Codenames: Zurück nach Hogwarts, Ausschnitt der Titelillustration, Foto von CGE
Reich der Spiele RezensionCodenames: Zurück nach Hogwarts

Codenames: Zurück nach Hogwarts von Vlaada Chvátil aus dem Verlag CGE erscheint in der deutschen Ausgabe bei HeidelBÄR Games und richtet sich klar an Fans der Welt von Hogwarts, da bereits die Box diesen Fokus vermittelt.

Die Ausstattung von Codenames: Zurück nach Hogwarts

Das Design wirkt liebevoll, ansprechend und thematisch stimmig, wodurch der hochwertige Eindruck sofort überzeugt. Nach dem Öffnen setzt sich dieser Eindruck fort, denn ein durchdachtes Inlay mit passenden Fächern sorgt für Ordnung, während ein Einräumdiagramm in der Anleitung genau zeigt, wo welches Material hingehört. Karten und Marker bestehen aus dickem Karton, sodass sie sehr wertig wirken. Besonders gelungen ist der stabile Aufsteller für den Lageplan der Hinweisgeber, der mit Ornamenten gestaltet ist und dadurch hervorragend zur Hogwarts-Atmosphäre passt. Zusätzlich liegt ein Aufsteller für den Hauspokal bei, der vor allem dann relevant wird, wenn mehrere Partien gespielt werden.

Codenames: Zurück nach Hogwarts – bekannte Regeln, magisches Gewand

Spielerisch bleibt alles beim Bewährten. Wer das originale Codenames kennt, findet sofort hinein. Die Grundmechanik ist identisch: Begriffe liegen aus, die Hinweisgeber geben ihrem Team Hinweise wie „Pflanzen 2“, und die Ratenden versuchen, die passenden Karten zu finden.

Neu ist vor allem die thematische Ausgestaltung.

Die Karten besitzen jeweils eine Text- und eine Bildseite. Während die Textseite stark auf Begriffe aus der Harry-Potter-Welt setzt, bietet die Bildseite deutlich mehr Anknüpfungspunkte. Figuren, Gegenstände, Lichtstimmungen und Details erleichtern das Kombinieren – besonders für Spielerinnen und Spieler, die nicht tief in der Materie stecken. Sobald Nicht-Fans mitspielen, empfiehlt sich klar die Bildseite.

Haus gegen Haus – neue Regeln mit Themenbezug

Eine der großen Neuerungen ist der Haus-gegen-Haus-Modus. Die vier Häuser bringen jeweils eigene Sonderregeln mit, die das Spiel spürbar verändern. Für jedes Haus existieren zwei Regelvarianten: Eine für das startende Team und eine für das zweite Team, um den Startvorteil auszugleichen. Diese Hausregeln liegen übersichtlich in einem separaten A5-Kompendium bereit und lassen sich jederzeit gut nachschlagen. Teilweise kommt zusätzliches Material ins Spiel, das auf das bekannte Codenames-Set aufgesetzt wird. Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Dynamiken, je nachdem, welche Häuser aufeinandertreffen.

Der Weg zum Hauspokal bei Codenames: Zurück nach Hogwarts

Noch stärker am Harry-Potter-Vorbild orientiert sich der Hauspokal. Über mehrere Spielabende hinweg können Gruppen Punkte für ihr Haus sammeln. Der beiliegende Aufsteller lässt sich öffnen, die Sanduhren befüllen und mit dem Wappen des führenden Hauses versehen. So entsteht ein sichtbarer Fortschritt, der dazu motiviert, das Spiel immer wieder auf den Tisch zu bringen. Diese langfristige Komponente verleiht Codenames: Zurück nach Hogwarts eine zusätzliche Ebene, die über eine einzelne Partie hinausgeht.

Codenames: Zurück nach Hogwarts – Zauberhaft für Fans

Codenames: Zurück nach Hogwarts, Schachtel, Foto von CGE

Codenames: Zurück nach Hogwarts funktioniert hervorragend für Fans der Vorlage, da viele Begriffe direkt aus der Welt von Harry Potter stammen. Für gemischte Gruppen bieten die Bildseiten jedoch einen guten Ausgleich. Der Hauspokal sorgt zusätzlich für Langzeitmotivation und macht Lust auf mehrere Spielabende. Wer das Grundspiel mag, bekommt hier eine thematisch starke Variante des Deduktionsspiels mit cleveren Zusatzideen, die vor allem im Kreis von Hogwarts-Fans ihren vollen Zauber entfaltet.

Schreibe einen Kommentar!

Mehr Spiele-Themen entdecken

Focus Mode