Brick Like This: Ausschnitt des Titelbilds, Bild von Lego/Dotted Games/Asmodee
Reich der Spiele RezensionBrick Like This

Brick Like This

von Riemi
3 Minuten Lesedauer
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Brick Like This (Dotted Games/Asmodee) Ist ein Partyspiel. Das heißt: Getränke, Snacks und gute Laune! Wild sein, albern. Spaß! Was gab es da schon für verrückte Spiele. Nicht jeder mag so was. Das ist aber ein anderes Thema!

Worum geht es bei Brick Like This?

Mit einer Spieldauer von 15 Minuten verspricht der Autor Luca Bellini zu dem Kurzweil. Das Spielmaterial sind Karten, Sanduhr und 48 Klemmbausteine einer bekannten Marke aus der Kleinstadt Billund in Dänemark. Jetzt bitte alles was irgendwie vom Spiel ablenken könnte, zur Seite räumen. Partyhütchen? Dürfen aufgelassen werden. Der Rest muss Platz machen. Optimal ist eine gerade Anzahl an Gästen. Singels dürfen sich aber an ein Team, was sonst aus zwei Personen bestehen würde, anhängen. Dann gelten aber andere Regeln. Spielen Kinder mit? Geht. Aber hier sollten die Teams, laut Regel, immer aus groß und klein bestehen. Wegen der Chancengleichheit. Bitte das bei der Partyplanung berücksichtigen.

Brick Like This: Material und Karten, Bild von Riemi
Brick Like This: Material und Karten, Bild von Riemi

Die Spielanleitung von Brick Like This lässt keine Fragen offen und hat mir von der Aufmachung sehr gefallen. Sie sollte kein Problem darstellen. Wenn doch. Es gibt in der Regel ein verlinktes Tutorial (QR-Code) mit dem berühmten YouTuber Rodney Smith, der für diese Regelerklärung bezahlt wurde, in englischer Sprache. Hier wurde anscheinend nichts dem Zufall überlassen. Er macht es aber auch wirklich sehr gut. Braucht man aber nicht. Jetzt aber los.

Die Spielregeln von Brick Like This in der Übersicht

In die Mitte kommt der bunte Haufen Klemmbausteine. Bestehend aus verschiedenen Formen. Die zwei Personen-Teams sitzen um dem Durcheinander auf dem Tisch herum. Das Auswählen der Teams und, wer wie wem gegenübersitzt, ist eigentlich schon ein Spiel für sich. Es geht noch weiter.

Jetzt wird aus vier verschiedenen und verdeckten Bauwerkkartenstapeln eine Schwierigkeitsstufe gewählt. Von relativ simpel bis relativ verwirrend. Der Unterschied? Bei den einfachen Bauwerkskarten (Wert 5 und 6) sind die einzelnen Steine noch gut erkennbar. Jedes Team ist aber frei in seiner Entscheidung, welche Schwierigkeitsstufe es bauen möchte. Wobei ein Teammitglied später die Karte erklärt und sein Gegenüber bauen lässt.

Erklären und bauen im Team

Brick Like This: Aufgabenkarte und Bausteine, Bild von Lego/Dotted Games/Asmodee
Brick Like This: Aufgabenkarte und Bausteine, Bild von Lego/Dotted Games/Asmodee

Das ist das Partyelement von Brick Like This! Versteht mein Gegenüber mich, wenn ich sage: „Kleines Käsestück links unten“? Oder: „Zweier Stein (Brick), rechts auf den dreier Stein, einen überhängend“? Da ist wenig Raum für Ausgelassenheit. Eher für Spannung. Da alle Teams gleichzeitig spielen. Mehrere Leute erklären, während die andere Seite sich um die Steine „kloppt“. Die Farben spielen erstmal keine Rolle.

Wenn ein Team meint fertig zu sein. Ruft es auch: „Fertig!“. Das hat erst mal nichts zu sagen. Denn jetzt wird die Sanduhr umgedreht. Die anderen Teams haben jetzt noch 30 Sekunden Zeit, um selber ihr Bauwerk fertig zu stellen. Erst dann erfolgt der Vergleich Bauwerk vs. Baukarte. Passt beides zusammen, bekommen die Teams Punkte entsprechen des Schwierigkeitsgerades ihrer Bauwerkkarte (6 bis 8 Punkte). Passt es nicht, gibt es nichts. Nach sechs Runden wird abgerechnet. Das Team mit den meisten Punkten, gewinnt.

Es geht auch anders

Party vorbei? Nicht ganz. Wer es spannender oder komplizierter mag, kann die Challengekarten mit hinzu nehmen. Hier gibt es für jede Runde ein anderes Handicap dazu. Zum Beispiel: Bauen, ohne die Daumen zu benutzen. Das ist wirklich abgefahren. Wenn verrücktes Partyfeeling, dann mit den Challengekarten!

Macht Brick Like this Spaß?

Brick Like This von Luca Bellini ist ausgereift und lässt keine Fragen offen. Ob die Party ans Laufen kommt, hängt immer von der Gruppenzusammensetzung ab. Bei gleichstarken Teams knistert die Luft. Wenn es nicht passt, fühlt es sich hingegen wie eine Party an, die man früh verlassen möchte. Noch deutlicher: Brick Like This! lässt die einen ratlos zurück, während die anderen auf der Tanzfläche steil gehen. Ich gehöre bei diesen Spiel eher zu denen, die am Rand stehen und leicht mit dem Kopf nicken.

Brick Like This ist eine Neuauflage von Brick Party – mit einem Makel

Brick Like This: Schachtel, Bild von Lego/Dotted Games/Asmodee

Apropos Party. Wem das alles hier bekannt vorkommt, hat bestimmt das Spiel Brick Party aus dem Jahr 2015 schon gespielt. Die Firma der Klemmbausteine von damals – Namenlos. Aber, gleicher Autor, fast gleiches Spiel. Im Gegensatz zur Neuauflage wurde Luca Bellini damals als Autor vorne auf der Spielschachtel benannt. Das der aktuelle Verlag das bei der Neuauflage nicht gemacht hat, ist ein Unding. Die Namen von Autorinnen und Autoren gehören auf die Vorderseite und haben versteckt auf der Schachtelrückseite oder an der Seite nichts verloren!

Fun Fact am Rande: Brick Like This ist in der Kategorie Familie Spiel des Jahres 2025 in Dänemark.

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3 Kommentare

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KK 26. Februar 2026 - 02:04

Wenn L€GO die Finger im Spiel hat, ist Fairness – wie hier die Nennung des Autorennamens an der üblichen Stelle – reines Wunschdenken 😉

Ist übrigens etwas darüber bekannt, ob sich L€GO die Rechte an dem Spiel vielleicht sogar auf dem Klageweg erstritten hat? Fleissige Anwälte haben die ja…

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Riemi
Riemi 28. Februar 2026 - 06:25

Ich hatte den Namen der Klemmbausteinfirma extra nicht erwähnt, da er für das Spiel, meiner Meinung nach, nicht nicht relevant ist. Ich hege aber keinen Groll gegen diese Firma. Die machen auch nur ihren Job und sind die Platzhirsche. Der Name zieht und die Marke ist nach wie vor stark. Allerdings ist Brick like this kein Spiel einer Marke, sondern (ja, ich wiederhole mich) von dem Autor Luca Bellini.

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KK 3. März 2026 - 00:27

„Allerdings ist Brick like this kein Spiel einer Marke,…“

Der Eindruck wird aber erweckt, wenn ich mir das Foto der Spieleschachtel anschaue. Es wirkt auch nicht wie eine Kooperation zweier Hersteller/Verlage, sondern wie ein Produkt eben jenes Platzhirsches – und eben ohne (prominente) Nennung des Autoren, wie eigentlich branchenüblich. Das kommt eben wie eine „kulturelle Aneignung“ bei mir an.

Nicht missverstehen, ich habe die Produkte dieses Herstellers als Kind geliebt – aber heute sollte er m.E. besser mit guten Produkten zu annehmbaren Preisen überzeugen, statt Mitbewerbern und Kunden immer wieder juristische Klemmbausteine in den Weg zu legen. Die Sympathien hat er daher bei mir im wahrsten Wortsinne „verspielt“.

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