Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2026. Dies sind die Abenteuer von zwei Weltraumbewohnern, die sich duellieren um ein für alle mal festzustellen, wer den größten hat. Den größten und besten Planeten natürlich. Was denkst du denn?
Spielablauf: Wie wird Four Planets gespielt
Schon wieder ein 2-Personen-Spiel von Kosmos im Weltraum und schon wieder eine Star Trek Referenz in meinem Einleitungsgag. Heute geht es aber nicht um Catan: Sternenfahrer – Das Duell, sondern um Four Planets und seine tierischen Spezialisten.
Unter den vier Planeten werden jeweils zwei Spezialisten-Karten offen ausgelegt. Jeder Spieler erhält vier Raumschiffe sowie zwei Übersichtskarten. Über den Planeten werden vier Karten verdeckt als Farbbonus platziert. Alle restlichen Karten bieten den Ablagestapel. Von insgesamt zehn Boost-Plättchen werden fünf für das aktuelle Spiel ausgewählt. Münzen und weitere Raumschiffe liegen bereit.

Die Phasen bei Four Planets
Four Planets läuft über fünf Runden mit den jeweiligen Phasen:
- Raumschiffe entsenden
- Spezialisten rekrutieren
- Spezialisten ausspielen
Am Ende wird gewertet und wer die meisten Siegpunkte hat, gewinnt bei Four Planet natürlich.
Doch beginnen wir am Anfang: Jeder Spieler schaut sich verdeckt die erste Karte der Farbmodus-Reihe an. Ein Spielmarker definiert den Startspieler. Diesen kann ein oder mehr Raumschiffe an einen Planeten anlegen. Dann setzt der Gegenspieler sein Raumschiff. Jeder Planet kann pro Runde nur einmal angeflogen werden. Nun werden die Spezialisten eingesammelt, begonnen am linken Planeten. Wer sich zuerst für den Planeten entschieden hat oder wer das größere Raumschiff hat, darf sich den Spezialisten zuerst aussuchen. Der übrige Spezialist geht an den anderen Spieler, wenn mindestens eins seiner Raumschiff dort auch liegt.

Der Gegenspieler darf nun zuerst die eingesammelten Karten ausspielen. Jeder Spezialist hat Kosten von 0, 1 oder 2 Münzen, die man zum Ausspielen zahlen muss. Jeder Spezialist hat zudem eine Kaufkraft von 1, 2 oder 3 Münzen. Z. B. erhalte ich eine Münze für das Weglegen eines Spezialisten (auf den Ablagestapel) und kann so einen Spezialisten für eine Münze auslegen. Am Ende darf maximal eine Karte mit in die neue Runde genommen werden.
Was sind das für Spezialisten?
Um Fähigkeiten der Spezialisten zu nutzen, benötigt man Symbol-Paare. Diese Spezialisten gibt es:
- Rote Maulwürfe (Raumfahrt): Geben weitere Raumschiffteile aus dem Vorrat.
- Gelbe Giraffen (Wirtschaft): Geben Münzen.
- Grüne Tukane (Botanik): Geben Joker-Karten aus dem Ablagestapel.
- Lila Tapire (Wissenschaft): Geben ein Boost-Plättchen deiner Wahl.
- Blaue Robben (Erkundung): Bewegen den Erkundungsmarker auf der Farbbouns-Reihe weiter vor.
Nachdem der andere Spieler seine Karten ausgespielt hat, wird das Spiel neu aufgebaut und die zweite Runde beginnt mit dem gedrehten Startplättchen.
The final countdown
Nach der fünften Runde beginnt bei Four Plantes die Wertung. Siegpunkte gibt es:
- Siegpunkte auf besonderen Spezialisten,
- Siegpunkte für Boost-Plättchen,
- Farbbonus durch die verdeckten Farbbonus-Karten.
Profi-Modus, Mini-Kampagne und Booster
Weitere Spielvarianten gibt es durch Profi-Karten. Es gibt 15 Gebäudekarten, von den jeder Spieler jeweils zwei erhält. Diese Karten haben permanente oder einmalige Effekte, die das Spiel beeinflussen, z.B. einen übrig gebliebenen Spezialisten nehmen oder zusätzliche Siegpunkte für Boost-Plättchen.
Die Mini-Kampagne ist eine Serie aus drei Partien mit den Profi-Karten mit einer ansteigenden Anzahl an den Gebäudekarten. Die Boost-Plättchen geben zusätzliche Siegpunkte am Spielende (z.B. zwei Siegpunkte für jeden Spezialisten der drei Münzen Kaufkraft hat) oder Sofort-Aktionen (z.B. den Ablagestapel durchsuchen und einen Spezialisten auf die Hand nehmen).
Das Fazit zu Four Planets: Faszinierend
Einen Bonus gibt es für die Übersichtskarten, auf deren Rückseite sich die Zählleiste für das Zusammenrechnen befindet. Negativ ist, dass dieses quasi reine Kartenspiel mit den zusätzlichen Material in eine halb so große Schachtel gepasst hätte. Four Planets gibt es im üblichen Kosmos-Spiele-für-Zwei-Format, daher ist es verständlich, weshalb der Verlag dazu tendierte. Einen Rundenmarker vermisse ich. Das Material ist in Ordnung, die Raumschiffchen aus Holz und die Karten von durchschnittlicher Qualität.
Die Illustrationen von Denis Martvenets mag ich sehr, auch wenn Giraffen mit Menschenhänden voller Geld eine abstruse Vorstellung sind. Der Autor Piotr Dachtera ist Schachspieler und das spürt man auch. Das Thema Weltraum ist gut gewählt, doch im Grunde ist es reines Punktesammeln und dem Gegner die besten Spielzüge zu vermiesen.
Der Einstieg ins Spiel ist anspruchsvoll, doch die Komplexität beim Spielen eher einfach. Der Glücksfaktor der ausgelegten Karten kann, teilweise durch Taktieren eliminiert werden, führt aber auch manchmal zu Frust. Die viele alternativen Optionen gefallen mir gut und erhöhen den Wiederspielwert. Die Runden sind flott abgespielt und bieten kurzweiligen Spaß.
Wie würde Spock sagen? Faszinierend.
