Turmbauer

eine Spielerezension von Ralf Schallert - 12.02.2012
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Turmbauer von Kosmos
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Lesezeit: ca. 3 Minuten

Bauspiele sind nicht jedermanns Sache, denn sie erfordern eine Menge Geschick und meistens auch einen Schuss Kreativität. Wenn man zudem von Haus aus nicht unbedingt mit den schmalsten und feingliedrigsten Händen gesegnet ist, kann es hier schnell zu Problemen kommen. Bei Turmbauer sind aber neben den Anforderungen an die Feinmotorik der Spieler auch noch zusätzlich taktisches Geschick sowie eine Priese Glück von Nöten, um dieses Spiel zu gewinnen.

Wichtigster Bestandteil bei Turmbauer sind die akkurat aus einzelnen Holzwürfeln gefügten Baupuzzleteile. Diese Teile gibt es in verschiedenen Größen: von einem Würfel bis zum größten Teil, welches aus sechs Würfeln gefertigt ist. Bei allen Bauteilen wechseln sich zudem schachbrettartig die Würfel in der jeweiligen Farbe des Spielers mit neutralen Würfeln ab. Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler einen Satz von zwölf dieser Baupuzzleteile, jeweils zwei in jeder Größe. Zusätzlich gibt es noch eine Spielfigur und zwei Jokerscheiben.

Der Ablauf eines Spielzuges ist recht einfach. Der jeweilige Spieler würfelt mit zwei Würfeln und verbaut anschließend ein Bauteil, dessen Größe einer der gewürfelten Zahlen entsprechen muss. Ein Pasch verschafft dem Spieler dabei eine freie Auswahl. Sollten allerdings keines der entsprechend möglichen Bauteile mehr vorhanden sein, muss der Spieler dafür ein anderes aus seinem Vorrat abgeben und damit aus dem Spiel nehmen. Nach der Bauphase kann man mit der eigenen Spielfigur einen Zug machen und versuchen den Turm, soweit wie möglich zu erklimmen. Hierbei dürfen nur Würfelflächen der eigenen und der neutralen Farbe betreten und Höhenunterschiede von maximal einem Würfel überwunden werden. Hierbei ist schon einiges an taktischem Geschick von Nöten, denn nicht immer ist der höchste zu erreichende Punkt auch die beste Ausgangsbasis für den nächsten Zug.

Durch den Einsatz der vorgenannten Joker- bzw. Bauscheiben können jeweils einmalig die vorgenannten Beschränkungen aufgehoben werden. So darf der entsprechende Spieler z. B. seinen Würfelwurf negieren, zwei Höhenstufen auf einmal erklimmen oder beliebig farbige Felder seiner Mitspieler betreten. Leider hat man von diesen nützlichen Jokerscheiben bei Turmbauer nur zwei und diese sollte man deshalb sinnvoll einsetzen. Das Spiel endet, sobald alle Spieler ihre Bauteile verbaut haben und es gewinnt der Spieler, dessen Spielfigur den Turm am höchsten erklommen hat. Dabei ist die Anzahl der verbauten Teile der Tie-Breaker.

Bei Turmbauer sind zwar einige spezielle Bauregeln zu beachten, aber nach spätestens fünf bis zehn Minuten Regelerklärung kann das Spiel auch schon beginnen. Die Spielregel ist dabei kurz, prägnant und ausreichend illustriert. Das Material selbst ist haptisch sehr angenehm und zudem ausreichend schwer, um auch gewagte Turmkonstruktionen realisieren zu können. Bleibt also noch das Spielprinzip. Und auch hier ist rundherum Zufriedenheit angesagt, verknüpft doch Turmbauer auf eine ganz und gar unaufgeregte Art und Weise die Spielkomponenten Geschicklichkeit, Taktik und Glück miteinander. Die Spieldauer ist zudem angenehm kurz, sodass meistens genügend Zeit für eine oder mehrere Revanchepartien bleibt. Unter dem Strich also ein überraschend vielseitiges und stimmiges  Familienspiel, welches hier bedenkenlos empfohlen werden kann.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
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