Tembo

eine Spielerezension von Steffi Münzer - 25.05.2017
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Kartenspiel Tembo - Foto: Steffi Münzer
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Während ihrer Wanderung durch die afrikanische Serengeti und Masai-Mara müssen die großen Tierherden auch den Mara-Fluss überqueren. Überall lauern Gefahren, Krokodile und Löwen. Doch die Zebras, Gnus und Antilopen haben einen starken Freund an ihrer Seite. Der Elefant - in der afrikanischen Sprache Swahili „Tembo“ genannt - hilft bei der Flussüberquerung. Das gleichnamige kompakte Kartenspiel von Andreas Spies aus dem Nürnberger Spieleverlag richtet sich an zwei bis vier Spieler ab acht Jahren.

Wie wird das Kartenspiel Tembo gespielt?

Jeder Spieler erhält Markierungssteine einer Farbe und jeweils fünf Handkarten. Fünf Karten werden verdeckt in der Tischmitte platziert und symbolisieren den Fluss mit fünf Flussstellen. Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel. Der erste Spieler spielt ein Tier aus, füllt seine Hand auf fünf Karten auf und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Die Karten

  • Die Zebra-, Gnu- und Antilopen-Karten (Huftier-Karten) dürfen an eine der fünf Flussstellen angelegt werden. An einer Stelle dürfen beliebig viele Tiere beliebiger Rasse auf die Überquerung warten. Die auf den Karten abgedruckte Ordnungszahl muss dabei immer größer werden. Legt der Spieler eine Karte ab, markiert er diese mit einem seiner Steinchen.
  • Liegen mindestens drei Huftiere an einer Flusskarte, darf der Elefant gespielt und die Tiere gerettet werden. Jeder Spieler erhält seine markierten Karten zurück. Diese geretteten Tiere werden am Ende gewertet.
  • Statt eines Huftieres kann auch ein Krokodil auf einem Flussabschnitt gespielt werden. Krokodile fressen Tiere einer Rasse oder das erste Tier am Fluss.
  • Das Superkrokodil frisst alle Huftiere an der betreffenden Flussstelle.
  • Zieht ein Spieler einen Löwen, wird dieser sofort ausgespielt. Er frisst alle Tiere und bleibt offen liegen. Somit ist diese Flusskarte für den Rest des Spieles gesperrt und alle Tier müssen auf die anderen Flussteile ausweichen.

Das Spiel endet, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht oder kein gültiger Spielzug mehr möglich ist. Jeder Spieler addiert die Siegpunkte seiner geretteten Tierkarten. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Wie gut ist das Kartenspiel Tembo?

Die Spielanleitung ist kurz genug, um nicht zu langweilen und ausführlich genug, um alle möglichen Fragen zu klären. Die Regeln sind super schnell erklärt und ermöglichen einen einfachen Einstieg. Das Spiel ist dank des simplen Spielprinzips gut geeignet für den Gelegenheitsspieler. Der erfahrene Spieler kann seine Taktikkenntnisse ausleben, um seinen Mitspielern die Siegpunkte streitig zu machen.

Oliver Freudenreich hat die Karten wunderschön illustriert, es kommt kompakt verpackt daher und eignet sich auch gut als Spiel zu zweit. Allerdings macht es mit drei oder vier Spielern mehr Spaß, weil sich da Feind und Freund immer ein bisschen abwechseln. Mit einem Elefanten rettet man ja nicht nur die eigenen Punkte.

Der Aspekt, dass fünf Karten verdeckt als Fluss dienen, gefällt mir besonders. Ob nun die Löwen oder einige Elefanten nicht am aktuellen Spiel teilnehmen, kann man erst am Ende absehen.

Der einzige Kritikpunkt meinerseits: Wenn eine etwas längere Tierreihe von einem Elefanten gerettet wurde, ist es eine ziemliche Frickelei, die Karten und Mini-Markierungssteinchen wieder auf die Spieler zu verteilen. Das ist jetzt aber Jammern auf sehr hohem Nievau, vielleicht haben wir auch einfach nur zu grobmotorische Finger. Wer ein kurzweiliges, spaßiges, kleines Spiel sucht, wird bei Tembo auf jeden Fall fündig.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
Fotos
Kartenspiel Tembo - Foto: Steffi Münzer
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