Lacuna Detail / Foto: Steffi Münzer

„Lacuna leitet sich vom lateinischen Wort ,lacus‘ ab, was übersetzt See oder Teich bedeutet, und bezeichnet im Englischen eine Lücke zwischen zwei Dingen.“ So begrüßt uns die Spielanleitung zusammen mit einem QR-Code zum kurzen Anleitungsvideo für den schnellen Einstieg. Doch was ist das überhaupt für ein Spiel, dass in einer Stapelchips-artigen Verpackung mit Prilblumen daherkommt? Eindeutig ist: Man benötigt zwei Personen ab acht Jahren und etwa 20 Minuten Zeit.

Unsere Wertung zu Lacuna

Wie wird Lacuna gespielt?

Die Spielunterlage ist ein großes Tuch, das wie ein Teich zwischen beiden Spielern ausgebreitet wird. Ähnlich einem überdimensionierten Salzstreuer, werden nun kleine, verschiedenfarbige Holzblümchen auf das Tuch gestreut und gleichmäßig verteilt. Beide Spieler erhalten jeweils sechs metallene Spielfiguren und der Startspieler darf sich eine Blume vom Teich aussuchen und an sich nehmen.

Lacuna Spielaufbau / Foto: Steffi Münzer

Es beginnt Phase 1 und der Startspieler sucht sich zwei gleichfarbige Blumen aus. Kann er eine imaginäre Linie zwischen beiden Blumen ziehen, ohne dass eine andere Blume im Weg liegt, stellt er einen Spielstein auf dieser vorgestellten Linie ab und nimmt die beiden Blumen an sich. Der andere Spieler ist an der Reihe. Nach jeweils sechs Zügen hat jeder Spieler 12 Blumen gesammelt und Phase 2 beginnt.

Lacuna Spielstein / Foto: Steffi Münzer

Für jede verbleibende Blume wird ermittelt, wessen Spielfigur am nächsten steht. Der Spieler kann diese Blume dann an sich nehmen. Sollte es mit dem Augenmaß nicht klar sein, liegt dem Spiel auch ein „Lineal“ bei.

Jeder Spieler prüft nun, von welcher Farbe er min. vier Blumen gesammelt hat. Der Spieler mit den meisten Farben (mit mehr als vier Blumen) gewinnt bei Lacuna.

Die Macht der Blumen

Nachdem das Spielprinzip verstanden ist, ergibt die runde Streu-Verpackung von Lacuna natürlich Sinn. Jedoch wird der ein oder andere Sammler verzweifeln, denn diese Dose ist eher dekorativ als platzsparend. Es benötigt auch ausreichend Fläche zum Spielen, das Tuch ist recht groß. Allerdings von guter Qualität, wie auch der Rest der Materialien. Die Blumen sind hübsch und bunt, die güldenen und silbern Spielsteine haben eine angenehme Schwere.

Ganz anders das Lineal. Natürlich ist es sinnvoll, ein Lineal zu Verwenden, wenn es um die Bestimmung von Abständen geht. Allerdings sind die aufgedruckten Striche so dick, dass ein genaues Messen gar nicht möglich ist. Es ist praktischer die zweifelhaften Fälle nach Gutdünken zu entscheiden, als mit diesem funktionslosen Messgerät zu hantieren und dabei noch anderen Spielmaterialien aus Versehen zu verschieben.

Lacuna: Schachtel und Material, Foto von Hutter

Es wird ebenfalls kommunikativ, wenn es darum geht, dass ein Spieler eine Linie zwischen zwei Blumen sieht, während der Gegenspieler meint, dass eine andere Blume diese Linie zu sehr schneiden würde.

Lacuna ist meines Erachtens ideal für die Familie. Kinder gegen Eltern, Oma gegen Enkel, Team 1 gegen Team 2 – es gäbe sogar noch die Rolle für den dritten Spieler als neutralen Schiedsrichter. Die Simplizität der Regeln ermöglicht auch Wenigspielern einen schnellen Einstieg und die kurze Rundenzeit sind ideal für den kleinen Spielesnack zwischendurch.

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