Willi und die Wunder dieser Welt

Das Spiel zum Film

eine Spielerezension von Marina Roemer - 09.09.2009
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Willi und die Wunder dieser Welt - Das Spiel zum Film von Kosmos
Lesezeit: ca. 5 Minute

Willi geht auf Weltreise! Und nimmt die Spieler mit auf eine spannende Ballon-Weltreise rund um den Globus! Wer macht Schokolade süß? Wie tief ist der tiefste See? Willi Weitzel erzählt von großen und kleinen Wundern dieser Welt. Schnell steigen alle in den Ballon ein und schon kann die rasante Fahrt losgehen.

Der Spielplan wird in der Mitte ausgelegt, der Würfel daneben, jeder Ballon kommt auf seine passende Farbe. Jeder Spieler erhält drei Willi-Chips, drei Kompasse und drei Stecker. Die Karten werden gemischt, jeder erhält verdeckt fünf Karten, der Rest kommt an den Spielfeldrand.

Ein Spiel wird über mehrere Runden gespielt, jede Runde besteht aus vier Etappen. Die erste Etappe wird immer nur vom Startspieler ausgeführt. Er würfelt einmal, diese Farbe zeigt mit welchem Ballon alle Spieler in dieser Runde fahren. Würfelt der Spieler schwarz, so darf er sich einen Ballon aussuchen.

Die zweite Etappe kann in jeder Runde von allen Spielern im Uhrzeigersinn ausgeführt werden. Jeder Spieler hat die Möglichkeit, eine seiner Handkarten auszutauschen. Dafür zieht er eine Karte und legte danach eine andere von der Hand ab. Der Startspieler darf beginnen und sich zuerst entscheiden. Man muss immer fünf Karten auf der Hand haben.

Die dritte Etappe wird von allen Spielern gleichzeitig ausgeführt. Jeder markiert auf seinem Kompass die drei Himmelsrichtungen in der er den Ballon in dieser Runde  ziehen möchte. Der Ballon darf waagerecht, senkrecht oder diagonal jeweils um ein Feld fahren. Für jede Himmelsrichtung (Süd, West, Nord, Ost, Nordost …) ist auf der Windrosenscheibe ein Loch vorhanden. Um eine Himmelsrichtung zu markieren, wird einfach ein Stecker in das passende Loch gesteckt. Pro Kompass wird nur ein Stecker gesteckt.

Die vierte Etappe wird in jeder Runde von allen Spielern dreimal im Uhrzeigersinn erledigt. Jeder Spieler kann nun den vorgegebenen Ballon um ein Feld in die von ihm markierte Richtung ziehen. Der Starspieler beginnt und wählt einen seiner drei Kompasse. Nun hat er zwei Möglichkeiten: Wenn er sich entscheidet, den vorgegebenen Ballon zu ziehen, legt er den ausgewählten Kompass so vor sich ab, dass seine Mitspieler den Stecker sehen können. Der Ballon wird gezogen. Auf das Feld, welches der Ballon verlässt, darf der Spieler nun einen seiner Willi-Chips legen. Nun wird geschaut auf welchem Feld der Ballon gelandet ist. Wenn der Ballon jedoch auf einem Wunder gelandet ist, schaut jeder Spieler bei seinen Karten nach, ob er es auf der Hand hat. Hat ein Spieler das Wunder, sagt er „Klickklick“ und ließt vor, was Willi über dieses Wunder zu erzählen hat. Der Spieler hat somit sein erstes Foto geschossen. Er darf nun noch eine Karte nachziehen und der nächste ist an der Reihe.

Landet der Ballon auf einem Feld auf dem kein Wunder abgebildet ist, dann kann niemand ein Foto schießen und der Nächste ist an der Reihe. Entscheidet sich der Spieler den vorgegebenen Ballon nicht zu ziehen, deckt er den Kompass dennoch auf. Derjenige Kompass darf in dieser Runde nicht mehr genutzt werden. Der nächste Spieler ist am Zug.

Befindet sich auf einem Feld ein Willi-Chip oder ein anderer Ballon, so muss der Ballon auf das nächste freie Feld fahren. Kann der Ballon in eine bestimmte Himmelsrichtung nicht ziehen, weil er am Spielfeldrand steht, muss der Spieler aussetzen. Er muss dennoch einen Kompass offen hinlegen und darf ihn nicht mehr benutzen. Der Ballon darf auch in eine Himmelsrichtung über den Spielfeldrand fahren und auf der anderen Seite wieder eingesetzt werden. Auf ein Feld mit einem unbesetzten Startpunkt darf jeder Ballon gezogen werden.

Steht ein Ballon in der nächsten Runde zu Beginn der vierten Etappe auf einem Wunder und ein Spieler hat dieses Wunder bei seinen Karten, so ruft er laut „Klickklick“ bevor der erste Spieler mit dem ziehen beginnt. Somit wurde das Wunder bereits erreicht.

Sobald alle Spieler ihre Kompasse aufgedeckt haben, endet die Runde. Der Ballon bleibt auf dem zuletzt gezogenen Feld stehen, von hier aus geht es dann weiter. Jeder  Spieler nimmt sich so viele Willi-Chips vom Spielplan, bis er wieder drei hat. Der Spieler links neben dem Startspieler ist nun an der Reihe. Es wird mit der ersten Etappe weitergespielt.

Wenn das Spiel zu zweit oder zu dritt gespielt wird, endet es, wenn ein Spieler sein fünftes Wunder fotografiert hat. Dieser Spieler hat die wilde Weltreise gewonnen. Spielt man zu viert, ist das Spiel beendet, sobald ein Spieler vier Fotos von seinen Wundern hat. Er hat dann gewonnen.

Zusatzregel: Jeder Spieler erhält zusätzlich ein Windplättchen, das er vor sich ablegt. (Bei zwei Spielern erhält jeder zwei Windplättchen). Jedes Windplättchen kann während des Spiels einmal eingesetzt werden. Zieht ein Spieler den Ballon in eine Himmelsrichtung, die ein anderer nicht möchte, so ruft er „Wind“ und legt eines seiner Windplättchen auf das Feld, auf das der Mitspieler den Ballon ziehen möchte. Durch den aufkommenden Wind wird der Ballon wieder auf das Feld zurückgepustet auf dem er stand.

Willi und die Wunder dieser Welt ist ein sehr interessantes Spiel mit viel lehrreichem Wissen. Die Spielregeln sind gut, deutlich und auch für Kinder verständlich beschrieben. Allerdings an manchen Stellen sehr lang. Der Farbwürfel ist eine hilfreiche Sache, da es sonst schon mal zu Verwirrung kommen könnte. Der Text auf den Karten ist gut und leicht verständlich, so wie man es aus dem Fernsehen von Willi auch kennt. Das Spiel motiviert auch, mehrere Runden zu spielen und ist nicht nur für Kinder interessant.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8 - 8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
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