Turi-Tour

eine Spielerezension von Riemi - 27.06.2010
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Turi-Tour von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Wer kennt diese Szene nicht. Eine Reise steht an und die Welt steht Kopf. „Hast du die Tickets, Ausweise, Lieblingshemd und Reisewecker mit? Ist der Herd eigentlich aus? Verdammt, die Kaffeemaschine ist noch an und, und, und.“ Dem Bauer Hannes geht es da nicht anders. Traditionell verreisen seine Tiere im Sommer. Nur diesmal hat er die Flugtickets vertauscht und die extra verdunkelte Pilotenbrille sitzt schon auf seiner Nase. Jetzt ist er auf die Hilfe der Spieler angewiesen.

Der runde Spielplan zeigt sechs Urlaubsregionen. Zu Anfang werden sechs Tierchips wahllos in die entsprechenden Ausstanzungen verteilt. Nun werden mithilfe einer Startkarte (es gibt wieder derer sechs) Holztiere in unterschiedlicher Anzahl auf dem Plan verteilt. Der aktive Spieler kriegt eine undurchsichtige Pappbrille aufgesetzt. Sie ist zwar aus beschichtetem Papier und mit einem Gummizug versehen, aber richtig stabil. Nun wird eine Aufgabenkarte aufgedeckt. Die Karten geben verschiedene Aufgaben vor. Wer die Aufgabe bewältigt, bekommt die entsprechende Karte und wer so die meisten Karten sammelt, gewinnt.

Vor dem ersten Spiel sollte man unbedingt die Tiere in die Hände genommen haben. Damit die jungen und älteren Spieler ein Gefühl für die Formen bekommen. Wie fühlt sich zum Beispiel ein Pferd gegenüber einer Kuh an. Denn wenn die Aufgabenkarte vorgibt, ein Tier möchte verreisen, bekommt der Spieler mit der Brille das Tier in die Hände gedrückt. Er muss dann erfühlen, um was für ein Tier es sich handelt, es ansagen und den Urlauber in die entsprechende Urlaubsregion setzen – mit verdeckten Augen wohlgemerkt. Schwierig aber sehr reizvoll.

Auf diese Weise füllt sich der Spielplan mit Urlaubern. Wer dann den Überblick behält, kann auch die Karten mit Merkaufgaben erfüllen. Dabei bekommt man wieder ein Holztier in die Hand gedrückt und muss die Frage beantworten: Wie viele dieser Tiere sind bereits im Urlaub?“ oder dieses Tier mit Heimweh möchte nach Hause oder, oder, oder ... Irgendwann ist dann der Kartenstapel aufgebraucht und das Spiel zu Ende.

Der Mechanismus verlockt zum Spielen und die Spieler müssen Fähigkeiten zu entwickeln, die sie im normalen Leben eigentlich eher selten einzusetzen brauchen – sich im Stockdunkeln zu Recht zu finden. Das macht dieses Spiel für die Spieler sehr spannend. Die kleinen Nachteile sind allerdings die lange Spieldauer (aber da kann man sich behelfen, in dem man weniger Karten nimmt) und eine etwas umständliche Spielregel. Dafür ist das Spielmaterial dann umso schöner. 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
40
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
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