Piratenspiel Für die Ehre: Ausschnitt des Titels, Bild von Mirakulus

Schon die Verpackung von Für die Ehre von Stuart Ellis (veröffentlicht von Mirakulus) macht Eindruck: Das Spiel sieht großartig aus und weckt sofort Lust auf ein Piratenabenteuer mit viel Tischpräsenz. Dieser erste Eindruck setzt sich beim Auspacken fort, denn auch das Material überzeugt durch seine Gestaltung.

Vor dem Spiel kommt das Aufbauen!

Für die Ehre: Material aufgebaut, Bild von Mirakulus

Allerdings sollten Spielerinnen und Spieler eines einplanen: Vor dem ersten Spiel steht ein nicht unerheblicher Aufbau. Die imposanten Schiffe, der Turm und der Kraken werden tatsächlich zusammengebaut und zwar Schritt für Schritt. Dafür liegt eine ausführliche Bauanleitung bei, die etwa die Hälfte der gesamten Spielanleitung einnimmt. Diese erklärt den Aufbau sehr verständlich, während sich die eigentlichen Spielregeln kompakt auf einer Vorder- und Rückseite finden lassen.

Für die Ehre – großer Auftritt auf hoher See

Für die Ehre: Piratenfiguren, Bild von Mirakulus

Die Regeln von Für die Ehre bleiben bewusst einfach. Wer an der Reihe ist, verfügt über fünf Aktionen. Diese nutzt man zum Bewegen oder Drehen des eigenen Schiffs, zum Erkunden von Inseln oder zum Plündern von Schätzen. Kapitäne können jedoch auch den Kraken bewegen oder drehen, ebenso wie den Turm neu ausrichten. Einmal pro Runde steht zudem eine Schussaktion zur Verfügung, die das Spiel klar von vielen anderen abhebt. Dazu aber gleich mehr!

Das Positionieren will gut überlegt sein, denn nicht jedes Feld eignet sich zum Anhalten.

Direkt neben anderen Schiffen, dem Kraken oder dem Turm ist kein Platz. Diese Einschränkung ergibt sich nicht nur aus den Regeln, sondern auch aus der Bauweise der beeindruckenden 3D-Elemente. Ziel des Spiels bleibt dabei klar: Wer zuerst die benötigte Anzahl an Schätzen sammelt (abhängig von der Spielerzahl), gewinnt die Partie.

Ladet die Kanonen!

Für die Ehre: Schiffe und Kraken, Bild von Mirakulus

Das Schießen ist das Herzstück des Spiels und klar auf Spaß und Action ausgelegt.

Die Schiffe, der Kraken und der Turm besitzen wackelnde Auflageflächen, auf denen würfelförmige, schwarze „Kanonenkugeln“ platziert werden. Mit einem Finger schnippt man anschließend die Wippe an und feuert die Kugeln tatsächlich ab. Je nach Treffer gibt es Münzen, etwa wenn eine Kugel auf einem gegnerischen Schiff liegen bleibt oder sogar einen Kapitän umwirft. Die Münzen dienen am Ende der zusätzlichen Wertung, falls mehrere Personen gleich viele Schätze gesammelt haben – im Vordergrund steht hier aber eindeutig der Spaßfaktor!

Kapitänsgrüße und dunkle Flüche

Jede Partie Für die Ehre bringt Kapitäne mit besonderen Fähigkeiten ins Spiel. Diese bleiben überschaubar und verstärken meist bestehende Aktionen, etwa mehr Bewegung oder zusätzliches Drehen. Wirklich spannend wird es beim Thema Fluch: Beim Aufdecken einer Schatzkarte kann ein Fluch erscheinen. In diesem Fall wird die eigene Kapitänskarte auf die verfluchte Seite gedreht. Um den Fluch loszuwerden, muss das eigene Schiff ein feindliches Schiff treffen und den Fluch weitergeben. Ein kleiner, aber interessanter Kniff, der für zusätzliche Interaktion sorgt.

Großer Spaß für kleine Piraten

Für die Ehre: Schachtel, Bild von Mirakulus

Vom Spielgefühl her richtet sich Für die Ehre klar an Familien und jüngere Spielerinnen und Spieler. Die Regeln bleiben übersichtlich, die Aktionen leicht verständlich und das aktive Kanonenschießen sorgt für viel Gelächter am Tisch. Wer ein hochgradig strategisches Piratenspiel sucht, wird hier weniger fündig. Wer jedoch ein opulentes, spaßbetontes Abenteuerspiel mit starker Tischpräsenz und viel Aktion möchte, bekommt genau das geliefert. Für die Ehre setzt weniger auf Grübeln, dafür umso mehr auf Erleben – und das funktioniert besonders gut in gemischten Runden.

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