Reich der Spiele

Kamon

Zwei-Personen-Spiel Kamon Detail / Foto: Steffi Münzer

Wer denkt, der Name Kamon stamme vom englischen „Come on!“ liegt leider falsch. So auch ich. Reisen wir gedanklich nach Japan. Ein sog. Mon ist ein Emblem oder Symbol, das man mit einem Wappen oder einer Marke vergleichen könnte. Ein Kamon ist das Symbol für eine Familie.blank

Kamon ist also ein japanisches Spiel? Wieder falsch. Von Japan geht es direkt nach Frankreich in den jungen Spieleverlag cosmoludo von Tom Delahaye, der sich auf simple und kurzweilige Spiele spezialisiert hat. Das Zwei-Personen-Spiel stammt von keinem geringeren, als dem preisgekrönten Spieleautor Bruno Cathala.

Wie wird Kamon gespielt?

Kamon umfasst ein Spielfeld, in dem 37 Aussparungen für die Kamon-Symbole in einem Hexagon angeordnet sind. Es gibt sechs unterschiedliche Symbole mit sechs verschiedenen Farben und einen zusätzlichen Blanko-Chip. Vor jeder Spielrunde kann das Spielfeld jeweils neu mit den Symbolen bestückt werden. Beide Spieler erhalten jeweils 18 Sechsecksteinen aus Holz.

Der Spieler mit den schwarzen Steinen beginnt. Der erste Zug muss auf einem der Randfelder – mit Ausnahme der Eckfelder – gesetzt werden. Der Gegenspieler muss seinen Zug nun auf ein Feld der gleichen Farbe oder mit dem gleichen Symbol setzen. Der letzte gesetzte Stein bestimmt also immer den nächsten Zug und wird mit einem goldenen Spielstein markiert.
Zwei-Personen-Spiel Kamon Spielaufbau / Foto: Steffi Münzer

Spielregeln: Wer gewinnt die Partie?

Es gibt drei Möglichkeiten, Kamon zu gewinnen:

  1. Die gegenüberliegenden Seiten des Spielfelds mit einer Linie aus seinen Spielsteinen zu verbinden. Die Seiten des Hexagons sind als Hilfestellung farblich markiert.
  2. Mit den Spielsteinen eine zusammenhängende, kreisförmige Schleife bilden. Es muss mindestens ein Freifeld oder ein gegnerischer Spielstein in der Mitte liegen.
  3. Den Gegner blockieren, weil dieser die Legebedingung nicht mehr erfüllt werden kann.

Das Spiel endet unentschieden, wenn beide alle Spielsteine setzen konnten.

Das Auge spielt mit

Zwei-Personen-Spiel Kamon Material / Foto: Steffi Münzer
Kamon hat mich schon beim Auspacken erfreut. Der Spielkarton ist hochwertig gestaltet und produziert. Die Spielsteine sind aus Holz, die Symbolplättchen lassen sich gut ins Spielbrett herein und wieder herausdrücken. Das beiliegende Regelwerk ist abschreckend dick, enthält allerdings auch neun Sprachen. Eine einzige Doppelseite erklärt die Regel sehr schnell und unkompliziert.

Lediglich der goldene Spielstein ist meiner Meinung nicht unbedingt erforderlich. Natürlich ist es bei einem vollen Spielfeld manchmal unübersichtlichen, welcher Spielstein zuletzt gelegt wurde. Aber soviel Kurzzeitgedächtnis sollte beim Spielen schon vorhanden sein.

Fazit: Wer hat Freude an Kamon?

Kamon - Schachtel und Material des Gesellschaftsspiels - Foto cosmoludo
Der einfache Spieleinstieg und die kurze Spieldauer von 10 bis 15 Minuten pro Runde macht Kamon zu einem idealen Spiel für Zwischendurch. Durch den Wechsel der Symbole ist jede Runde immer ein wenig anders und erhöht den Wiederspielwert. Für sehr junge Kinder ist es evtl. zu abstrakt, die Altersempfehlung ab 8 Jahren unterstütze ich.

Ob aus Japan, Frankreich oder jedem anderen Land: jeder Brettspielfreund wird sich zumindest kurzzeitig in den Bann der Hexagone ziehen lassen.

Links zum Spiel Kamon

Spielanleitung (PDF-Datei)

Infos zu Kamon

  • Titel: Kamon
  • Verlag: cosmoludo
  • Autor: Bruno Cathala, Tom Delahaye
  • Spieleranzahl (von bis): 2
  • Alter (ab oder von bis in Jahren): 8
  • Dauer in Minuten: 15
  • Jahrgang: 2023

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