Spiel mit Kunst für Kinder

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.10.2005
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Spiel mit Kunst für Kinder von
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Spielerisch die Welt der Kunst entdecken und dabei auch noch ein Kunstwerk schaffen, hoffentlich kommt da das Spiel nicht zu kurz.Nachdem die nicht sehr kunstvolle Aufgabe, alle Teile des Spiels aus Stanztafeln zu lösen, vollbracht ist, werden die Bildkarten gemischt und offen in einer sechs mal vier großen Auslage zu einer Bilderausstellung angeordnet. Anschließend wird die zweiteilige Skulptur aufgebaut und jeder Spieler bekommt die sechs Skulpturteile seiner Farbe. Leider ist in dem großen Spielkarton weder Papier noch Bleistift, sodass man hierfür auf die eigenen Bestände zurückgreifen muss.

Nachdem nun noch die Aufgabenkärtchen im Stoffbeutel verstaut sind, kann es endlich los gehen. Der Leiter der Ausstellung (Startspieler) zieht ein Kärtchen und schaut sich die beiden Aufgaben auf der Vorder- und Rückseite der Karte geheim an. Er entscheidet sich für eine Aufgabe und liest diese laut vor. Alle außer dem Leiter der Ausstellung, der nur bei den Aufgaben „Frage“ und Glück“ mitspielt, versuchen nun gleichzeitig die Aufgabe zu lösen, um ein Skulpturteil künstlerisch an der Skulptur drapieren zu können.

Es gibt fünf verschiedene Aufgabensorten: 1. Entdecke einen bestimmten Gegenstand oder ein Lebewesen, zum Beispiel eine Kopfbedeckung. Wer zuerst auf ein Bild tippt, auf dem eine Kopfbedeckung zu sehen ist, darf eines seiner Skulpturteile an die Skulptur hängen. Der Leiter entfernt dann das Bild aus der Ausstellung und ersetzt es durch ein neues. 2. Erraten oder Erkennen. Bei dieser Aufgabe sucht sich der Leiter geheim ein Bild der Ausstellung aus. Anschließend beschreibt der Leiter im ersten Fall, was auf dem Bild zu sehen ist. Wer als erster errät, um welches Bild es sich handelt, darf die Skulptur mit einem seiner Skulpturenteilchen schmücken. Im zweiten Fall malt der Leiter was auf dem gewählten Bild zu sehen ist auf ein Stück Papier. Zum Schluss wird die Bildkarte auf den Ablagestapel gelegt und durch eine neue ersetzt. 3. Schätze. Hier gilt es zu schätzen, welches Bild der Ausstellung das älteste, beziehungsweise das jüngste ist. Reihum nimmt sich dazu jeder Spieler ein Bild aus der Ausstellung. Anschließend werden die Bilder umgedreht und die Jahreszahlen verglichen. Der Sieger dieser Runde darf sich von einem seiner Skulpturenplättchen trennen. Alle verwendeten Bilder werden durch neue ersetzt. 4. Frage. Bei dieser Aktion sucht der Leiter für jeden der Mitspieler und auch für sich selbst ein Bild aus. Jeder betrachtet sein Bild intensiv. Nach zirka einer halben Minute sammelt der Leiter die Bilder wieder ein. Der Reihe nach muss jeder nun eine Frage zu seinem Bild beantworten. Jeder Spieler, der seine Frage richtig beantwortet, darf eines seiner Skulpturteile an die Skulptur hängen. Am Ende werden die verwendeten Bildkarten durch neue ersetzt. 5. Glück. Bei dieser Aktion winkt das Glück mal nicht dem Tüchtigsten, sondern dem, der am weitesten hinten liegt. Dieser Spieler darf eines seiner Teile an die Skulptur hängen.

Sobald ein Spieler alle seine Skulpturenteile am Skulpturenbaum untergebracht hat, hat dieser Spiel das Spiel gewonnen.Für diejenigen, die sich in der Welt der Kunst schon ein bisschen besser auskennen oder die sich mit Hilfe des beiliegenden Lernposters weitergebildet haben, gibt es auch noch eine Profiversion, bei der Künstler, Gattung oder Epoche eines Bildes genannt werden müssen.

Durch die immer wieder wechselnden Bilder und Aufgabenarten, wird das Wahrnehmungsvermögen der Spieler stets aufs neue herausgefordert. Das Spiel bleibt dadurch abwechslungsreich und fördert nebenbei auf spielerische Weise den Umgang mit Kunst.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2004
Spielkategorisierung
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