Eisbrecher ist ein Würfelspiel von Andreas Schmidt erschienen bei Funbot. Es gilt, erst möglichst viele Würfel sammeln, dann durch erneutes Würfeln Punkte zu erzielen.
Unsere Wertung zu Eisbrecher
Die 2 Phasen bei Eisbrecher
16 blaue Würfel bilden eine Eisscholle. Mit zwei roten Feuerwürfeln kann ich bestimmte Würfel der Scholle entfernen (das Eis brechen) und diese für mich sammeln. Hier muss ich auch nicht auf den Würfelwert achten, es geht allein um die Anzahl der Würfel.

Danach werden in der zweiten Phase alle eigenen Würfel erneut gewürfelt, zusammen mit den beiden Feuerwürfeln. Die Würfel mit dem niedrigsten Wert, die nicht durch den Feuerwürfel geschmolzen wurden, sind dann meine Punkte. So kann auch jemand mit wenigen Würfeln aus der ersten Phase mit Glück viele Punkte sammeln.

Eisbrecher
Der Name bleibt für mich leider in der ersten Phase hängen. Hier breche ich mit meinen zwei Feuerwürfeln Stücke (Würfel) einer Eisscholle ab. In der zweiten Phase wird das Eis dann geschmolzen.

2 x Spielen
Beim ersten Spielen waren die Regeln nicht ganz so eingängig wie bei anderen Würfelspiele. Das kleine Anleitungsheft zeigt aber schnell den richtigen Weg. Ab der zweiten Runde kannten wir die Regeln und haben uns gegenseitig daran erinnert. Dies läuft dann auch schnell.
Eisbrecher ist ein Glücksspiel mit etwas Taktik
Nun ja, bei einem Würfelspiel nicht verwunderlich. Ein paar Chancen kann ich optimieren, indem ich in der ersten Phase ggf. nochmal würfele (und besser sein muss als beim ersten Mal). Dann kann ich vielleicht mehr Würfel abbrechen.
In der zweiten Phase kann ich bestimmte Würfel rausnehmen oder drin lassen und bis zu drei Würfel (rote und blaue) nochmal werfen. Aber im Herzen bleibt es natürlich ein Glücksspiel.
Ein zweite Meinung zu Eisbrecher
Wir haben das Spiel intensiv gespielt und eine zweite Meinung. Felix Schröder meint:
„Eisbrecher hat mir und meinen Mitspielenden viel Freude bereitet. Wenngleich sich keiner vor dem Test einen großen Spielspaß vorstellen konnte, wurden doch alle überzeugt. Die zwei Phasen fühlen sich sehr unterschiedlich und angenehm fair an. Die nötige Prise Glück ist natürlich dabei, aber ohne die wäre es nur halb so schön.
Zu Beginn kann es schwer fallen, die einzelnen Schritte richtig auszuführen. Aber nach dem Einstieg spielt es sich locker von der Hand und die Runden gehen wirklich schnell. Das macht das Spiel perfekt für viele Gelegenheiten.
Bonuskarten trösten
Wer in der ersten Phase Würfelpech hat, wird mit Bonuskarten für die zweite Phase vertröstet. So kann ich z. B. meine gewürfelten „1er“ in der zweiten Phase mit dem Multiplikator drei versehen. Die Bonuskarten finde ich beim Spiel Eisbrecher als Spielelement gelungen.

3 Runden pro Runde
Im Regelheft werden mehrere Runden vorgeschlagen und für meine Platzierungen erhalte ich Punkte. Wer zuerst sechs Punkte erreicht, gewinnt. Nach drei oder vier Runden steht der Sieger fest.
Zuviel Grafik auf dem Papier
Optisch konnte der Graphiker hier nicht viel rausholen. Es gibt rote und blaue Würfel, ein paar Bonusmarker und den Schreibblock. Der Schreibblock hat dafür dann ein Hintergrundbild, welches so dominant ist, dass ich die Punkte kaum aufschreiben kann. Dies ist zuviel des Guten.
Etwas anders, aber gut
Für zwei Spielphasen benötige ich auch zweimal Regeln. Dies macht das erste Spiel etwas länger, dann fluppt es aber. So ist Eisbrecher ein gutes Abschlussspiel oder was für zwischendurch.
Die Spieleranzahl bis vier ist hier auch das Maximum. Sonst würde ich auf 25 Würfel erhöhen. Wenn ich sonst nur zwei Würfel aus der Scholle abbreche, ist meine Phase zwei auch recht kurz. Das Spiel bleibt insgesamt kurzweilig und es gibt ja noch eine weitere Runde. Und die Revanche.
