Der Berg ruft, Ausschnitt des Titelbildes, Bild von Huch!

Ein Berg, zwei Teams und der Wille, als erstes den Gipfel zu erreichen. Die beiden Autoren Romain Eyheramendy und Semir Kryidy kennen sich seit Anfang der 90er-Jahre und trafen sich während des Lockdowns wieder, um ihr Erstlingswerk Premier de Cordee (französischer Originaltitel, auf deutsch: der Seil-Erste) zu entwickeln. Ganz aus Holz und Seilen. Wie sich das 2-Personen-Abenteuer unter dem deutschehn Titel Der Berg ruft spielt und welche Hindernisse überwunden werden müssen, findest Du hier.

Wie der der Aufstieg gelingt – Spielablauf zu Der Berg ruft

Der Berg ruft Spielaufbau / Foto: Steffi Münzer

Der Spielberg wird mithilfe der Füße aufgestellt. Die hölzerne Konstruktion macht einen hochwertigen und stabilen Eindruck. Die Spieler wählen eine Seilschaft – bestehend aus fünf durch ein Seil verbundene Bergsteigende – und platzieren Sie auf ihrer Seite am Fuße des Berges. Dazu werden die Spielfiguren in Löcher gesteckt, wobei beide Spieler auch sehen können, in welchen Löchern der Gegner steckt.

Wer am Zug ist, bewegt eine seiner Spielfiguren in ein beliebiges Feld in Reichweite. Fällt dabei eine andere eigene Spielfigur herunter, wird der Zug rückgängig gemacht und endet sofort. Es ist möglich, den Gegner vom Berg zu verdrängen und in „den Seilen hängen zu lassen“. Der Gegner muss seine abgestürzte Figur in ein anderes freies Feld setzen.

Der Berg ruft Teammitglied hängt in den Seilen / Foto: Steffi Münzer
Rotes Teammitglied hängt in den Seilen

Die Sonderregeln bei Der Berg ruft

Zusätzlich gibt es noch zwei Sonderregeln:

  • Schwarz umrundete Felder sind sicher, dort kann niemand vom Gegner heraus geschubst werden.
  • Auf dem Weg zum Gipfel muss jedes Team einmal Proviant an einem der Zelte aufladen. Mindestens eine Figur muss dabei das Depot betreten. Die andere Seilschaft muss dann das andere Depot nutzen.

Wer zuerst mit einem seiner Bergsteigenden den Gipfel ganz oben auf der Spitze betritt, gewinnt die Partie.

Der Berg ruft Seilschaft / Foto: Steffi Münzer
Der Berg ruft Seilschaft / Foto: Steffi Münzer

Viele Wege führen auf den Gipfel – Spielvarianten

Das Standard-Regelwerk von Der Berg ruft ist super schnell verstanden und erklärt. Und nach diversen Spielrunden freut man sich auf Abwechslung, die durch vorgeschlagene Varianten durchaus eintrifft.

  • Gipfelstürmer: Eine vorher festgelegte Spielfigur muss den Gipfel erreichen.
  • Bergfrieden: Niemand darf aus der Wand geschubst werden.
  • Steiniger Weg: Die schwarz umrundeten Felder verlieren ihre Schutzfunktion.
  • Nachttour: Mit verbundenen Augen spielen (ohne Schutzfunktion und Depot).

Zusätzlich kann auch alleine gespielt werden, mit dem Ziel, möglichst wenig Züge zum Gipfel zu nutzen. Als zusätzliche Schwierigkeit kann die andere Seilschaft als Hindernis am Berg platziert werden.

Fazit: Der Berg ruft und der Spaß am Seil

Das Material ist wirklich gut, doch muss der Berg trotz der Stabilität bei manchem Zug auch festgehalten werden. Es geht nicht genau aus der Anleitung hervor, was passiert, wenn Teammitglieder beim Spielzug halb heraus rutschen. Das sollte vor Spielbeginn abgesprochen werden.

Das Spielprinzip ist wirklich schnell verstanden, auch meine sechsjährige Nichte hatte Spaß damit. Wer im Alter ein wenig zittrige Fingerchen hat, ist definitiv im Nachteil. Die vielen Variationen mindern die Tatsache, dass der Spielspaß von Runde zu Runde abnimmt. Eine Runde dauert je nach Regel 10 bis 20 Minuten. Ein ideales Eröffnungsspiel zum Warmwerden.

Zum Mitnehmen eignet sich der große und mittelschwere Karton von HUCH weniger. Allerdings kann der Berg inklusive seiner Bergsteiger ohne Umkarton dekorativ im Regal stehen. Auch wenn es nur für zwei Personen gedacht ist, kann ich es als kurzweiliges Familienspiel empfehlen.

Die besten Seilschaften erreichen gemeinsam den Gipfel, ohne dabei jemanden unterwegs zu verlieren.

Der Berg ruft / Pressbild Hutter Trade GmbH + Co KG

Liebe Grüße an alle 80er/90er-Kinder, die jetzt auch einen Ohrwurm von K2 – Der Berg ruft haben. Wer den jungen Daniel Aminati sehen möchte, kann diesen im Musikvideo entdecken. Der Rest davon ist nur ein pixelbreiiger Fiebertraum.

Links zum Spiel Der Berg ruft

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