Die Insel der Mookies von Florian Sirieix (Kosmos) ist ein Mehrheiten- und Sammelspiel für 2 Personen ab 4 Jahren mit einer Spielzeit von ungefähr 15 Minuten. In dem Spiel können Kinder mehrere Spielmechanismen auf einfache Weise kennenlernen.
Worum geht es bei Die Insel der Mookies?
Als einer der zwei Spieler muss man Mookies auf einer geheimnisvollen Insel sammeln und versuchen, die Mehrheiten der einzelnen Familien zu haben. Wer am Schluss die meisten Punkte, in diesem Fall Sterne, gesammelt hat, gewinnt dabei das Spiel. Es gibt allerdings auch noch die Spinne. Wer davon die meisten hat, verliert die Punkte einer Familie.
Der Spielablauf
Zu Beginn der Partie werden die Karten gemischt und in zwei gleich große Stapel ausgelegt. Beim Mischen muss man beachten, dass die Karten zwei Seiten haben und teilweise immer wieder gewendet werden sollten.
Wenn man am Zug ist, sucht man sich eine der zwei sichtbaren Karten aus, schaut sich die Vorder- und Rückseite an und legt eine Seite davon vor sich auf seinem eigenen Stapel aus. Zeigt eine Seite eine Spinne, kann diese alternativ auf den gegnerischen Stapel abgelegt werden.
Mehrheiten und Trophäen bei Die Insel der Mookies

Die einzelnen Familien haben eine unterschiedliche Wertigkeit. Wer am Ende des Spiels die meisten Karten einer Familie hat, bekommt die dazugehörige Trophäe bzw. Punkte. Die legendären Mookies sind dabei doppelt so viel wert. Hat ein Spieler die meisten Spinnen abbekommen, dann muss er am Ende der Familienauswertung eine seiner Trophäen wieder abgeben und verliert die entsprechenden Punkte wieder.
Memory-Element und Entscheidungen
Die wichtigste Komponente des Spiels ist das Merken der Karten, und das in mehrfacher Hinsicht. Zum einen muss man sich merken, welche Karten einer Familie bereits auf dem eigenen Stapel liegen, wie viele Karten dieser Familie der Mitspieler bereits gesammelt hat, und eventuell auch, wie viele gar nicht gesammelt wurden. Ein weiterer Punkt ist, dass außer den Spinnen alle Karten eindeutig sind. Man kann sich also auch merken, unter welchen Karten sich welche Gegenseite versteckt, und dadurch vorher schon wissen, welche Karte man auswählen sollte.
Genau hier kommt aber der entscheidende Punkt ins Spiel. Das Spiel ist ab 4 Jahren angegeben. Ein Kind in diesem Alter spielt einfach nur darauf los und sammelt eher die Karten, die ihm gefallen. Während jüngere Kinder eher sammeln, was ihnen gefällt, achten ältere Kinder zunehmend auf die Informationen im Spiel.
Man sollte also immer schauen, dass die Gegenüber das gleiche Spielniveau haben oder dass der Ältere sich an den anderen Spieler anpasst.
Das Spielmaterial von Die Insel der Mookies ist sehr schön
Die Karten sind wunderschön und liebevoll gestaltet, besonders die Glitzerkarten fallen sehr positiv heraus. Der erste Gedanke bei einigen Kindern ist daher: Egal wie das Spiel ist, die Karten möchte ich auf jeden Fall behalten. Ein zusätzliches Extra ist ein enthaltenes Poster. Auf der Rückseite sind alle Mookies nochmals abgebildet, mit der Möglichkeit, jedem einen eigenen Namen zu vergeben.
Der Spielspaß bei Die Insel der Mookies
Das Kinderspiel Die Insel der Mookiesa lebt davon, dass man eine Kartenauswahl treffen muss. Es stehen immer zwei Karten zur Auswahl und, wenn man eine gewählt hat, muss man sich auch noch entscheiden, ob die Rückseite vielleicht die bessere Wahl wäre. Am Schluss kommt es zu einer Mehrheitenwertung, was dazu führt, dass man natürlich entsprechend Sets sammeln muss.
Die Insel der Mookies spielt sich sehr flüssig und macht sehr viel Spaß.
Dabei hat man für ein Einstiegsspiel sehr viele Möglichkeiten der Interaktion. Man kann dem Gegner die Spinnen zuweisen, ihm Punkte wegnehmen und das Sammeln erschweren.
Wer ist Zielgruppe für Die Insel der Mookies?
Wenn man das Merkspiel-Element nicht berücksichtigt, können Spieler unterschiedlichen Alters problemlos zusammen spielen. Haben die Spieler unterschiedliches Alter oder unterschiedliche Spielerfahrung, kann diese Komponente daher zu einem Ungleichgewicht führen.
Das Spiel eignet sich für Familien mit kleinen Kindern. Wenn die Kinder noch jung sind, können sie vorsichtig an Spielmechanismen herangeführt werden, ohne dass sie dabei stark gefordert werden. Dabei stehen einfach nur der Spaß und die Freude an den schönen Karten im Vordergrund. Elemente wie die Spinne werden von den Jüngeren meistens noch nicht verstanden.
Wenn die Kinder älter sind, werden die einzelnen Mechanismen immer mehr relevant. Beim Spielen lassen sich diese üben und man kann sich nebenbei für spätere größere Spiele gut vorbereiten.
Für Familien, die viel spielen – und das nicht nur einfache Spiele -, wäre Die Insel der Mookies eher ein Absacker oder eine Abwechslung. Für Familien, die bereits viele Spiele besitzen, können die Mechanismen jedoch schnell zu einfach werden.
Mein Fazit zu Die Insel der Mookies

Die Insel der Mookies ist definitiv eine Bereicherung für jede Familie, die mit einem schönen Grundstein eine kleine Spielesammlung beginnen möchte.
Man kann mehrere Mechanismen kennenlernen und schauen, welche davon Spaß machen, um anschließend zu diesen Mechanismen weitere Spiele auszusuchen. Die Insel der Mookies lässts ich daher als Lern- und Einstiegsspiel bezeichnen. Daraus leitet sich auch ab, wie häufig es gespielt wird. Solange die Spielesammlung noch wächst, wird es bestimmt oft auf dem Tisch landen. Mit zunehmender Spielerfahrung und mehr Alternativen im Regal könnte sich das jedoch ändern.
Die Insel der Mookies steht zu Recht auf der Nominierungsliste zum Kinderspiel des Jahres 2026, da es wie bereits erwähnt viele Mechanismen zum Erlernen anbietet und sich dabei für Einsteiger super spielt. Auch die Aufmachung spricht Kinder ganz hervorragend an.
