Spuren im Wald

eine Spielerezension von Riemi - 31.01.2007
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Spuren im Wald von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wer kennt das nicht, schön lecker vor dem Fernseher und dann der Ruf durch die Wohnung: „Kinder anziehen, wir gehen in den Waahald!“ „Bähhh!“ Mitten im Film wird man rausgerissen und muss mit den Alten durch die öde Pampa ziehen. „Oh, guckt mal alle – ein Eichhörnchen!“ „Gähn“, denken sich die Kinder, um zu sagen: „Super Mama, können wir jetzt nach Hause!?“ Solche Gedanken kommen auf, wenn man den Karton von Spuren im Wald, zum ersten Mal öffnet. Kurz in die Spielanleitung geschaut - Tierkarten, Futterchip, Fährtenleser, Infoblätter - dann beiseite gelegt und lieber was anderes gespielt. Doch irgendwann nimmt man es sich dann doch vor.

Der Spielplan muss erst eingerichtet werden. Acht verschieden Tierkarten werden verdeckt auf dem Spielplan verteilt. Wer während seines Spielzuges unter die Karten schaut, entdeckt ein Tier, sieht die Spuren, die es hinterlässt und weiß, was es frisst. Mit einer Fährtenleserspielfigur bewegen sich die Spieler durch den Wald und versuchen vier Futter (-chips) an vorgegebenen Plätzen abzulegen, um danach wieder zum eigenen Ausgangspunkt zurückzukehren.

Auf dem Infoblatt sind sämtliche Tiere, Spuren und Futtersorten abgebildet. Auf dem Feld vor den Fährtenleser ist eine Spur abgebildet. Die Spieler müssen erst herausfinden, welches Tier diese Spur hinterlassen hat, um anschließend das entsprechende Tier auf dem Spielplan zu suchen. Gelingt dies, darf der Spieler ein Feld vorwärts. Wenn nicht, ist der nächste Spieler an der Reihe. Anstatt Spuren kann auch das Futter des gesuchten Tieres abgebildet sein, an solchen Stellen wird man einen von seinen Futterchips los. Damit ein Spieler keinen „Durchmarsch“ macht, ist die maximale Reichweite der Fährtensucher auf drei Felder begrenzt. Wem das gelingt, versetzt zusätzlich eine von den aufgedeckten Tierkarten.

Auf einmal wird man vom Spielfieber gepackt: Wo war noch mal der Fuchs? Welche Spur gehört zu welchem Tier? Welches Tier frisst das abgebildete Futter? Hoffentlich finden der Gegner nicht das richtige Tier! Wieso haben wir dieses Spiel nicht längst schon mal auf dem Tisch gehabt? Wer Zicke Zacke Hühnerkacke kennt, kann sich ungefähr das Spielgefühl vorstellen. Wenn ein Spieler fast gewonnen hat. Das heißt, ein Feld vor seinem Startfeld angekommen ist, wird es noch mal spannend. Sein rechter Tischnachbar nennt ein Tier, und dieses Tier muss noch aufgedeckt werden, um zu gewinnen. Dabei gibt es so manche Überraschung, wo vorher noch die Karte vom Raben lag, liegt plötzlich das Reh! Umso größer die Freude, wenn der Sieger aufgepasst hat. Juhu, gleich noch mal spielen! Nach einigen Spielen werden die Infoblätter nur noch sehr selten gebraucht.

Die anfängliche Ablehnung hängt mit der Spielregel zusammen. Sie gaukelt ein Spiel mit vielen Regeln vor, die Schrift ist auch nicht gerade augenfreundlich. Dazu ist auf dem ersten Blick nicht klar, was es mit den ganzen Begriffen auf sich hat, die einem um die Ohren gehauen werden. Ein unruhiger Spielplan, mit blassen Ablagefeldern für die Chips, tut sein übriges, um mit einer gewissen Unlust, an dieses Spiel heranzugehen. Nach dem Spiel fragt man sich: Wieso war das so? Ein Tipp: Spielregel in die Hand nehmen und schon fällt es dem Spielregelerklärer wieder ein. Oder es fallen ihm die Augen zu – je nach dem ...

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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