Yay!

eine Spielerezension von Axel Bungart - 28.07.2013
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Gesellschaftsspiel Yay! - Foto von Axel Bungart
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Ziehen Gegensätze sich an? Lieben sich Äpfel und Birnen? Haben Hund und Katze gemeinsame Interessen? Passen Würfel- und Geschicklichkeitskomponenten unter einen Spieledeckel?

An letzterem versucht sich jedenfalls Heinz Meister mit seinem Yay!, das bei Noris Spiele veröffentlicht ist. „Yay!“ steht dabei wohl für den Ausdruck der Freude, wenn einem gelingt, was man vorhatte.

Wie spielt man Yay!?

Meist hat man bei Yay! vor, mit den drei Würfeln, die man in ein quadratisches, ganz aus Holz gefertigtes Würfelbrett wirft, bestimmte Felder zu treffen. Das heißt, möglichst einer der Würfel soll auf einem bestimmten der 64 Quadrate liegen bleiben, die auf einem genau passenden Papier in dem Würfelbrett ein Raster bilden. Liegt mindestens einer der Würfel neben einer gegnerischen Zahl und ist die Summer der Würfel größer als diese Zahl, darf man die gegnerische Zahl streichen und die eigene in ein angrenzendes Feld schreiben. Ist die Würfelsumme kleiner, darf man noch mal würfeln, muss dann aber ein höheres Ergebnis erzielen als im ersten Wurf, um nicht selber eine Zahl streichen zu müssen. Sobald eine Reihe und eine Spalte des Rasters voll sind, endet die Partie und es gewinnt, wer noch die meisten Zahlen übrig hat.

Geschickt würfeln

Man muss bei Yay! also mit Geschick versuchen, sein Glück herauszufordern. Würfeln alleine reicht nicht, wenn man die Zahlen (= Siegpunkte) des Gegners gleichzeitig reduzieren will. Früher oder später geht es gar nicht mehr anders, denn nach ein paar gewürfelten Runden ist das Raster so voll, dass es nur mehr wenige Felder gibt, die man mit einem Würfelwurf noch besetzen kann.

Die Würfel sind nicht zufällig recht spitzkantig; sie hoppeln deshalb nicht ganz so sehr über das Spielfeld, wie übliche Würfel. Trotzdem ist das Zielen auf bestimmte Felder nicht immer von Erfolg gekrönt. Liegen Zahlen am Rand, kann man sich diesen zu Nutze machen, um die Würfel daran anzulehnen. Aber dafür sind die Randfelder auch nicht so beliebt und werden eher später besetzt. Geschickterweise platziert man seine eigenen Zahlen (für die es beim Notieren keine Einschränkungen gibt) möglichst dicht beieinander, damit sie sich gegenseitig schützen.

Das Spielbrett ist sehr solide und gewinnt noch, wenn man ihm ein paar Filzfüßchen verleiht, die beim Drehen des Bretts nicht so auf der Unterlage kratzen. Sogar vier Buntstifte hat man beigefügt, was nicht alltäglich ist. Der Aufbau der sehr kurzen Spielregel von Yay! ist leicht verwirrend. Sie ist in Bezug auf die Folgen der Würfelergebnisse etwas unglücklich formuliert, was aber nach aufmerksamem Lesen schließlich ein geordnetes Spiel zulässt.

Je nach Spielerzahl endet eine Partie Yay! nach 20 bis 30 Minuten. Auch hier kann man zuweilen durch geschicktes Würfeln versuchen, das Ende zu beschleunigen oder eben herauszuzögern - je nach Spielstand. Und irgendwie hat dieses einfache Spielchen dann Spaß gemacht. Unabhängig davon, ob mit zwei oder mehr Spielern. Und am meisten dann, wenn man viele Zahlen des Gegners streichen und so eine sichergeglaubte Niederlage noch abwenden konnte, was durchaus geht. Wie gesagt: Beim Zielen mit den Würfeln stößt man an seine Grenzen. Aber ab und an gelingt der Plan und das ist der Augenblick, um Yay! zu rufen!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
25
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
Fotos
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Gesellschaftsspiel Yay! Aufbau - Foto von Axel Bungart
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