Auf der Spiel 24 hatte ich das Vergnügen, den ersten Teil von Fertig ich habe zu spielen. Mit dem originellen Titel Ich habe fertig von Pegasus Spiele. Was soll ich sagen: Ich fand es fürchterlich, wenn ich Karten in meinem Spiel zerstören soll. Auch wenn von Hause aus sieben Ersatzkarten für die zerstörten Karten schon im Karton beilagen. Man konnte wohl auch diese Karten nachbestellen, wenn man denn Ich habe fertig so oft gespielt hat. Ich habe damals von einem Kauf abgesehen und es nach dem testen den anderen Spielern überlassen, ihre Spielkarten zu zerstören. Nun muss das Spiel Ich habe fertig ziemlich erfolgreich gewesen sein, denn ein Jahr später halte ich den Nachfolger in der Hand und wieder geht es um das gleiche Spielprinzip. Hier meine Rezension zum Kartenspiel von Marco Teubner.
Worum geht es beim Kartenspiel Fertig ich habe?

Das Spielprinzip ist weder strategischer noch planvoller geworden, deswegen weise ich mal auf die Rezension von Armando Schmidt hin, der für uns das Original getestet hatte. Ich muss ja nicht noch einmal das Gleiche schreiben.
Unterschiede zum Original

Eigentlich ist dann auch schon alles Wesentliche zum Spielablauf gesagt, denn wieder heißt es, eine Karte abzulegen und dann das zu machen, was darauf steht. Nur haben wir diesmal 83 Karten zur Auswahl, können uns diesem Irsinn noch länger hingeben. Diesmal wird nur keine Karte zerrissen, sondern geknickt und bemalt.
Natürlich liegen auch hier wieder Ersatzkarten dabei. Die einzige Änderung liegt daran, dass nun ‚Fertig ich habe‘ vor einem zum Sieg ausliegen sollte. Wer möchte, kann beide Kartenspiele zusammen nutzen, um noch mehr Chaos zu haben.

Mein Fazit zum Kartenspiel Fertig ich habe
Nun liegt also Fertig ich habe bei mir im Regal. Der Spaß beim Spiel ist durchaus vorhanden und eine Partie dauert ja auch meist nicht lang. Nur kann ich eben mit dem Knicken und Bemalen der Karten nichts anfangen. Das ist wie bei Exit-Spielen, das Zerstören liegt mir nicht.

Die Frage bleibt: Kommt das Kartenspiel Fertig ich habe häufiger auf den Tisch? Nun, wenn wir leicht einen getrunken haben oder Jugendliche in unserer Gruppe haben, funkt das Ding durchaus. Aber letztendlich wird mein Kartenspiel stückweise zerstört und das treibt mir eben die Tränen in die Augen. Für alle, die etwas Chaos, puren Fun und kurze Anleitungen mögen, ist Fertig ich habe genau das Richtige. Als Tipp: Spielt lieber bei anderen mit, so knickt ihr nicht eure eigenen Karten. Oder es stört euch gar nicht, dann kauft es euch und habt Spaß!

2 Kommentare
Da müsste nochmal jemand drüber lesen. Ziemlich viele Tippfehler.
Ich mag das Zerstören von Spielmaterial auch nicht. Aber wie steht es nochmal in den Regeln von ICH HABE FERTIG? „Sollten Fragen oder Unklarheiten aufkommen, wann oder wie eine Karte gespielt wird, entscheidet immer die Person, der das Spiel gehört. Ist das fair? Nö. Aber das ist die Welt ja auch nicht.“ Oder kurz: Mein Spiel, meine Regeln!
Also hab ich die Karten gesleeved und die für den Sieg zu zerreissende Karte zusätzlich auf der Vorderseite mit Gummi Arabicum mit dem Sleeve verklebt.
Wer also unbedingt durch Zerstörung MEINES Spiels gewinnen will, der soll sich wenigstens auch etwas Mühe geben! Mein Spiel, meine Regeln!
Im übrigen taugt das Spiel bei einer neuen Runde durchaus mal als Eisbrecher, wenn die Mehrheit es noch nicht kennt. Sonst bleibt es im Schrank, da es keine weitere Langzeitmotivation bietet. Wenn erstmal die Karteneffekte bekannt sind, ist es vom Spielreiz her eher mau – allerdings amüsiert man sich über die Gesichter derer, die diese eben noch nicht kennen. Deshalb brauch ich auch keine weitere Version, eine reicht.