Zaster

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.10.2005
  Spiel kaufen kommentieren
Zaster von Hasbro
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wer sich jetzt vielleicht freut, dass das beliebte Zaster (1978 bei Parker erschienen), bei dem eine komplette Spielrunde innerhalb weniger Minuten zu Marktschreiern mutierte, wieder aufgelegt wird, wird schnell feststellen, dass es außer dem Namen leider keine Gemeinsamkeiten gibt. Bei einem Spiel dieses Namens besteht das Ziel nahe liegend darin, am Ende das meiste Geld zu besitzen.

Der Spielplan ist gepflastert mit bunten Feldern und wirkt auf den ersten Blick sehr unübersichtlich. Bei näherem Hinsehen entdeckt man dann, dass alle Felder in der linken oberen Ecke von einen kleinen Abreißkalender geziert werden und die Felder auf diese Weise von 1 – 31 durchnummeriert sind. Die Spieler würfeln sich nun über diesen Parcours und führen dann je nachdem auf welchem Feld sie landen verschiedene Anweisungen aus. Auf jedem 7. Feld (Sonntag) gibt es eine kleine Verschnaufpause. Ansonsten sind Ereignisfelder vorhanden.

Wer auf dem Feld "Post" landet, zieht eine Postkarte, die in den meisten Fällen mit Zahlungen verbunden ist. Manchmal hat man auch Glück und es gibt nur einen Werbungstext vorzulesen, an dem man seinen Spaß haben kann oder auch nicht.

Auf dem Feld "Kaufen" darf man eine Kaufenkarte ziehen. Wenn man den auf der Karte angegebenen Betrag an die Bank zahlt, darf man kaufen, ansonsten legt man die Karte einfach wieder ab.

Auf dem Feld "Verkaufen" kann man seine Einkäufe gewinnbringend wieder loswerden, allerdings immer nur einen einzigen pro Feld.

Auf dem Feld "Was ist los?" gilt es, eine Ereigniskarte zu ziehen und ihre Anweisungen auszuführen. Bei den 25 Ereigniskarten kann man 14 Mal Zaster kassieren und neun Mal muss man Zahlungen leisten.

Mit 100 Euro kann man sich auf dem Feld "Lotterie" an einer Würfellotterie beteiligen (der Fall dass nur ein Spieler an der Lotterie teilnehmen will, wird in der Spielregel nicht behandelt). Jeder nennt eine Zahl zwischen Eins und Sechs. Wessen Zahl zuerst gewürfelt wird, der erhält die 1000 von der Bank ausgesetzten Euro plus die Einsätze seiner Mitspieler.

Auf dem Feld "Alles Gute zum Geburtstag" gibt es von jedem Mitspieler ein Geburtstagsgeschenk über 150 Euro.

Wer auf "Wahlkasse" landet, muss 150 Euro in die Wahlkampfkasse zahlen.

Sobald ein Spieler auf "Zeitumstellung" kommt, muss jeder Spieler ein Feld zurück und die entsprechende Aktion dieses Feldes ausführen.

Das Spiel läuft über mehrere vorher zu vereinbarende Runden oder Monate und ähnlich wie bei Monopoly gibt es am Ende jeder Runde monatliches Gehalt, Zinsen Rechnungsbegleichung zu erledigen. Ebenso gibt es Zaster, den die Spieler in die Spielfeldmitte zahlen müssen und den ein Spieler bei würfeln einer Sechs während eines normalen Zuges kassieren darf.

Das Spiel gab es 1977 schon einmal als Zahltag. In der nächsten Version hieß es Ohne Moos nix los und kam dann 1998 wieder als Payday auf den Markt. 2002 wurde dann Zaster daraus. Leider hat sich außer dem Namen im Laufe dieser Jahre nicht viel geändert.

Das Spiel ist sehr einfach gestrickt, absolut glücksabhängig und bringt spielerisch gesehen wirklich nichts neues. Das Hantieren mit dem Geld macht Kindern durchaus Spaß, aber in dieser Kategorie gibt es interessantere Spiele. So ließ denn auch nach drei oder vier Runden die Spielbegeisterung sichtlich nach.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Jahrgang: 
2003
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel