Uluru

Tumult am Ayers Rock

eine Spielerezension von Anita Borchers - 18.09.2011
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Uluru von Kosmos
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Uluru – Tumult am Ayers Rock beschreibt, was sich nachts in Australiens bunter Traumvogelwelt ereignet. Die farbigen Gefiederfreunde verwandeln sich nämlich in wahre Diven, wenn es darum geht, den geeigneten Platz am heiligen Berg zu wählen. Der rote sitzt lieber in einer ruhigen Ecke, der blaue möchte unbedingt neben dem schwarzen sitzen, während der weiße einen Platz gegenüber dem grünen bevorzugt und der gelbe gar zwei Plätze entfernt von dem orangen sitzen möchte. Nur Pink ist es völlig Wurst, er nimmt den Platz, der übrig bleibt. Klingt ganz schön verzwickt … ist es auch!

Jeder erhält sein eigenes Spielbrett und jeweils acht verschieden farbige Traumvögel. In die Mitte wird ein Tableau gelegt, auf dem ebenfalls die acht Farben abgebildet sind. Dann beginnt das Spiel. Nacheinander wird für jeden Traumvogel eine Wunschkarte aufgedeckt und damit bestimmt, mit welchem Sitzplatz man denn den jeweiligen Vogel glücklich machen kann. Es wird die Sanduhr umgedreht und in kurzer Zeit versucht jeder Spieler für sich, die Wünsche der Traumvögel auf seinem Spielbrett zu erfüllen. Das ist nicht immer einfach, wenn manchmal sogar unmöglich. Wenn blau z. B. neben rot sitzen möchte, rot aber gegenüber von blau einen Platz begehrt, kommt der Spieler schon einmal ganz schön ins Schwitzen, um wenigstens die Wünsche der anderen Sechs noch einiger Maßen zu befriedigen. Außerdem sitzt einem die wenige Zeit im Nacken und es hat sich als äußerst ungesund erwiesen, gegen Ende noch einmal alles umzustellen, da man dann garantiert eine Kettenreaktion auslöst und sich plötzlich viele der bunten Gestalten mit hängendem Köpfchen auf dem falschen Platz befinden.

Nach Ablauf der Zeit gibt es erst einmal einen großen Tumult am Ayers Rock, wenn nicht jeder seinen Wunschplatz bekommen hat und anschließend für jeden Vogel an falscher Stelle einen Minuspunkt. Aber anschließend startet eine neue Runde und man kann versuchen, dieses Mal mehr Traumvögel glücklich zu machen. Am Ende des Spieles gewinnt der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten.

Uluru – Tumult am Ayers Rock ist schnell erklärt aufgrund der klar strukturierten Regeln. Dennoch ist das Spiel weder trivial noch langweilig. Hellwach und gut konzentriert gilt es Wunsch für Wunsch zu erfüllen und bei Sackgassen schnell noch einmal umzudisponieren. Denn die Sandkörner rinnen ständig weiter. Übrigens wäre es ganz hilfreich, wenn der Zeitablauf durch ein akustisches Signal angezeigt würde. Wenn man sich gerade auf eine besonders knifflige Konstellation konzentriert, behält kaum noch einer die Uhr im Auge.

Besonders gefallen hat mir, dass Uluru – Tumult am Ayers Rock gleichzeitig mit zwei unterschiedlichen Spielstärken gespielt werden kann. So können beispielsweise für Kinder einfache Wünsche für die einzelnen Vögel aufgedeckt werden und die Eltern nutzen die anspruchsvolleren Karten. Auf diese Weise können trotz unterschiedlicher Spielstärke alle gemeinsam spielen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
1 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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