Fantastic Trails: Ausschnitt des Titelbildes mit Ameise, Foto von NSV
Reich der Spiele RezensionFantastic Trails

Fantastic Trails

von Jochen Pausch
2 Minuten Lesedauer
A+A-
Reset

Fantastic Trails, erschienen im Nürnberger Spielkartenverlag (NSV), dauert etwa 30 Minuten und ist für 1–4 Spieler ab 10 Jahren geeignet.

Was ist das Ziel von Fantastic Trails?

Ziel beim Kartenspiel Fantastic Trails ist es, lange Ameisenstraßen zu bauen und dabei Belohnungen auf dem Waldboden einzusammeln. Auf dem Weg findet ihr Wasser, Knochen, Nadeln sowie Essbares wie Obst und Beeren. Welche Ressourcen ihr einsammeln könnt, geben eure ausliegenden Karten vor. In jedem Zug bestimmen Karten, in welches Einzel- oder Doppelfeld ihr welche Zahl eintragen dürft. Dabei versucht ihr, Zahlenreihen zu bilden, die euch am Ende des Spiels Siegpunkte einbringen und neue Belohnungen freischalten. Zu diesen Belohnungen zählen Arbeiterinnen, Honigtau und zusätzliche Felder, die ausgefüllt werden dürfen.

Wie spielt sich Fantastic Trails?

Fantastic Trails, Spiel'25 in Essen, Foto Riemi

Arbeiterinnen spielen eine wichtige Rolle, um Pech etwas auszugleichen. Mit ihnen lassen sich Zahlen erhöhen oder verringern. Setzt man zwei Arbeiterinnen ein, kann zudem die Form verändert werden, die ausgefüllt werden darf. Dabei können auch mehrere Arbeiterinnen gleichzeitig genutzt werden. Honigtau ist eine weitere Möglichkeit, während des Spiels Punkte zu sammeln.

Eine Partie verläuft über drei Runden, die jeweils mit einer Zwischenwertung enden. In diesen Zwischenwertungen erhält man so viele Punkte, wie man bis dahin an Honigtau gesammelt hat. Nach jeder Runde kommt zu den anfänglich zwei ausliegenden Waldböden ein weiterer hinzu. Nach der dritten Wertung werden schließlich alle vier Waldböden gewertet. Nun gibt es Punkte für jede Zahl in einer aufsteigenden, lückenlosen Reihe, die auf den Karten eingetragen wurde.

Spielerfahrung und Interaktion

Wir haben Fantastic Trails in unterschiedlichen Gruppen gespielt. Mit etwas Spielerfahrung lässt sich das Spiel auch bereits mit Kindern ab 8 Jahren spielen.

Erwähnt werden muss allerdings, dass es keinerlei Interaktion zwischen den Spielern gibt. Da alle gleichzeitig spielen, dauert eine Partie so lange wie der langsamste Spieler. Es fühlt sich dadurch eher so an, als würde jeder für sich spielen und am Ende lediglich verglichen, wer die meisten Punkte erreicht hat. Da jedoch jeder mit unterschiedlichen Waldböden spielt, ist dieser Vergleich nur eingeschränkt aussagekräftig.

Glücksfaktor

Fantastic Trails: Material und Schachtel, Foto von NSV

Der Glücksfaktor spielt dabei eine spürbare Rolle. Hat man Karten mit wenigen Arbeiterinnen als Belohnung, ist man deutlich weniger flexibel. Bei viel Pech lassen sich Zahlenwerte nur schwer anpassen, sodass man häufiger Felder unvorteilhaft ausfüllen oder sogar Züge aussetzen muss.

Das Fazit zu Fantastic Trails

Wer Spiele wie Silver and Gold, Würfelland oder The Border von NSV mag, findet mit Fantastic Trails eine gelungene neue Variante dieser Spielkategorie. Das Spiel ergänzt bekannte Mechanismen um ein stimmiges Thema und eine höhere Herausforderung. Wer diese Art von Spielen jedoch grundsätzlich zu langweilig findet oder sich mehr Interaktion wünscht, wird auch hier eher Abstand nehmen.

Schreibe einen Kommentar!

Mehr Spiele-Themen entdecken

Focus Mode