The Hobbit: An Unexpected Journey - Das Kartenspiel

eine Spielerezension von Michael Weber - 06.01.2013
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The Hobbit: An Unexpected Journey - Das Kartenspiel von Ravensburger
Lesezeit: ca. 3 Minuten

„Der Hobbit“ ist die Vorgeschichte zu „Der Herr der Ringe“ und läuft gerade erfolgreich im Kino an. So ist es nicht verwunderlich, dass es allerlei Merchandise im Zuge des Kinostarts gibt. Dazu gehört The Hobbit: An Unexpected Journey – Das Kartenspiel – wie das Spiel von Ravensburger mit vollem Titel heißt.

Inhaltlich hat Hobbit – Das Kartenspiel wie die fast gleichnamige Version Der Hobbit - Das Kartenspiel von Kosmos jedoch nur die Fotos auf den Karten mit dem Film und damit indirekt mit dem Buch gemeinsam. Gollum, Bilbo, Gandalf und die Zwergenschar um Thorin Eichenschild kommen als Spielkarten vor. Dazu ein paar Ortskarten. Mehr Verknüpfungen zum Film gibt es anders als beim Spiel Der Hobbit von Kosmos nicht.

Spieltechnisch geht es darum, durch geschicktes Anlegen von Handkarten an Ortskarten Edelsteine zu gewinnen, deren Zahl am Ende über den Sieg bei The Hobbit – Das Kartenspiel entscheidet. Dazu bedient sich Autor Reiner Knizia bekannten Mechanismen, die er in kaum abgewandelter Form schon in anderen Spielen genutzt hat. Um jede Ortskarte gibt es acht Kartenplätze. Sind diese belegt, wird der Ort gewertet und der Spieler mit den meisten Karten gewinnt  den Ort und damit die meisten Edelsteine (ein Teil geht an den Spieler mit den zweitmeisten Karten). Allerdings dürfen Karten auch auf die von Mitspielern gelegt werden. Dabei geht es streng nach Größe: Gollum darf von allen anderen, Bilbo nur von Zwergen und Gandalf und die Zwerge wiederum nur von Gandalf überdeckt werden. Und da Gollum in Der Hobbit den Ring hat, darf er auch auf alle anderen Karten gelegt werden.

Die Legeregeln von The Hobbit – Das Kartenspiel sind denkbar einfach. Jeder Spieler hat ein paar Zwerge, Gandalfs, Bilbos und Gollum im eigenen Kartenstapel zur Verfügung. Davon zieht er fünf. Am Zug dürfen eine Karte oder eine Karte plus beliebig viele Bilbo-Karten gespielt werden. Anschließend wird nachgezogen.

Ratzfatz ist ein Ort von der Truppe umlagert und wird gewertet. Die Edelsteine werden verteilt und der Sieger bestimmt nun, wo auf dem Tisch die nächste Ortskarte gelegt wird. Diese muss er lediglich direkt angrenzend zu einer bereits liegenden Karte platzieren. Das ist alles. So geht es, bis alle Ortskarten gewertet sind oder ein Spieler nach einer Wertung keine Karten mehr hat. Bei The Hobbit – Das Kartenspiel gewinnt der Spieler mit den meisten Edelsteinen.

Was sich so trivial anhört, hat durchaus einen gewissen Reiz. Einen, der eine ganze Familie in den Bann ziehen kann, wenn er auch nicht tiefgründig und ausreichend fesselnd ist. Denn es gibt einerseits taktische Möglichkeiten. Zum Beispiel können sichtbar bereits verlorene Ortskarten aufgegeben werden, um starke Karten für die nächste aufzuheben. Oder an scheinbar zu gewinnende Ortskarten werden starke Karten so gelegt, dass bei einem Gewinn die nächste Ortskarte an diese Karten gut angelegt werden kann. So besteht bereits ein kleiner Vorteil an dieser Ortskarte. Doch bei allem Taktieren hilft es nur, wenn im richtigen Moment, die richtigen Karten auf der Hand sind.

The Hobbit: An Unexpected Journey – Das Kartenspiel ist ein Merchandisespiel, das in allen Besetzungen sehr gut funktioniert und als taktisches Anlegespielt mit einfachem Mehrheitssystem durchaus seine Berechtigung hat. Es ist aber eben andererseits kein großes Kartenspiel-Kino und kommt über die Wertung "nett" nicht hinaus. Immerhin, es gab schon schlechtere Kartenspiele.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
40
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
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