City Flip: Roma -Schriftzug des Gesellschaftsspiels, Bild von HUCH
Reich der Spiele RezensionCity Flip: Roma

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom und viele Wege führen im Spiel City Flip: Roma von Walter Obert aus dem Verlag Huch! zu zehn Sehenswürdigkeiten Roms.

Spielverlauf von City Flip: Roma

Ihr habt als Stadtplaner-Team dafür zu sorgen, diese Aufgabe zu lösen. Vor Euch liegt ein Raster von 7 x 7 verdeckt ausliegenden Karten. Da 50 Karten vorhanden sind, tauscht der Startspieler die übriggebliebene Karte mit einer verdeckten Karte aus der Auslage und legt sie offen an die entsprechende Stelle. Der nächste Spieler nimmt die getauschte Karte und tauscht diese wieder mit einer beliebigen Karte usw. Auf jeder Karte ist ein Pfeil abgebildet, der auf ein bestimmtes Bauwerk hinweist. Am Ende des Spiels müssen die 4 entsprechenden Richtungskarten jeweils auf das Gebäude hinweisen und die Straßen dementsprechend miteinander verbunden sein, damit man ungehindert zu der Sehenswürdigkeit gelangen kann.

Damit man bei City Flip: Roma nicht vollständig im Dunkeln tappt, sind auf den Rückseiten der Karten die Sehenswürdigkeiten bereits abgedruckt. Man weiß also schon, dass es sich um ein bestimmtes Bauwerk oder die 4 Richtungskarten dazu handelt.

Pfeile und Stadtbaukarten

City Flip: Roma -Spielszene, Bild von HUCH

Zusätzlich gibt es zur Erschwernis noch Stadtbaukarten, die sich auf Reihen bzw. Spalten beziehen und Aufgaben enthalten wie z. B. „Keine Sehenswürdigkeit in dieser Reihe/Spalte“ oder „San Pietro soll in der Reihe/Spalte liegen“. Bei Erfüllung dieser Aufgabe erhält man einen zusätzlichen Punkt.

Am Ende hat man bei City Flip: Roma einen Stadtplan erstellt, bei dem jeweils 4 Pfeile auf direktem Weg auf das entsprechende Gebäude zeigen. Sämtliche Wege sollten zum Schluss noch einmal überprüft werden.

Es sei noch erwähnt, dass zwei grüne Karten den Spielern ermöglichen, einen Fehler zu korrigieren, indem man eine von ihnen ausspielt. Außerdem sorgen 6 verschiedene Level für abwechslungsreiche Runden.

Hinweis

Achtet zur besseren Orientierung auf den Kompass, der auf jeder Karte oben rechts abgebildet ist. Immer wieder ist es uns bei Probespielen passiert, dass wir im Nachhinein feststellen mussten, dass eine oder sogar mehrere Karten verkehrt herum gelegt worden sind.

City Flip: Roma und der Spielspaß

City Flip: Roma ist schwieriger, als es auf den ersten Blick erscheint. Wichtig ist, dass die Spieler gemeinsam eine Strategie entwickeln, viel kommunizieren und dabei einander unterstützen.

Leider unterscheiden sich die Vorder- und Rückseiten der Romkarten nicht auffällig genug. So lässt sich oft nur schwer feststellen, welche Karte bereits umgedreht worden ist. Auch die Abbildungen auf den 10 Sehenswürdigkeiten-Plättchen sind viel zu klein und nur ganz schlecht zu erkennen. Grelle, auffallende Farben wären hier von großem Vorteil gewesen!

Nicht eindeutig wird in den Regeln folgendes Problem gelöst: Ist der Pfeil nur richtungsweisend (z. B. bei einer Sackgasse) oder muss er über einen direkten Weg zur Sehenswürdigkeit führen?

Bei diesem Spiel scheint mir der Kooperationsgedanke etwas problematisch, wenn vier Spieler dabei sind. Hier ist es ähnlich wie bei einer Gruppenarbeit in der Schule: Meist dominiert einer, ist tonangebend und trifft Entscheidungen, die die anderen dann mittragen müssen.

Angemessen wäre die Spielerzahl zwischen 1 und 3.

City Flip: Roma -Schachtel, Bild von HUCH

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Inzwischen ist es leider schon zu einer lästigen Gewohnheit geworden, den Startspieler anhand eines besonderen Ereignisses zu ermitteln. Beim vorliegenden Spiel heißt es: „Wer zuletzt in Rom war…“ Dies ist recht ermüdend.  Oder darf in einem Krimirätsel der beginnen, der zuletzt einen umgebracht hat? Mit der Zeit ist das nicht mehr lustig …

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