Tubyrinth

Wasser marsch!

eine Spielerezension von Arno van Mark - 02.09.2017
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Tubyrinth - Foto von Game Factory
Lesezeit: ca. 2 Minuten

„Wasser marsch!“ Ich habe alles versucht, aber eine Rezension ohne Redewendungen ist bei diesem Spiel einfach nicht möglich. In Tubyrinth von Martin Nedergaard Andersen (Game Factory) verlegen wir Wasserleitungen und versuchen, den Wasserstrom mittels auszulegender Röhren von der Quelle bis zu seinem Ziel zu lenken. Wohl dem, der dabei nicht auf dem Schlauch steht. Upps! Sehen Sie, was ich meine?

Wie wird Tubyrinth gespielt?

Jeder Spieler erhält einen der vielen verschiedenen Spielpläne und einen Satz von sieben Röhren in seiner Farbe. Auf das Kommando „An die Leitungen, fertig, los!“ versuchen dann alle Spieler, so schnell und geschickt wie möglich den Wasserstrom zu lenken. Sie müssen dazu mindestens fünf Röhren verwenden. Die Wasserstrecke darf dabei tote Enden bzw. Sackgassen haben, solange sie an keiner Stelle unterbrochen ist.

Der erste Spieler, der seine Wasserleitung fertig gebaut hat, ruft „Wasser marsch!“ und dreht die Sanduhr um. Alle anderen Spieler haben dann noch 30 Sekunden Zeit, ebenfalls fertig zu werden. Anschließend wird die Runde gewertet. Der Rundengewinner erhält einen Punkt pro verbautem Rohr. Die anderen Spieler erhalten abhängig von den richtig verbauten Bauteilen und ihrer Schnelligkeit ebenfalls Punkte. Auch wer sein Tubyrinth nicht fertig gestellt hat, bekommt noch Punkte in Höhe der nicht verbauten Teile des Rundengewinners.

Nach jeder Runde werden die Spielpläne gedreht bzw. an den linken Nachbarn weitergegeben, wenn der Plan schon von beiden Seiten bebaut wurde. So geht das Spiel weiter, bis der erste Spieler 25 Punkte erreicht hat.

Wie gut ist Tubyrinth als Familienspiel?

Die wenigen Regeln von Tubyrinth sind schnell verinnerlicht und man kann sofort loslegen. Die Empfehlung für Kinder ab acht Jahren ist daher nachvollziehbar und macht das Spiel für Familien schon einmal sehr interessant. Der einzige Punkt, der häufiger im Regelwerk nachgeschlagen werden musste, war die Punktevergabe, aber auch die hat man nach einer Partie verinnerlicht.

Positiv ist auch die Skalierbarkeit hervorzuheben, denn das Spiel kann sowohl solo als auch mit bis zu sechs Personen gespielt werden. Da alle gleichzeitig spielen, wirkt sich das auch nicht stark auf die Gesamtspielzeit aus. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Spielstärken der Mitspieler in etwa gleich sind, da weniger begabte Leitungsbauer am Ende im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre gucken könnten.  Die angenehm schnelle Spieldauer von nur 20 Minuten, gleicht dieses Manko allerdings auch schon wieder aus. Tubyrinth ist sicherlich nicht das innovativste Spiel dieses Jahres, aber wer Spaß an Denksportaufgaben hat, der macht mit dem Kauf des Legespiels alles richtig.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
1-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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