Das Schloss der 7 Schlösser von Carlo A. Rossi (Zoch Verlag) klingt doch schon märchenhaft. Die Story dahinter: Der König ist tot, und der Thron muss mithilfe von sieben Schlüsseln und einer Perlensammlung neu besetzt werden.
Vorbereitung: der Aufbau bei Das Schloss der 7 Schlösser
Doch zuvor will unser Schloss mit acht Schlösser/Türmen aufgebaut werden. Im Mittelalter war das ein Unterfangen von zehn bis fünfzehn Jahren. Heutzutage ein Klacks, wenn man auf Basteln steht. Da ich Basteln aber nicht mag, war es eine kleine Hürde, acht Türme, acht unterschiedlich hohe Schatzkammern, vier Sammelkisten und den Perlenständer zu bauen. Was tröstet: Es dauert, aber es lohnt sich. Es ist immer wieder erstaunlich was aus Pappe aus einem Spielekarton alles gemacht werden kann.
Zum Schluss werden die Türme über die Schatzkammern gestülpt. Ein Turm wird geheim aussortiert, wegen sieben Türmen, und anschließend wird der Spielplan angehoben und mit den restlichen Türmen verbunden. Der Spielplan von Das Schloss der 7 Schlösser schwebt somit zwischen den Schlössern/Türmen. Der Perlenständer kommt in die Mitte des Spielplanes und die acht extragroßen Schlüssel werden alle beiseite gelegt. Wer mitspielt bekommt noch eine Sammelkiste und zwei Wappen. Eine Figur des Schlossmeisters wird wahllos vor einen Turm gestellt. Er macht später seine Runden im Uhrzeigersinn. Kurz: Die imaginäre Harfe geschlagen und auf geht es.
Spielablauf: Worum geht es bei Das Schloss der 7 Schlösser?

Aber bevor es richtig losgeht, müssen noch Perlen verteilt werden. Vierzehn Stück, je eine in einen Turm, in zwei Runden! Wer aufpast, kann hier schon mithören, wie tief die Perlen fallen. Das ist wichtig. Denn je tiefer sie fallen, desto höher muss die Kerbe im Schlüssel zum Öffnen sein.
Zum Turm laufen und Schlüssel nutzen
Bei den ersten Partien von Das Schloss der 7 Schlösser klingt aber alles irgendwie gleich. Wer am Zug ist, würfelt. Das Würfelergebnis besteht aus Kugeln und Füßen. Die Anzahl der Kugeln werden einzeln und verschieden in die Türme verteilt. Dann darf man bis zur Maximalanzahl der Schritte laufen und … Jetzt (Trommelwirbel) wird ein Schlüssel ausgesucht, um damit den Turm zu öffnen. Schlüssel in die Hand und … Abwarten. Die anderen in der Runde können nämlich noch ein Wappen einsetzen, um im Falle des erfolgreichen Öffnens an dem Perlenschatz beteiligt zu werden. Was am Anfang des Spiels meist nicht passiert. Lohnt sich auch noch nicht so richtig.
Wenn der Schlüssel passt, kommt der Turm aus dem Spiel und wird unter dem Spielplan zur weiteren Stütze abgelegt. Wurde kein Wappen von der Thronkonkurrenz eingesetzt, gehören die Perlen alle dem erfolgreichen Turmöffner.
Der Schlüsel zum Erfolg bei Das Schloss der 7 Schlösser
Weiter geht es mit einen Turm und Schlüssel weniger. Würfeln, Perlen rein und Schlüssel einsetzen. Wobei die erfolglosen Versuche aufschlussreicher sind als die Geräusche der Perlen beim Einwerfen. Denn beim Versuch sieht direkt jeder, welcher Schlüssel nicht passt und welcher passen könnte.

Irgendwann sind nur noch zwei Türme und drei Schlüssel übrig. Wer noch ein Wappen übrig hat (das sollte man nie vergessen und nur ein Wappen für einen Turm verbrauchen) tippt damit auf den verwunschenen Schlüssel! Also auf den Schlüssel, der nirgendwo passt, von achten Turm.
Danach wird weitergespielt, bis der vorletzte Turm entschlüsselt wurde. Jetzt gilt es. Welcher Schlüssel passt nicht! Wer richtig getippt hat, bekommt einen Anteil am siebten Turm. Wenn keiner richtig lag, gibt es nichts. Wer die meisten Perlen hat, folgt dem toten König auf dem Thron und gewinnt bei Das Schloss der 7 Schlösser! Bei Gleichstand gibt es einen Erbfolgekrieg, der nur durch ein weiteres Spiel Das Schloss der 7 Schlösse geklärt werden kann. Kein Witz!
Macht Das Schloss der 7 Schlösser Spaß?
Besonders bei Das Schloss der 7 Schlösser gilt der Hinweis: Bitte vorab alleine und in Ruhe die Türme, Schatzkisten und den Rest aufbauen. Das dauert wirklich seine Zeit.
Während der Partie kann Das Schloss der 7 Schlüssel wackeln. Und zwar dann, wenn die Türme entfernt, entleert und wieder drunter geschoben werden. Perlen können schon mal abhauen. Deswegen habe ich keine Ahnung, ob die achtzig Perlen noch vollständig sind. Ich zähl auch nicht nach. Bisher waren aber bei jeden Spiel genügend vorhanden. Einmal, meine ich, ist eine beim Staubsaugen verschwunden. Die Geräusche beim Einwerfen waren übrigens immer zu ungenau, um auf Anhieb den richtigen Schlüssel zu finden. Besser ist es, die Schlüssel zu beobachten.
Die Spielmechanik von Das Schloss der 7 Schlösser ist gut zu vermitteln. Spannend wird es immer, wenn die Schlüssel und Wappen eingesetzt werden.
Als Fazit zum Schluss: Thema und Aufmachung des Spiel passen zusammen wie Schloss und Schlüssel. Die Redaktion vom Zoch Verlag traut sich immer wieder was und hat ein Händchen für außergewöhnliche Umsetzungen von Spielideen. Bitte unbedingt auch das Erklärvideo anschauen. Das macht Laune.
Insgesamt hat mich Das Schloss der 7 Schlösser von dem renommierten italienischen Autor Carlo A. Rossi trotzdem nicht ganz überzeugt. Hier ist es dann zu viel des Guten für ein Familienspiel, das sich während des Spiels wie ein Kinderspiel anfühlt, wo gewürfelt, gelaufen und aufgeschlossen wird.
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