Tod in Freihafen

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 31.08.2002
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Tod in Freihafen ist ein D20-Abenteuermodul, das auf den D&D-Regeln der dritten Edition basiert, aber auch problemlos in andere Systeme integriert werden kann. Die Beschreibungen im Heft sind so gestaltet, dass die Stadt Freihafen jederzeit ohne große Änderungen in eigene Kampagnen-Welten eingefügt werden kann.

Freihafen ist eine Hafenstadt, die in der Blütezeit der Piraterie zu ihrer Größe und Bedeutung herangewachsen ist. Jede Menge Schurken sind dort angesiedelt, doch die Piratenehre erlaubt es nicht, in der Stadt Verbrechen zu begehen. Die Spielercharaktere geraten nach einer unliebsamen Bekanntschaft mit den finsteren Gestalten dieser Stadt in das Abenteuer: Auserkoren als die Richtigen, um ein paar Nachforschungen zum Verschwinden eines Tempel-Bibliothekars anzustellen. Nach und nach wird klar, dass es offensichtlich eine einflussreiche Gruppierung gibt, denen diese Nachforschungen gar nicht schmecken.

Das Abenteuer ist wohl strukturiert und wegen des offenen Systems erfrischend weit weg von Regelzwängen. Anders als bei vielen anderen Abenteuern gibt es hier bei Begegnungen stets eine ausführliche Beschreibung, was die Gegenüber machen, wenn es zu Kämpfen kommt. Doch nicht die Kämpfe, sondern das Detektivspiel bestimmen Tod in Freihafen. Ohne rollenspielerisches Talent werden die Spieler nicht weit kommen, allerdings ist ein Verrennen in Sackgassen nicht vorgesehen, sodass der Spielleiter behutsam die Zügel in der Hand halten muss.

Mit nur knapp über 30 Seiten handelt es sich um ein kurzes, aber dennoch sehr gut aufgebautes Abenteuer, das noch genügend Raum lässt, um weitere Begegnungen oder Nebenschauplätze einzuarbeiten. Die angesprochenen Anfängercharaktere sollten bei geschicktem Vorgehen keine größeren Probleme haben, um lebend das Ende der Story zu erleben. Ein gutes, wirklich gelungenes Abenteuer.

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4