Tier auf Tier - Das Kartenspiel

eine Spielerezension von Riemi - 12.07.2009
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Tier auf Tier - Das Kartenspiel von
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Nach Tier auf Tier, Tier auf Tier – Das Duell folgt als nächstes Tier auf Tier – Das Kartenspiel. Somit ist die Trilogie komplett und, wer weiß, vielleicht erscheint demnächst eine Big Box zum Spiel im Handel. Allerdings hat sich der Autor geändert. Das vorliegende Kartenspiel ist mittlerweile ein Lizenzprodukt und der neue Autor ist eigentlich ein ganz bekannter.

Im Kartenspiel wird nicht mehr gebaut sondern gestapelt. Dazu bekommt jeder Spieler vierzehn Karten mit Tiermotiven. Ein stehendes (Holz)Krokodil kommt in die Tischmitte. Wer dran ist, deckt die oberste Karte seines Stapels um. Ist das Motiv ein Tierkind, wird diese Karte auf das Krokodil abgelegt. Bei einem erwachsenen Muttertier wird ein Mitspieler ausgeguckt der als Stellvertreter die Karte auf Echse ablegen muss. Wenn Karten runterfallen, darf er auch die Konsequenz tragen und bis zu drei der heruntergefallen Karten unter seinen Stapel schieben. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe. Wem es zuerst gelingt, seine letzte Karte abzulegen, gewinnt das Spiel.

Ein Spiel, das die Kinder dazu zwingt, sich zu konzentrieren. Eigentlich ist das Stapeln der Karten kein Problem. Je mehr Karten auf dem Kopf gelangen, desto stabiler wird der Kartenturban. Nur, wenn sich die Kinder ablenken lassen und mit den Augen beim Ablegen woanders sind, kommt es dazu, das Karten fallen.

Bei der Profi-Variante sind solche Fehler tragischer. Hier muss man alle Karten die fallen nehmen. Die Tiermütter bekommen darüber hinaus eine Rolle der besonderen Art. Große Tiere suchen ihre Kinder – im Stapel, der auf dem Kopf des Krokodilträgers ist. Unmöglich? Mitnichten. Selbst bei den aberwitzigsten Konstellationen konnte meistens das gesuchte Tierkind mit einer Hand heraus gezogen werden. Für die Kinder eine unglaubliche Erfahrung. Besonders für die, die am Anfang sofort und vehement gesagt haben: „Das schaffe ich sowieso nicht“. Zu erleben, wie das Selbstbewusstsein gerade bei diesen Kindern steigt, ist ein schönes Spielerlebnis. Selbst wenn es irgendwann einmal nicht klappt, lassen sich diese Kinder davon nicht mehr unterkriegen. Wer auf diese Weise vier Tierpaare zusammenbekommt, gewinnt.

An Erfahrung gewinnen konnten auch einige Erwachsene. Denen passierten nämlich die gleichen Missgeschicke wie den Kindern, wenn sie mit ihren Gedanken nicht bei der Sache waren und dieses einfache Kinderspiel unterschätzt haben. Bleibt noch die Frage, braucht eine Familie das Kartenspiel, wenn es die anderen Tier auf Tier-Spiele schon hat? Ich würde es mal so formulieren: Wenn das Kartenspiel gefällt, kann mit den anderen Spielen dieser Reihe beim Schenken nichts verkehrt gemacht werden.  

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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