So ein Eiertanz

Das Ei-nfach gute "Lege"-Spiel

eine Spielerezension von Bernhard Zaugg - 12.08.2008
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So ein Eiertanz von Nürnberger Spielkartenverlag
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Kaum je hat ein Spiel seinen Untertitel so sehr verdient wie das hier zu besprechende: Durch das Platzieren von Hühner-, Eier- und anderen Spielkarten wird gemeinsam ein naturnaher Hühnerhof ausgelegt. Eier, Würmer und Ställe tragen Siegpunkte ein, sofern sie in gerader Linie zu einem Huhn liegen. Andere Hühner, Teiche und Hecken dagegen unterbrechen die Reihen und verwehren so den Zugriff auf die bereits ausliegenden oder noch folgenden Punktekarten.

Jeder Spieler startet mit zwei eigenen Hühner und zwei zufällig ausgeteilten Spielkarten. Reihum werden die Karten an die bestehende Auslage oder den Nachziehstapel angefügt. Wer nicht legen kann oder will, darf stattdessen auch den Nachziehstapel versetzen (meist um einen Gegner zu blockieren oder sich selber den Zugang zum frei gewordenen Platz zu öffnen). Entscheidend ist allerdings primär der Zeitpunkt des Ausspielens der eigenen Hühner: Kommen sie zu früh ins Spiel, werden die Gegner Mittel und Wege suchen und meist auch finden, um ihnen den Zugang zu den Punktekarten abzuschneiden. Wartet man dagegen zu lange, sind häufig bereits keine lukrativen Plätze mehr zu finden.

Jeder versucht so, die von den eigenen Hühnern ausgehenden Reihen aufzuwerten oder aber die Gegner zu schädigen. Bereits ausliegende Eier können nämlich mit Spiegeleierkarten nachträglich wieder zerstört werden. Andererseits dienen Stege zum Überbrücken von Teichen, um den Weg zu den dahinterliegenden Punktekarten zu öffnen. Als kleine Erweiterung für Fortgeschrittene kommen zudem Kücken zum Aufwerten unversehrter Eier ins Spiel sowie ein Hahn, der auf einen Wurm oder Stall gesetzt werden kann und die entsprechenden Reihen unterbricht. Andererseits gibt es die Variante "Faule Eier", bei der Punktegewinne vermieden werden sollten und mit den Hühnerkarten der jeweiligen Sitznachbarn gespielt wird.

So ein Eiertanz ist ein reichlich boshaftes Legespektakel mit witzig gezeichneten Spielkarten, das ohne lange Regelerläuterungen auskommt und ein rasches Loslegen erlaubt. Nichts Tiefgründiges zwar, aber das will und braucht das flotte Spiel auch gar nicht zu sein, das trotzdem interessant genug bleibt für immer neue Spielrunden und -kreise.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 8
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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