Star Wars: Angriff der Rebellen – Das Spiel

eine Spielerezension von Michael Weber - 23.10.2015
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Star Wars: Angriff der Rebellen – Das Spiel - Foto von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Der siebte Star-Wars-Film wirft seine Schatten voraus. Jede Menge Gesellschaftsspiele mit Thema Star Wars erblicken im Herbst 2015 das Licht der Welt. Doch dieses Spiel ist anders. Es schwimmt in der Bugwelle des Kinofilms, ist aber ein Lizenzprodukt zur animierten Star-Wars-Serie Rebels. Es geht – na klar – um Kämpfe im Weltall. Das Brettspiel für ältere Kinder und Fans stammt von Sandra Dochtermann und Ralf Querfurth und ist bei Kosmos erschienen.

Worum geht es bei Star Wars: Angriff der Rebellen – Das Spiel?

Im Spiel steuern die zwei bis vier Spieler ein Ghost-Raumschiff durch den Weltraum. Dabei erkunden sie angrenzende Sektoren. Befindet sich dort ein Freund, wird dieser mitgenommen, eine Waffe, wird das Schiff damit ausgerüstet, ein Feind, wird dieser bekämpft, ein Nebel, wird dieser erforscht. Das ist schon alles.

Wie wird Angriff der Rebellen gespielt?

Spielerisch ist das äußerst simpel gehalten. Auf einer viermal vier Hexfelder großen Fläche fliegen die Piloten genau ein Feld weit, um anschließend ein umliegendes Feld anzusehen. Je nach Plättchen wird dieses aufgenommen und ersetzt oder liegen gelassen. Wie beschrieben, können sich dort Waffen (z. B. Lichtschwert) verstecken, die der Spieler aufnimmt und die +1 auf Kämpfe bedeuten. Eine andere Möglichkeit ist, Verbündete (z. B. Chopper) zu finden, die für einen Kampf +2 bringen (und dann abgelegt werden). In beiden Fällen darf der Spieler das Plättchen aufnehmen. Hat er bereits eines der gleichen Art, darf er es nicht aufnehmen und ist noch einmal an der Reihe. Findet der Spieler einen Nebel, würfelt er. Je nach Zahlenwert gewinnt oder verliert er Machtchips (irgendwo muss man die Macht ja unterbringen). Diese Machtchips zählen +1 am Spielende oder im Kampf. Bleibt die vierte Möglichkeit: Der Spieler deckt einen Feind auf. Das können Stormtrooper, Sternenzerstörer oder Darth Vader persönlich sein.

Star Wars: Angriff der Rebellen - Kampf oder Macht steigern

Nun hat der Spieler die Wahl: Entweder er zieht sich zurück und nimmt einen Machtchip oder er kämpft. Im zweiten Fall wird gewürfelt. Für den Feind gilt: Kampfstärke + Würfelwurf (W10) = Kampfwert. Für den Spieler gilt: Würfelwurf + evtl. Waffe (+1) + evtl. Verbündeter (+2) + Machtchips (je +1) = Kampfwert. Bleibt er unter dem Gegnerwert, passiert nichts. Nutzt er beim Sieg jedoch einen Verbündeten oder Machtchips, muss er diese Boni abgeben. Gewinnt er, bekommt er außerdem das Feindesplättchen und damit die Kampfstärke als Siegpunkte. Das ist wichtig, denn am Ende gewinnt der Spieler, der die meisten Siegpunkte sammeln konnte, wenn kein Plättchen mehr nachgelegt werden kann.

Lohnt sich Star Wars: Angriff der Rebellen – Das Spiel?

Das ist alles recht eng am Thema, aber macht keinen Spaß. Dem Spiel merkt man an, dass es sich um ein Lizenzprodukt handelt. Ihm fehlt die spielerische Seele, ein überraschendes Moment. Zu zweit wird das Erkunden des Weltalls sogar richtig öde. Zu wenig Abwechslung ist gegeben, speziell wenn viele Verbündete und Waffen unter den Feldern zu finden sind. Denn diese müssen dann meistens zwangsweise überflogen werden. In voller Besetzung ist es nicht viel besser, aber immerhin sind mehr Action und Abwechslung bei den Plättchen vorhanden.

Am interessantesten ist es noch, wenn jüngere Star-Wars-Fans sich auf den Weg machen, den für sie beliebtesten Verbündeten zu finden oder die Lieblingswaffe. Da verlorene Kämpfe keine negativen Auswirkungen haben (außer einen verlorenen Zug), ist das Spielprinzip einfach ein ödes Sammeln und Würfeln, bei dem sich durch das begrenzte Spielfeld ohnehin zu wenig Abwechslung zeigt. Es fehlt Dynamik, Abwechslung und eine echte Herausforderung. Selbst Darth Vader ist irgendwann "zu schaffen". Da hilft die beste Lizenz nichts, wenn die Spieler lustlos vor sich hin spielen. Immerhin ist das Material ordentlich und die kleinen Raumschiffe sehen ganz hübsch aus. Aber das reicht einfach nicht. Selbst die Filmlizenz hätte da nichts dran geändert. Das Beste am mechanisch immerhin funktionierendem Spiel ist die Länge: Diese ist kurz genug, um es nicht abzubrechen. Fazit: Kämpfe im Weltraum ohne Nervenkitzel machen einfach keinen Spaß.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
Fotos
Star Wars: Angriff der Rebellen Detail - Foto von Reich der Spiele
Star Wars: Angriff der Rebellen Spieleschachtel - Foto von Reich der Spiele
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