Zahltag

eine Spielerezension von Rainer Fieseler - 31.12.2006
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Um eins zu Anfang klar zu sagen: Zahltag ist ein Fun-Game. Einflussmöglichkeiten sind so gut wie keine gegeben. Man würfelt sich mit seiner Spielfigur über die Kalenderfelder eines Monats, hofft auf solche zu kommen, auf den es Geld gibt, und die zu umgehen, auf den man welches verliert.

Zu ziemlich den einzigen Einfluss hat man auf Handelsfeldern. Da kann man mehr oder weniger sinnvolle Dinge (Drachenflinte, Schrumpfkopfsammlung) erwerben. Wenn man im Verlauf des Monats ein Verkaufsfeld erreicht, gibt man sie wieder ab und erhält den doppelten Kaufpreis. Man muss sie aber nicht kaufen, denn kommt man aber auf kein Verkaufsfeld, verfallen sie am Monatsende.

Zentraler Punkt des Spiels sind die Postfelder auf denen es Briefe gibt, die – sehr realistisch – hauptsächlich aus Rechnungen bestehen (etwa für die neue Wohnzimmereinrichtung nach der Schlechtwetter-Grillpartie). Aber hin und wieder gibt's auch Erfreuliches wie die Gage für die Rolle im Film „Milchmädchen-Report“.

Am Monatsende muss man dann immer für alle Rechnungen berappen, es gibt Zinsen für Sparbucheinlagen (Traumhaft: 10 Prozent) und es geht in den nächsten Monat. Man spielt eine zuvor vereinbarte Anzahl Monate (drei sind ratsam), und wer dann das meiste Geld hat, gewinnt.

Das Spiel lebt von den netten Einfällen in der Post und der gelungenen Grafik. Das hat natürlich zur Folge, das nach etwa einem Spiel über drei Monate alle Witze bekannt sind, und der Spielreiz deutlich nachlässt. Dann stellte man Zahltag in den Schrank und holt es wieder hervor wenn nach zehn Jahren die Gags vergessen sind oder man Leute trifft, die das Spiel noch nicht kennen.

 

Hinweis:
Das Spiel wurde später unter den Titeln Zaster und Ohne Moos nix los veröffentlicht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Jahrgang: 
1977
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