Space Freaks

Arena of Annihilation

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 22.08.2018
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Space Freaks - Foto von Lautapelit
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Das Volk will Brot und Spiele, das galt schon im alten Rom. Wenn man Max Wikstrom glauben darf, wird das auch in ferner Zukunft und nicht nur auf der Erde, sondern auch auf dem Planeten XAR-77 so sein. Also auf geht´s zum Kräftemessen in die Arena von Space Freaks (Stronghold Games/Lautapelit). Stopp! So einfach geht es natürlich nicht. Bevor wir uns auf diese Spiele einlassen, gilt es erst einmal ein Team zusammenzustellen, ein Team, das über sechs Runden hinweg die meisten Siegpunkte einsammelt.

Wie wird Space Freaks gespielt?

Zur Auswahl stehen zwei Schlachtfelder. In den Ecken der Arena befinden sich die Heimatbasen der verschiedenen Teams. Jedes Team besteht aus drei Freaks. Jeder Spieler besitzt ein eigenes Tableau, auf dem er seinen Freak selbst zusammenstellen kann. Dazu wird zuerst eine Kopfkarte gezogen, die anschließend mit Körper, Armen und Beinen komplettiert wird. Diese werden aus einer Vielzahl unterschiedlicher Körperteile ausgewählt, die dann die Fähigkeiten des Space Freaks festlegen. Außer dem individuellen Kopf hat jeder Spieler die gleiche Auswahl zur Verfügung. Bei den linken Armen, den Körpern und Beinen stehen sechs verschiedene Modelle, eines schräger als das andere für den Helden bereit. Bei den rechten Armen gibt es nur fünf verschiedene Ausführungen, warum auch immer. Bei der Ausstattung des Helden sollte man dabei immer auch ein Augenmerk auf Fähigkeiten legen, die Sponsoren anziehend finden, denn die Sponsorenkarten können dem Kampfglück des Freaks ordentlich auf die Sprünge helfen.

Sind alle fertig, zeigt jeder Spieler sein Tableau und lässt seinem Helden gebührende Bewunderung zukommen. Je nach Ausstattung bekommt nun jeder Spieler Sponsorenkarten (in der Regel drei bis fünf) und drei Missionskarten. Nach sechs Runden zeigt sich, wer das Gemetzel für sich entscheiden kann. Es wird natürlich der sein, der bis dahin die meisten Punkte für sich einsammeln konnte.

Bevor wir uns endlich in die Arena stürzen können, müssen wir uns noch einiges an Definitionen bezüglich der Untergrundbeschaffenheit in der Arena aneignen (wegen unüberwindbarer Felsen, Energiewänden u. ä. müssen Umwege mit eingeplant werden) und uns mit den verschiedenen Möglichkeiten, Punkte zu erlangen, vertraut machen. Wenn wir schon beim Lernen sind, können wir uns auch gleich noch mit den 18 verschiedenen Symbolen auseinandersetzen, die bei der Ausstattung des Helden eine Rolle spielen und leider nicht alle selbsterklärend sind. Aber keine Angst, da unsere Helden ja mehr auf Kampf ausgelegt sind und weniger aufs Denken, sind alle Symbole auf dem Heldentableau abgedruckt, sodass die Merkfähigkeit der Spieler nicht über Gebühr beansprucht wird. Zur Verstärkung kann man auch noch Aliens und Droiden einsetzen, die allerdings nur für den Angriff taugen und sehr kurzlebig sind.

Die Phasen bei Space Freaks

Jede der sechs Runden, über die sich die Kämpfe hinziehen, besteht aus zwei Phasen: der sogenannten Vorbereitungsphase und der eigentlichen Zugphase. Letztere unterteilt sich wiederum in fünf verschiedene Schritte.

In der Vorbereitungsphase wird der Rundenzähler ein Feld weiter gesetzt. Der Meister der Arena bringt eine neue Karte ins Spiel, die den Kampf in der laufenden Runde beeinflusst. In der nun folgenden Phase spielt der Kämpfer, der am Zug ist, eine Missionskarte aus. Wenn es ihm gelingt, die Mission in diesem Zug zu erfüllen, erhält er sofort einen Siegpunkt und eine Sponsorenkarte. Anschließend können Attacken mit den Gefechtstürmen durchgeführt werden. Im dritten Schritt kann jede der Figuren des Spielers einmal aktiviert werden. Während ein Freak aktiviert ist, kann er bewegt werden, angreifen, Sponsorenkarten zur Unterstützung heranziehen, das Gesundheitszentrum besuchen, Wurmlöcher nutzen, in einem Labor Sponsorenkarten tauschen, sich in einen Bunker zurückziehen, in dem man nicht angegriffen werden kann oder die Landungszone besetzen, was ebenfalls einen Siegpunkt bringt. Im vierten Schritt kann man einen Bunker und bis zu zwei Gefechtstürme errichten, bevor dann im fünften Schritt alles wieder für den nächsten Zug vorbereitet wird. Für jeden Freak in der Landungszone gibt es jetzt einen Siegpunkt, die Missionskarten werden wieder auf drei ergänzt, zerstörte Freaks kehren wieder ins Leben zurück (wäre ja auch zu schade um die selbst kreierten Helden). Nach der sechsten Runde beendet der Meister der Arena das Gemetzel und kürt den Helden mit den meisten Punkten zum Sieger.

Lohnt sich Space Freaks?

Hat man erst einmal alle Regeln, Symbole und Begriffe verinnerlicht, spielt sich das Kampfgetümmel recht flott. Leider zeigt sich aber schnell, dass die Kämpfe nicht besonders abwechslungsreich und unsere Freaks in keiner Weise lernwillig sind. So spannend der erste Zugang, mit der Gestaltung des eigenen Kämpfers war, so wenig Abwechslung bot dann leider das Kampfgeschehen in der Arena auf die Dauer. Dafür, dass wir uns schon in der 34. Saison befinden, hätte ich mir schon etwas mehr an Spannung erwartet. Ich konnte meine Mitspieler leider nicht für weitere Kämpfe in der Arena gewinnen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
14
Spieldauer (Minuten): 
60-90
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielegattung: 
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