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Großstadtdschungel: Würfel-Krimi

Großstadtdschungel: Würfel-Krimi - Ausschnitt - Foto von Gmeiner Verlag

Würfelkrimi – Glück und Ermittlung, lassen sich diese beiden Komponenten in einem Spiel verbinden? Bei Großstadtdschungel von Reiner Knizia (Gmeiner Verlag) soll das anscheinend funktionieren. Wollen wir mal sehen, ob das tatsächlich geht.

Würfeln! Der Ablauf von Großstadtdschungel

Zu Beginn des Spiels sortiert man ungesehen fünf der 25 Ortstafeln aus und legt sie beiseite. Dies sind die fünf tatsächlichen Tatorte, die es gilt herauszufinden, was aber leider nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Nun legt man die ersten vier Ortskarten offen aus. Der Startspieler wirft die vier Würfel und legt sie mit dem entsprechenden Symbol auf die Felder der Ortskarten – so viel, wie er möchte. Nach einem zweiten Wurf kann er weitere Würfel ablegen. Es müssen mindestens zwei Würfel auf der Karte platziert werden, sonst erhält man die Suspendierungskarte, die einen an Aktivitäten hindert. Zusätzlich gibt es noch eine Einsatzzentrale, die den Spielern zusätzliche Punkte bzw. einen weiteren Zug ermöglicht.

Hat ein Spieler das letzte Feld einer Ortskarte belegt, erhält er sie mit den darauf abgebildeten Punkten. Dann deckt er die nächste Karte auf.

Großstadtdschungel und die Wertung

Sind alle Ortskarten aufgebraucht, hat jeder Spieler noch die Möglichkeit, fünf Plättchen auf die Orte der Ortstafeln zu legen, von denen er vermutet, dass sie zu Beginn des Spiels weggelegt worden sind. Für jeden richtig getippten Ort gibt es zwei Punkte. Hinzu werden die Punkte der Chips und der Ortskarten addiert. Der Punktbeste ist Sieger.

Es gibt noch eine Spielerweiterung mit vier Ermittlerkarten, bei denen der Spieler ein zusätzliches Plättchen auf ein entsprechendes Symbol der Ortskarte legen kann.

Macht Großstadtdschungel Spaß?

Hier haben wir ein Beispiel dafür, dass der Name eines bekannten Spieleautors noch lange nicht für die Qualität eines Spiels stehen muss. Die Bezeichnung Würfel-Krimi weckt meiner Meinung nach völlig andere Erwartungen. Ja, gewürfelt wird viel, aber Spannung wie bei einem guten Krimi stellt sich leider nicht ein.

Auf die Texte der Ortskarten (Polizeiprotokoll genannt) kann man verzichten, weil sie mit dem eigentlichen Fall nichts zu tun haben. Bei mehrmaligem Spielen wird das echt langweilig. Auch erschließt sich mir nicht, warum es fünf Tatorte sein müssen.

Die fünf Tatorte am Ende zu nennen, ist reines Glück, denn wer merkt sich schon beim Spielen und Ermitteln, welche Orte noch nicht vorgekommen sind. Die Altersangabe ab 12 Jahren ist dagegen viel zu hoch angesetzt. Selbst Neunjährige hatten keine Mühe beim Spielen.

Kleine Ungenauigkeiten erschweren den Ablauf

Titelgrafik Großstadtdschungel - Foto von Gmeiner Verlag

In der Spielbeschreibung wird die Regel zum zweiten Würfelwurf recht ungeschickt ausgedrückt, was leicht zu Missverständnissen führen kann. Auch ist es nicht schlüssig, warum man Plättchen auf eine Karte legen soll, die man vielleicht selber nicht abkassieren kann, sondern erst der nächste Spieler, der sich für die unvorhergesehene Vorarbeit bedankt. Hier wäre es doch sinnvoller, wenn jeder Spiele eigene Ortskarten hätte und die dann belegen könnte.

Schade, dass hier eine doch gute Spielidee verpasst wurde, ein spannendes und stimmiges Krimispiel auf den Markt zu bringen … Ein kleiner Vorteil des Spiels: Man kann es, wenn man will, immer wieder spielen.

Infos zu Großstadtdschungel: Würfel-Krimi

  • Titel: Großstadtdschungel: Würfel-Krimi
  • Verlag: Gmeiner Verlag
  • Autor: Reiner Knizia
  • Spieleranzahl (von bis): 1-
  • Alter (ab oder von bis in Jahren): 12
  • Jahrgang: 2022

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