. Man bekommt einen geschärften Blick und sieht irgendwann die Kleinigkeiten auf der Karte, nur um einen Ritter in XXL zu übersehen. Aber das Spielgefühl ist für Kinder und Erwachsenen einfach herrlich! 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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