Top Race

eine Spielerezension von Michael Weber - 28.02.2003
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Top Race ist ein Autorennspiel. Autorennspiele sind meistens glücksabhängig. Bei Top Race stehen die strategischen Momente im Vordergrund. Zunächst werden alle Rennkarten verteilt, dann können die Spieler sich überlegen, welche(n) Rennwagen sie ersteigern möchten. Anschließend wird das Rennen ausgefahren. Zwischendurch sorgen Tipps auf den Sieger für Spannung und möglicherweise zusätzliche Einnahmen, denn am Ende zählt das meiste Geld auf dem Konto.

Das eigentlich erstaunliche bei Top Race ist nicht der Versteigerungsmechanismus, die Siegbedingung oder die Wettkomponente - es ist der Rennmechanismus. Die Rennkarten geben dem Spieler jeweils an, ob welche (einer, einige oder alle) Rennwagen gezogen werden (müssen!), wie weit und in welcher Reihenfolge sie gesetzt werden (müssen!). Es kommt also auf den richtigen Moment an, wenn man Karten spielen will, die die eigenen Renner oder die fremden fortbewegen würden. Hat das eigene Auto freie Bahn, wird man es pushen, sind die Gegnerischen in einem Pulk eingeklemmt, wählt man entsprechende Karten. Dann versanden bis zu zehn Felder für diese Autos, weil sie einfach nicht überholen können: Die Strecke ist blockiert. Dieser Mechanismus wird durch Engstellen in der Streckenführung unterstützt. Einzelne Autos können nach hinten absichern und die Nachfolgenden Wagen unüberholbar blockieren. Doch Vorsicht, es gibt auch Karten, die für Pannen sorgen. Meistens muss man den Mitspielern etwas gutes tun, wenn man die eigenen Boliden nach vorne ziehen möchte - die Karten, die vier oder sechs Autos betreffen sind recht häufig.

Das eigentliche Ziel, Gewinnsummen einzustreichen, möglichst wenig bei der Versteigerung der Renner auszugeben und auf den richtigen Sieger zu tippen, wird hier zur Nebensache. Das eigentliche Rennen macht am meisten Spaß.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
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Jahrgang: 
2002
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