Super Cluedo

eine Spielerezension von Tanja Koch - 31.10.2005
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Super Cluedo von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wieder einmal ist ein Mord geschehen: In einem Schloss in Frankreich wurde der Graf ermordet in der Halle aufgefunden. Einer der Anwesenden muss ihn getötet haben. Jetzt heißt es, herauszubekommen, wer mit welcher Waffe und in welchem Raum dem Grafen das Leben genommen hat.

Das kommt bekannt vor? Richtig, das gibt es schon. Es heißt Cluedo, jetzt gibt es dazu noch Super Cluedo.

Was ist an dieser Version "Super"? Es gibt mehr Tatverdächtige (also insbesondere auch mehr Mitspieler), mehr Waffen und mehr Räume. Dazu einen größeren Spielplan, zu dem die einfachen Holzpöppel einfach nicht recht passen wollen (da hat das normale Cluedo der Super-Ausgabe etwas voraus: Die Figuren sehen besser aus). Sichtschirme, um seine Notizen besser verbergen zu können, fehlen nach wie vor.

Aber nun zurück zu unserer Aufgabe: Wo wurde der Graf ermordet, von wem und mit welcher Waffe? Dazu werden je eine Tatwaffe, eine Person und ein Raum (repräsentiert durch Karten) aus dem Spiel genommen und in der Mordakte versteckt. Die Spieler sind nun angehalten, das Verbrechen aufzuklären, also herauszubekommen, welche Karten in der Mordakte stecken. Die restlichen Karten werden gemischt und an die Verdächtigen (also Spieler) verteilt. Jeder übernimmt eine der Personen und begibt sich auf die Suche, indem er sich auf dem Plan von Raum zu Raum würfelt und dort Verdächtigungen ausspricht. Dazu werden eine der verdächtigen Personen und eine Tatwaffe in diesen Raum zitiert. Der Verdacht wird nun geäußert: Im aktuellen Raum wurde von dieser Person und mit dieser Waffe der Graf getötet. Die anderen Verdächtigen sind jetzt aufgefordert, diese Anschuldigung zu widerlegen. Der erste Mitspieler in Zugreihenfolge, der eine der verdächtigten Karten besitzt, muss dem aktiven Spieler diese Karten zeigen. Gemein, dass pro Verdächtigung maximal eine Karte dazu beiträgt, den Verdacht zu entkräften, da man das darauf abgebildete (Raum, Person, Waffe) jetzt ausschließen kann.

Das Spiel geht nun so lange weiter, bis ein Spieler der Meinung ist, den fall lösen zu können. Dazu spricht er eine Anklage aus, die die vermuteten Karten enthält. Danach darf er in der Mordakte nachsehen. Hat er Recht, so darf er die Karten den anderen zeigen und hat das Spiel gewonnen, ansonsten scheidet er aus und darf nicht weiter ermitteln, muss aber noch Karten zeigen.

Das klingt immer noch nach Cluedo? Stimmt, es sind aber ein paar neue Regeln hinzugekommen. Am interessantesten ist das Spionieren: Erreicht eine Spielfigur ein Spionagefeld, darf ein Mitspieler bestimmt werden, der dem Spionierenden eine seiner Karten zeigen muss. Das ist jedoch nur ein Mal pro Spieler sinnvoll, denn die Regeln verbieten nicht, immer wieder die gleiche Karte zu zeigen. Die restlichen Regeländerungen beziehen sich auf Kleinigkeiten, die aber nichts am Spielgefühl des altbekannten Cluedo ändern.

An Super Cluedo werden diejenigen Freude haben, die schon Cluedo mochten, häufig in großen Runden spielen und nichts gegen eine längere Spieldauer (je mehr Mitspieler desto länger) einzuwenden haben. Wer Cluedo bereits besitzt und nicht mehr als insgesamt sechs Mitspieler zusammenbekommt, kann auf Super-Cluedo verzichten, denn auch Super-Cluedo ist ein Cluedo.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
3 - 10
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Jahrgang: 
2002
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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