Einfach Ehrenlos von Exploding Kittens (in Deutschland im Vertrieb bei Asmodee) zieht mit seiner bunten, lauten Schachtel sofort die Blicke auf sich. Die Verpackung verspricht genau das chaotische Spielgefühl, das man von den Machern gewohnt ist. Nach dem Auspacken zeigt sich, dass das Material angenehm überschaubar und blitzschnell einsatzbereit ist: Ein Schwung Aufgabenkarten, Teamkarten und Punkte-Token. Ein aufwändiger Aufbau entfällt komplett, sodass die erste Partie quasi sofort starten kann – perfekt für spontane Runden am Spieleabend.
Einfach Ehrenlos – Schnelles Chaos mit Fremdschäm-Faktor
Im Kern dreht sich alles um das schnelle Finden des eigenen Teams und das gemeinsame Bewältigen absurder Aufgaben. Vorab werden die Teamkarten verdeckt ausgeteilt. Bei einer ungeraden Spieleranzahl gleicht eine zusätzliche gelbe Karte das Verhältnis aus. Sobald eine Aufgabenkarte umgedreht wird, bespricht die Gruppe diese in aller Ruhe, damit alle dieselbe Interpretation vor Augen haben.
Auf „Drei, zwei, eins – los!“ drehen alle ihre Karte um und das große Gewusel beginnt: Man sucht flink im Raum nach den eigenen Teammitgliedern. Steht die Gruppe, gilt es, die Aufgabe so schnell wie möglich zu lösen. Das gegnerische Team fungiert als Jury. Da sich die Teams jede Runde völlig neu mischen, erhält jede Person einzeln ihre Punkte. Danach werden die Karten neu gemischt und das nächste, wilde Treiben startet. Wer auf diesem Weg zuerst fünf Gewinntoken sammelt, ist der Sieger.

Maßgeschneidertes Gewusel für jede Gruppengröße
Praktisch ist die Flexibilität des Spiels: Die Aufgabenkarten sind speziell markiert, sodass man ungeeignete Challenges für kleine Runden von vier bis fünf Personen blitzschnell aussortieren kann. Für größere Runden bis hin zu 20 Spielerinnen und Spielern stehen dann sämtliche Karten für das maximale Party-Chaos zur Verfügung.
Einfach Ehrenlos: Zwischen Party-Lachern und der Datenschutz-Hürde
In unseren Runden zeigte sich jedoch ein deutlicher Knackpunkt: Einige Challenges fordern dazu auf, Fotos oder Videos der Gruppe zu machen. Was im engsten Freundeskreis für Tränen vor Lachen sorgt, stößt in gemischten Runden an Grenzen. Gerade bei Vereins-Events, Ferienlagern oder Schulprogrammen, wo Datenschutz und Privatsphäre eine wichtige Rolle spielen, sind solche Aufgaben ungeeignet.
Vorsortiert spielt es sich unbeschwerter
In unseren Testrunden haben wir spielerisch die beste Erfahrung gemacht, wenn eine Person vorab den Kartenstapel passend zur Gruppe vorsortiert. Neben den Medien-Aufgaben gibt es nämlich auch Challenges, die stark auf körperliche Berührung setzen. Das Aussortieren solcher Karten schränkt die Vielfalt kaum ein, da eine enorme Menge an Aufgaben beiliegt. Im Gegenteil: Es hebt die Stimmung enorm, weil man so das Risiko umgeht, dass sich jemand unwohl fühlt oder die Lust verliert.
Ein „Einfach Ehrenlos“-er Eisbrecher mit eingebauter Bremse
Einfach Ehrenlos überzeugt als extrem dynamischer, lauter und kommunikativer Eisbrecher. Wer ein unkompliziertes Partyspiel sucht, das Gruppen sofort in Bewegung bringt und für herrliche Fremdschäm-Momente sorgt, wird hier fündig. Die flexiblen Karten und der flüssige Ablauf ohne Downtime sind klare Stärken. Die Foto- und Videomechaniken sowie sehr körpernahe Aufgaben erfordern in manchen Runden jedoch Fingerspitzengefühl.

Dank des einfachen Aussortierens vorab lässt sich das Problem aber super lösen. Deshalb planen wir das turbulente Treiben fest für unsere Veranstaltungen wie das Ferienprogramm ein, da es gerade Kindern unheimlich viel Spaß bringt. Für die WG-Party, das Spielewochenende oder die Vereinsaktion ist Einfach Ehrenlos eine absolut ehrenwerte Empfehlung.
