Blitzwisser: Ausschnitt, Bild von Game Factory

Wortspiele: Kennt ihr noch Category oder Tags? Vom Spielprinzip waren es für mich die gleichen Spiele. Nun gesellt sich mit Blitzwisser von Arno Steinwender (Game Factory) noch ein drittes Exemplart dazu.

Worum geht es bei Blitzwisser?

Was sofort auffällt: Es sind keine Sanduhren mehr, die uns das Zeitlimit vorgeben. Nein heute ist es ein Buzzer, der natürlich als Timer fungiert. Aber dafür brauchen wir dann auch Batterien, die natürlich im Spielkarton nicht vorhanden sind. Also, solltet ihr Blitzwisser verschenken, bitte gleich die zwei erforderlichen AAA-Batterien dazu packen.

Aber worum geht es bei Blitzwisser? Natürlich um Wissen und das soll ziemlich schnell aus dem Gehirn hervorgeholt werden. Um genauer zu sein, haben wir dazu zehn Sekunden, bevor der blechernde Buzzer unseren Zug mit einen „tröööt“ beendet.

Der Spielablauf

Der Spielplan wird mit dem Buzzer in der Mitte für alle gut erreichbar auf dem Tisch plaziert und in die acht freien Felder des Spiels werden zufällig Kategorienkarten ausgelegt, auf deren Rückseiten Buchstaben aufgedruckt sind. Sofern mehrere Personen mitspielen, bekommt jeder zwölf Karten, bei zwei Spielern jeder 20 Karten, die genauso mit der Kategorienseite nach oben vor sich abzulegen sind.

Es gibt zwei Spielphasen, wobei die erste „Rundherum“ heißt und die zweite „Showdown“. Ziel ist es dabei natürlich, seine Karten loszuwerden.

Die Phase „Rundherum“ bei Blitzwisser

Blitzwisser: Rundherumphase, Bild von Jörn Frenzel

Beim „Rundherum“ zählt man von drei runter und jeder dreht seine oberste Karte um. Nun schlägt der Buzzerspieler auf den Buzzer und der 10-Sekunden-Timer läuft blechernd herunter. In dieser Zeit muss der linke Nachbarspieler des Buzzerdrückers einen Begriff aus den ausliegenden Kategorien nennen. Das natürlich mit dem Buchstaben den man soeben aufgedeckt hat. Gelingt das, schlägt man auf den Buzzer, dieser beginnt wieder bei 10 Sekunden und der linke Nachbar ist dran, für seinen Buchstaben eine Kategorie zu finden. Die Buchstabenkarte legt man mit dem Buchstaben nach oben auf die Kategorie.

Gelingt einem das unter dem Zeitdruck nicht, kommt die Karte unter unter seinen Stapel und man nimmt sich den nächsten Buchstaben vor. Denn der Buzzer läuft ja weiter und kommt wieder zu mir. Wird die vorletzte Kategorienkarte abgedeckt, ist die die „Rundherumphase“ vorbei und die „Showdownpahse“ startet.

Die Phase „Showdown“ bei Blitzwisser

Hierzu sind alle gleichzeitig an der Reihe, denn es gilt, aus den sieben ausliegenden Buchstaben ein Wort mit der verbliebenen Kategorie zu finden. Der Buzzer wird gestartet und man nennt eine Zahl, wie viele ausliegende Buchstaben man in das Wort der übriggebliebenen Kategorie einbringen kann. Dazu schlägt man auf den Buzzer, dieser beginnt von neuem seine zehn Sekunden ablaufen zu lassen und der Rest versucht, ein Wort mit mehr anzuwendenen Buchstaben in der Kategorie zu finden. Findet man das, schlägt man auf den Buzzer und es geht weiter.

Stimmt das zu nennende Wort, darf man eine seiner Karten auf das Kategoriewort ablegen. Stimmt es nicht, muss man vom Nachziehstapel zwei Karten unter seinen Stapel legen. Danach legt man die Buchstaben auf dem Spielfeld um und hat so seine neuen Kategorien. Sobald dann einer alle seine Karten los ist, wird er zum Gewinner erklärt und darf sich „Blitzwisser“ nennen.

Blitzwisser: Showdownphase, Bild von Jörn Frenzel

Macht das Wortspiel Blitzwisser Spaß?

Das Spielprinzip von Blitzwisser ist nicht neu und war in irgendeiner Form auch schon mal da. Hier wurde es nochmals, im Gegensatz zu Tags, auf seine Kernelemente reduziert.

Ist das nun gut? Ich mag diese Spielprinzips, muss aber sagen, dass es bei weitem nicht an meinen Favoriten in dieser Klasse herankommt. Das ist nach all der langen Zeit immer noch Tick Tack Bumm! Auch wenn die Idee mit dem Buzzer ganz nett ist, und ehrlich, ich erinnere mich nicht wirklich, wo wir schon alles Buzzer vorfanden, aber viel rausgerissen hat der jetzt nicht. Das Material, besonders der Spielplan wirkt sogar billig, und die Idee ist im Prinzip uralt.

Es gibt bessere Spiele mit Timer

Wer noch kein Spiel in diesem Bereich besitzt, der kann sich gerne Blitzwisser zulegen. Aber der Effekt „wann explodiert die Bombe“ bei Tick Tack Bumm oder die Gehirnbremsung, die entsteht, wenn die zehn Sekunden bei Tags um sind, sind deutlich spannender als Blitzwisser.

Den Spaß kann man Blitzwisser nicht absprechen. Es bleibt nur die Frage: Ist das jetzt irgendwie witziger, schneller oder aussagekräftiger in seinen Elementen? Dazu ein klares Nein. Ich möchte das Spiel aber nicht schlecht dastehen lassen. Das ist es nicht. Aber es fühlt sich wie ein aufgewärmter Auflauf an. Es schmeckt noch immer, aber etwas mehr Würze hätte dem Ganzen wohlgetan.

Kein Spiel für längere Zeit

Blitzwisser: Schachtel, Bild von Game FactoryWir alle kennen Stadt, Land, Fluss aus den Kindertagen und das gibt es auch heute in unzähligen Varianten. In seiner Grundform ist das auch Blitzwisser.

Wie lange der Buzzer das durchhält, wäre für mich noch interessant, aber so oft werde ich es dann nicht spielen. Dann doch lieber Tick Tack Bumm, da hält die Bombe schon 30 Jahre. Das kann mit bei diesem Spiel nicht passieren, denn das werde ich nicht so lange im Regal haben. Die Halbwertzeit ist dann für Blitzwisser längst abgelaufen.

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