Arboro: Ausschnitt des Titels, Foto von sappi

Nachhaltigkeit ist im Jahr 2025 in aller Munde und die nachwachsenden Rohstoffe spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Verwendung von Papier aus Holzfasern hat eine lange Tradition.  Seit fast zweihundert Jahren wird auf diesen Werkstoff gesetzt und seit fast hundert Jahren ist sappi Teil der Industrie. Nachdem sich das Unternehmen bereits in allen erdenklichen Bereichen der Papier- und Textilherstellung betätigt hat, zählt nun auch das eigene Brettspiel Arboro zum Portfolio. Das Spiel soll neben der Unterhaltung auch der Aufklärung und Bildung der Spielenden über die Themen Papierproduktion, Recycling und Nachhaltigkeit dienen. Gelingt ihnen der Schritt in die Spielebranche?

Pflanzen – Produzieren – Recyclen

Arboro soll den gesamten Lebenszyklus von holzbasiertem Papier abbilden. Vom Reinigen des Wassers über das Pflanzen und Verarbeiten der Bäume bis hin zum Recycling bereits produzierten Papiers.

Diese Bereiche sind auf dem zentralen Spielbrett dargestellt. An ihnen kann das zentrale Spielelement angelegt werden – die Aktionskarten. Über diese werden die verschiedenen Aktionen koordiniert. Ein Spieler kann während seiner Runde diese ziehen, verwenden oder investieren. Über sie werden auch die vier Ressourcen Wasser, Energie, Münzen und Produktion verwaltet.

Es gilt Runde für Runde die Prozessschritte des Papiers zu planen, mit den eigenen Ressourcen und denen der weiteren Mitspieler durchzuführen und dann das Produkt an die Kunden zu verteilen. Wer es schafft, diese Aufgaben am besten zu koordinieren und am meisten Münzen zu verdienen, der gewinnt die Runde Arboro.

Arboro: ein spannender Kreislauf

Da wir hier ein Spiel eines Papierherstellers haben, ist die Materialqualität besonders interessant. Und hier kann sappi mit Arboro direkt punkten, sowohl das Spielmaterial als auch schon deren Verpackung sind absolut hochwertig! Dabei ist zu erwähnen, dass es sich um eine Menge Material handelt. Es ist also viel Platz zum Spielen erforderlich.

Das Spielprinzip rund um den Kreislauf der Papierherstellung geht wunderbar auf. Zu jedem Zeitpunkt muss der Fokus hin und her geschaltet werden – es kann keinen Spezialisten geben. Es ist den Entwicklern dabei sehr gut gelungen, die einzelnen Aktionen zu balancieren. Am Ende zählt das verdiente Geld und dieses kann bei allen Teilhandlungen erwirtschaftet werden. Da greift auch der reizende Faktor, dass die meisten Herstellungsressourcen von allen Spielenden genutzt werden können. Auch wenn sich manchmal das Gefühl breit macht, dass nur einer verkauft und der Rest produziert, so machen doch alle einen Gewinn entsprechend ihrer gezielt gewählten Handlungen.

Nicht zu zweit

Auch wenn Arboro für 2-5 Spieler ausgelegt ist, funktioniert der Kreislauf erst richtig ab drei Spielenden.  Zu zweit entwickelt sich kein richtiger Fluss, da viele Aktionen für Mitspielende eher als Pause zu werten sind und der aktuellen Produktion nicht weiterhelfen. Dazu kommt der Nachteil des großen Aufbaus und der komplexen Regeln. Das Spiel eignet sich nicht für zwischendurch!Arboro: Material, Foto von sappi

Ich habe großen Spaß mit Arboro! Die thematische Anknüpfung ist zeitgemäß, ein Spiel eines Produktionsunternehmens ist erfrischend, das Spielprinzip funktioniert einwandfrei und man hat ein angenehmes Balancing. Für jeden, der ein komplexes, aber nicht zu langes Spielerlebnis mag, kann ich das Spiel sehr empfehlen.

Eine Kritik bleibt: Es findet sich keine Autorenangabe auf der Schachtel! Auf der Rückseite wird lediglich auf den Kooperationspartner Game Brewer verwiesen. Immerhin ist der Illustrator genannt: Jules Dubost.

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