The Game: Quick & Easy

eine Spielerezension von Julia Merkel - 06.07.2020
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The Game: Quick & Easy - Ausschnitt - Foto von NSV
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Lesezeit: ca. 3 Minuten

Steffen Benndorf hat uns hier zusammen mit dem Nürnberger Spielkarten-Verlag eine weitere Version seines kooperativen Erfolgsspiel The Game gebacken: The Game Quick & Easy. Das Versprechen ist klar. Was steckt dahinter?

Wir treten hier wieder gemeinsam gegen das Spiel an und versuchen, möglichst alle unsere Karten loszuwerden. Im Gegensatz zu dem Original haben wir es mit deutlich weniger Karten und auch nur mit dem Zahlenraum bis zehn zu tun. Und wir haben nur zwei statt vier Stapel zum Ablegen zur Verfügung - einen aufsteigenden und einen absteigenden. Dafür kommen die Karten mit vier verschiedenen Farben daher.

So läuft eine Partie

Jeder Spieler muss eine, darf aber auch eine zweite Karte ablegen. Dies darf er entweder, indem er sich an den Zahlenwerten orientiert und eben den auf- bzw. absteigenden Stapel fortführt, oder er nutzt den Rückwärts-Trick. Dieser Trick erlaubt es dem Spieler, die Zahlenwerte zu ignorieren, wenn er eine Karte der gleichen Farbe auf einen Stapel legen kann. So kann ein Stapel schnell wieder von kurz vor "Es-geht-nichts-mehr" zu "Wir-haben-noch-viel-Luft" verändert werden.

Das Spiel endet, wenn entweder alle Karten abgelegt werden konnten und somit das Spiel besiegt wurde, oder wenn ein Spieler keine Karte mehr anlegen kann. Dann hat das Spiel gewonnen und die Spieler haben verloren. Die Kommunikation während des Spieles ist natürlich wieder stark eingeschränkt: Lediglich Hinweise wie "Da könnte ich sehr gut..." oder "Lasst mal bitte den absteigenden Stapel in Ruhe" sind erlaubt. Konkrete Tips zu Zahlen sind verboten. Dauern soll das Ganze etwa zehn Minuten.

Mein Eindruck zu The Game: Quick & Easy

Vorab: Ich bin kein Freund von The Game im Allgemeinen. Wir legen Karten ab und hoffen, dass wir alle loswerden. Da kann ich auch eine Patience legen. - Gut, hier legen wir die Karten gemeinsam ab. Das ist schon etwas besser. Immerhin kann man sich gemeinsam freuen oder ärgern. Hinzu kommt die eingeschränkte Kommunikation: Entweder ich rede mit meinen Mitspielern - oder eben nicht. Aber diese halbgaren Versuche, mit Andeutungen Hinweise zuzuschustern, nerven mich sehr.

Jetzt zu dieser Ausgabe: Die Zeitangabe von zehn Minuten passt in etwa und ist im Vergleich zum Original mit etwa 20 Minuten dann tatsächlich etwas quicker. Easy ist es aufgrund des kleinen Zahlenraumes und der eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten auch.

The Game: Quick & Easy - Material - Foto von NSV

Die Grafik von Sandra und Oliver Freudenreich fällt hier etwas niedlicher aus als in den bisherigen Varianten von The Game. Und das finde ich aus einem ganz bestimmten Grund gut: Meiner Meinung nach ist The Game Quick & Easy eine Junioredition. Sowie Kinder sicher bis zehn zählen können, ist dieses Spiel absolut machbar und für die jungen Spieler ab etwa fünf Jahren überschaubar und spannend. Für größere Kinder, Jugendliche und Erwachsene finde ich das Spiel eher öde. Die Herrausforderungen und die Möglichkeit der Einflussnahme auf den Spielverlauf sind minimal. Wir haben es ein paar mal hintereinander mit wechselnder Spieleranzahl getestet und können dem Spiel für uns nicht viel abgewinnen. Für Menschen, die sonst nicht viel spielen und mit sehr leichter Kost zufrieden sind, mag es ganz nett sein. Für uns gibt es für The Game Quick & Easy nur eine Rettung: Macht daraus ein Kinderspiel!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2020
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Fotos
The Game: Quick & Easy - Material - Foto von NSV
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