Grundstein Metropolis: Ausschnitt der Titelllustration mit Sklyline und Kränen, Bild von Kobold Spieleverlag
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Grundstein Metropolis

von Maren Weiß
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Die eigene Stadt der Träume planen? Wer wollte das nicht schon einmal? Ist das Städtebauspiel Grundstein Metropolis dann eine gute Wahl?

Worum geht es bei Grundstein Metropolis?

Die Shoppingmall direkt neben der Arbeit, das eigene Haus weit weg von anderen Bürgern der Stadt, umgeben von Parks und kleinen süßen Cafés? Oder die Cafés doch lieber für die Mittagspause neben die Arbeit und der Supermarkt auf halber Strecke zwischen Arbeit und Zuhause, die besten Freunde wohnen nebenan und die Kinder laufen nur um die Ecke zum nächsten Sportplatz?

Grundstein Metropolis von Emerson Matsuuchi macht das möglich – fast zumindest. Denn da wären ja noch unsere Mitspieler, die ebenfalls ihre Traumstadt planen und errichten wollen.

Grundstein Metropolis: Spielszene, Bild von Maren Weiß

Der Spielablauf

Grundstücke werden von der Stadt zum Kauf freigegeben. Je länger ein Grundstück zum Verkauf steht, desto günstiger wird es. Hat man genügend Grundstücke zusammen, um eines der 24 vorgegebenen Gebäude platzieren zu können, darf kostenlos gebaut werden.

Die Gebäudeplättchen haben unterschiedliche Formen, sodass man strategisch überlegen muss, welche Grundstücke man erwirbt. Errichtete Gebäude bringen am Ende jeder Runde verschiedene Boni gemäß der Rundenwertung. Im Laufe des Spiels können kleinere Gebäude mit größeren überbaut werden und so muss, wie im echten Leben auch, das kleine Café eben der großen Mall weichen, um mehr Profit zu generieren.

Das Spielgefühl von Grundstein Metropolis

Grundstein Metropolis, in der deutschen Ausgabe 2025 erschienen beim Koboldverlag, gefiel uns überraschend gut. Es wirkt auf den ersten Blick recht komplex, lässt sich aber erstaunlich leicht lernen und fordert nur wenig Hirnschmalz. Vor allem Gelegenheitsspieler lassen sich hiermit gut an den Tisch bekommen.

Grundstein Metropolis: Schachtel des Brettspiels, Bild von Kobold Spieleverlag

Die Spielfeldgröße wird je nach Spieleranzahl angepasst, was in jeder Konstellation für ein ausgeglichenes Verhältnis auf dem Brett sorgt. Für Vielspieler bietet das Spiel uns persönlich etwas zu wenig Anforderung. Aber wer weiß? Vielleicht überrascht Emerson Matsuuchi uns noch mit einer Erweiterung, die beispielsweise vorschreibt, wie viele Bewohner in einer Straße maximal leben können oder, dass ein kleineres Geschäft neben einer Mall wohl kaum überlebensfähig wäre. Bis dahin bleibt Grundstein Metropolis für uns eher ein etwas längerer Absacker oder ein Kompromiss zwischen uns und der kaum spielenden Familie.

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