Schweinebammel

Ein saustarkes Kartenspiel

eine Spielerezension von Carsten Pinnow - 10.06.2009
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Schweinebammel von Drei Magier Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Schweine im Weltall auf dem Misthaufen? Nein, das geht gar nicht, da muss schleunigst nachgeholfen werden! Also schnell alle Karten ablegen, oder zumindest möglichst wenig Punkte auf der Hand behalten …

Jeder Spieler erhält sieben Karten. Reihum wird so lange gespielt, bis ein Spieler alle seine Karten ablegen konnte. Die verbliebenen Karten bringen Minuspunkte – und wer nach vier Runden die wenigsten davon hat, gewinnt.

Die Ablageregeln im Einzelnen: „Herkömmliche“ Schweinekarten tragen Werte zwischen eins und zehn. Auf den Ablagestapel darf eine solche Karte gelegt werden, wenn sie den gleichen Wert hat wie die zuletzt gespielte Karte des Stapels. Um zwei Schweine gleichzeitig loszuwerden, muss ein wenig gerechnet werden: Die beiden Karten müssen mit der zuletzt gespielten Karte des Stapels durch Addition oder Subtraktion miteinander verknüpft werden. Liegt beispielsweise eine acht können eine drei und fünf gelegt werden, denn 8-3=5. Glücksschweine können dabei jeden beliebigen Wert annehmen.

Wird der „Bauer Heinrich“ gespielt, muss der folgende Spieler ein Schwein ausspielen, das den gleichen Wert hat wie die Karte auf dem Ablagestapel. Ein erneuter „Bauer“ reicht diese Pflicht weiter. Grundsätzlich gilt: Kann oder will ein Spieler keine Karte legen, muss er eine neue nachziehen. Wird der „Eber Eberhard“ gespielt, darf zwar ein Schwein gespielt werden – aber seinem Wert entsprechend werden gleich mehrere Karten nachgezogen. Auch hier reicht ein wiederholtes Ausspielen dieses Problem an den nächsten Spieler weiter.

Ein Problem ganz anderer Art ist "der Misthaufen": Davon gibt es insgesamt nur drei Stück, und jeder einzelne bringt so viele Minuspunkte wie drei durchschnittliche Schweine. Das Schlimmste daran: Er darf nicht ausgespielt werden! Um ihn loszuwerden, muss ein Schwein ausgespielt werden, dessen Wert der Handkartenzahl eines Mitspielers entspricht. Dann wird diesem der Haufen einfach überreicht. Und wie es sich bei Kartenspielen dieser Art eingebürgert hat, werden die Mitspieler akustisch darauf aufmerksam gemacht, wenn ein Spieler nur noch über ein oder zwei Karten verfügt. Ein ein-(bzw. zwei-)faches Grunzen genügt.

Das Beste jedoch: Wer am besten grunzen kann, fängt an. Na toll. Darf ich hier eigentlich schreiben, wer das zu Hause immer ist? Nein, besser nicht. Meine Frau könnte mir das übel nehmen. Und außerdem: Schweine wegwerfen! Ist das denn mit der Genfer Konvention vereinbar? Und warum landen eigentlich immer bei mir die Misthaufen? Warum spielen wir eigentlich nicht gleich Uno? Oder Mau-Mau? Hm … Ganz einfach: Weil Schweinebammel witziger und unterhaltsamer ist! Und auch lehrreicher, zumindest für die Kids, die ganz nebenbei noch Rechnen üben.

Sogar die Rückseiten sind saugut gestaltet, in einem kräftigen Pink. Schade, dass drei Misthaufen recht selten vorkommen – also besser gleich immer weg damit! Andererseits - vielleicht doch besser noch warten, bis ein Mitspielerschwein nur noch eine Karte übrig hat? Ach, was soll’s … *grunzgrunz* 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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