Zoowaboo

Auf die Plätze, fertig, Floß

eine Spielerezension von Riemi - 21.06.2009
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Zoowaboo von Selecta Spielzeug
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Mit dem Zitat „Wir sind schon sieben“, aus dem Film "Sieben Zwerge" lässt sich die Welt erklären. Auch Zoowaboo. Geht es doch darum, zu klären, wie viele Tiere auf einen Floß passen. Die Spieler fungieren als eine Art Schiedsrichter. Mit Ja- und Nein-Chips in der Hand, geben sie ihr Urteil darüber ab, ob noch ein Tier auf das Floß passt, oder nicht.

Beim Ausstanzen der sechs Flöße merkt man, die Aufnahmekapazität ist bei den sechs Wasserfahrzeugen unterschiedlich. Die dreißig Tiere werden als Haufen auf den Tisch gelegt. Da gibt es große (zum Beispiel Elefanten) und kleine (zum Beispiel Hasen) Tiere aus Holz zu bestaunen. Die Tierkarten in gleicher Anzahl werden gemischt. Davon müssen nun zehn Karten, mit Holztieren oben drauf, um das erste Floß ausgelegt werden. Die Spieler entscheiden mit den Scheiben nun geheim, ob das Floß genug Platz für alle Tiere bietet. Steht nach dem Umdrehen der Chips fest, das alle Spieler der Meinung sind, da geht noch was, wird eine weitere Tierkarte mit Holzgetier dazugelegt. Das geht so lange, bis einer oder mehrere Spieler unsicher werden und dies mit einem aufgedeckten Nein-Chip kund tun. Jetzt kommt die Sanduhr ins Spiel, den nun müssen die Ja-Sager gemeinsam den Beweis antreten, dass alle Tiere entspannt auf dem Floß Platz finden werden – liegend natürlich. Wenn es passt, ist das Rieseln des Sandes kein Problem. Nur wenn diese blöden Hasenohren wieder im Weg sind und partout nicht in den Floßrahmen reinwollen, wird es hektisch, weil sich bis zum letzten Sandkrümel gegen die nun offensichtliche Tatsache, dass es nicht passt, aufgelehnt wird. Die Spieler mit den besseren Augen bekommen danach Punkte. Die Menge der Punkte richtet sich danach, in welcher Runde der oder die Spieler ein gutes Augenmaß hatten. Gibt es beim ersten Floß einen kümmerlichen Punkt, sind es in der letzten Runde gleich sechs. Wer nach dem sechsten Floß die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Zoowaboo ist, wenn es mit der maximalen Spieleranzahl von vier Teilnehmern gespielt wird, aus dem Schrank mit den Kinderspielen nicht mehr wegzudenken. Da kommt richtig Stimmung auf und die Spielzeit vergeht wie im Flug. Mit zwei Spielern funktioniert es zwar auch, es fehlt aber dann ein großer Teil der Wettkampfspannung. Die Holztiere sind wunderschön. Sie verleiten dazu, mit ihnen über den Tisch zu laufen und das Ganze mit Tiergeräuschen zu untermalen. Darüber hinaus bieten die Tiere Gesprächsstoff über den letzten Zoobesuch. Auch spielerische Härtefälle haben an Zoowaboo ihren Spaß.

Was aber nicht gefallen hat, ist die Punktereglung. Es will keinem der jungen Spieler einleuchten, wieso es eine unterschiedliche Punktewertung gibt. Um es zu verdeutlichen: Wenn man in den ersten drei Runden richtig liegt, bekommt man insgesamt sechs Punkte. Dagegen bringen die letzten drei Flöße zusammen satte fünfzehn Punkte und die ersten drei Runden können dabei ruhig verschlafen werden, weil man dann immer noch haushoch gewinnt. Verschieden Testspielgruppen haben dann unabhängig voneinander als Hausregel eingeführt, dass immer nur ein Punkt gutgeschrieben wurde. Darüber hinaus hat es den Kindern und Erwachsenen sehr gut gefallen. Wenn die Spieler sich eingespielt haben, bietet sich auch folgende Profi-Variante an: Zusätzlich zu dem einen Punkt (der Hausregel), bekommen die Spieler, die richtig lagen, pro extra aufgedeckte Tierkarte je einen Punkt dazu. Zoowaboo gehört (trotz der Punktereglung) eindeutig zu den Highlights des Kinderspieljahrgangs 2008/2009.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
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