Das Spiel Crime Places: Bar der Dämonen ist von Joel Müseler und Hans Pieper aus dem Verlag Friedrich Oetinger. Es ist ein Spiel für mindestens eine Person ab 16 Jahren.
Sofort spielbar
Ein gelungener Start. Die Regeln werden auf einer Spielkarte erklärt und schon geht es los. Bild aus neun Karten auslegen, Intro vorlesen, Bild betrachten und zum Start die Karte 6 rumdrehen und weiterlesen. Hiernach ist das Spielprinzip klar und die Bar der Dämonen öffnet ihre Pforten.
Dann Hinweise finden (in Text oder Bildform), Karte auswählen und rumdrehen. Positive oder negative Konsequenzen lesen und weitere Rätsel erhalten. Und wieder die nächsten Hinweise finden. So wird der Stapel aus 72 Karten durchgespielt.
Crime Places: Bar der Dämonen – Rezension ohne Spoiler
Hier rezensiere ich das Spiel Crime Places Bar der Dämonen und werde keine Rätsel oder Ergebnisse verraten. Dies macht es ein bisschen schwieriger, die Rezension zu schreiben, aber alle sollen ja ihren Spaß am Spiel haben. Als Starthilfe sei mir Folgendes gegönnt: Die Karte 6 ist nach dem Aufbau umzudrehen, denn es ist zum Start auch die einzige Möglichkeit etwas zu tun. In einzelnen Probespielen gab es zum Start Fragen.
Spieleranzahl
In der gesamten Partie wird die Hauptfigur bei ihrem Erkunden dieses Crime Place gesteuert. Alle spielen also gemeinsam. Die Angabe 1+ zur Spieleranzahl ist zutreffend und wird nur begrenzt von der Menge an Personen, die um den Tisch passen. Eine sinnvolle Begrenzung sehe ich bei 4-5 Personen, da es zumindest bei uns sonst zuviele werden, die das aktuelle Rätsel lösen und einen Blick auf die Karten haben wollen.
Ein Tisch ist nötig
Wer hätte das gedacht? Aber hier ist ein Tisch als notwendiges Zubehör aufgeführt. Nach der Auslage der ersten Karten, weiß ich, warum der Hinweis draufsteht. Lustig ist es trotzdem. Im Laufe des Spiels reduziert sich aber die nötige Anzahl gleichzeitig offen liegender Karten auch wieder, sodass ein normaler Tisch ausreicht.

Crime Places: Bar der Dämonen – warum haben wir das gemacht?
Die Bar der Dämonen ist ein schauriger Ort (deswegen auch erst mit der Altersempfehlung ab 16 Jahren) und ich kann nicht immer voraussehen, was meine Handlung bewirkt. Kaum ist die ausgewählte Karte rumgedreht und die Handlung der Hauptperson verlesen, gab es manchmal die Frage: Warum haben wir das gerade gemacht? Warum hat sich keiner von uns das Bild besser angeschaut und die richtigen Schlüsse gezogen? An einer Stelle kam ich mir dann auch reichlich blöd vor, trotz eines Hinweises die Karte aufgedeckt zu haben. Aber die Neugier siegte und wurde prompt bestraft. So ist das Leben. Es änderte auch nichts am Spielspaß, also war fröhliches Weiterrätseln angesagt.
Es geht immer weiter
Als gelungene Umsetzung gefällt mir das Spielprinzip, weil es auch bei zwischendurch nicht gelösten Rätseln weiter geht. So kann das Spiel auf jeden Fall durchgespielt werden und zum Schluss gibt es die Auflösung. Über die Anzahl richtig gelöster Rätsel und dem Vermeiden von Verletzungen wird dann der Erfolg festgestellt und ein dazu passendes alternatives Ende präsentiert.
Hinweise inklusive
Kleine Tipps zum Lösen der Rätsel bringt Crime Places: Bar der Dämonen direkt mit. Und wenn ein Rätsel mal nicht gelöst werden kann, geht das Spiel trotzdem weiter. Dies ist gerade für das Solospiel meines Erachtens wichtig.
Trigger-Warnung sinnvoll
Der Titel (Die Bar der Dämonen) gibt Hinweise auf Okkultes, Religion, Glaube und Aberglaube. Ein Lost-Place macht es düster. Das Spiel ist ein Krimispiel, also geht es auch um Verbrechen. Die Altersangabe 16+ ist daher schlüssig. Dies lässt sich aus den einzelnen Hinweisen ableiten. Von den Machern explizit aufgelistete Trigger-Warnungen für Personen, die manche Themen bzw. Themenkombinationen nicht vertragen, halte ich für sinnvoll.
Spieldauer
In Testrunden wurde die angegebene Spieldauer von 120-180 Minuten regelmäßig überzogen. Sei es durch Diskussionen am Spieltisch oder sonstige Ablenkungen wie eine leere Chips-Tüte. Für einen solchen Spielabend plane ich eher 4 bis 5 Stunden ein. Dann muss auch keiner vor Auflösung des Falls fahren.
Wiederspiel-Bar
Crime Places: Bar der Dämonen kann beliebig oft gespielt werden, da keine Karte zerstört oder beschädigt werden muss. So können mehrere Gruppen diesen Crime Place erkunden.
Fazit zu Crime Places: Bar der Dämonen – Case closed

Das Spielprinzip ist gut und führt zur Lösung, so habe ich dann keine grundlegenden Fragen mehr zum Krimifall. Meine/Unsere eigenen geschafften Rätsellösungen zeigen dann, wie erfolgreich der Fall gelöst wurde. Dies motiviert. Die Rätsel waren inhaltlich stimmig und abwechslungsreich. Alles in allem war es immer ein guter Spieleabend, auf dem trotz eines düsteren Themas viel gelacht wurde.
Hinweis zur Wertung
Als Krimispiel ist ein erneutes Spielen nicht reizvoll. Meine Wertung zum Wiederspielreiz ergibt sich hier aus der Möglichkeit, es nochmal durch andere spielen zu lassen, da ich nichts kaputt machen muss. Außerdem hat das Spielprinzip so viel Spaß gemacht, dass der nächste Crime Place gleich geplant wurde.
