Turf

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.10.2005
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Turf von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Sechs Rennen werden in Turf nacheinander absolviert. Am Ende ist der Spieler Sieger, der das meiste Geld verdienen konnte. Deshalb haben natürlich wie bei vielen anderen Pferderennspielen die Wetten eine zentrale Bedeutung. Jeder Spieler erhält Startkapital, dass er zur Ersteigerung von Pferden und als Wetteinsatz verwenden kann. Vor jedem Rennen werden die vorgegebenen Pferde versteigert. Dabei müssen zumindest vier der sechs im Rennprogramm angegebenen Pferde einen Besitzer (und damit einen Startplatz) finden. Die Pferde haben unterschiedliche Eigenschaften, Jockeys und Werte, die nach einem komplexen System die Rennstärke und die Wettquote bestimmen. Meistens sind die Pferde Sprinter oder Steher. Je nach Länge des Rennens sind die Wettquoten für die Pferde hoch oder niedrig. Im Rennen werden die Pferde jede Runde nach einem vorgegebenen Eigenschaftswert plus einem Würfelwurf (für alle Pferde gleich) vorwärts gesetzt. Ein Sprinter wird zum Beispiel in den ersten drei Runden vom Feld davon ziehen, dann aber einbrechen, ein Steher gleichmäßig bis zum Ende durchlaufen können. Es gilt für die Pferde eine Beschränkung von Bahnwechseln und damit von Überholvorgängen. Deshalb ist es wichtig, das Rennen von einer guten Position aus zu kontrollieren oder die Positionen strategisch zu wechseln. Je nach Quote erhält der Spieler für eine richtige Wette wenig (Favoriteneinlauf) oder wenig Geld (Außenseitersieg) ausbezahlt. Gewettet werden kann auf Sieg, Platz (erster oder zweiter) und Platzierung (Pferd muss erster bis dritter werden). Doch Vorsicht: Die Spieler können auch den Rennausgang manipulieren, indem sie Pferde falsch (zu wenig weit) setzen. Dafür gibt es eine Rennkommission, die Klagen abwickelt. Sind die Klagen erfolgreich, muss der beklagte von seinem Renngewinn abgeben. Anderenfalls ist es am Kläger ein Schmerzensgeld zu zahlen. Turf kombiniert sehr schön einen komplexen Rennmechanismus mit einfachen Wettmöglichkeiten. Heraus kommt ein gutes Pferderennspiel, bei dem auch die Manipulation eines Rennverlaufs möglich ist. Mit einem verkürzten Spiel und einer Partyversion bietet Turf außerdem noch zusätzlichen Spielreiz.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
14
Jahrgang: 
1992
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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