Match my Beat

Match my Beat

von Jochen Pausch
3 Minuten Lesedauer
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Match my Beat ist ein Musikspiel von Dave Campbell für 3–8 Spieler ab 17 Jahren. Die Spieldauer ist mit ca. 20 Minuten angegeben, variiert aber sehr stark mit der Anzahl der Spieler und den Gesprächen, die dabei entstehen.

Wichtig ist zu erwähnen, dass dies kein Musikquiz ist. Es werden keine Fragen gestellt, man muss kein Lied kennen oder irgendein Detail davon. Es geht nur darum, den besten und passendsten Spruch auszuwählen, bei dem man meint, dass er den Humor des aktuellen Punktrichters am besten trifft.

Die Spielidee von Match my Beat

Bei Match my Beat ist immer reihum ein Spieler der Punktrichter, daher werden für das Spiel immer mindestens 3 Spieler benötigt. Die restlichen Spieler hören sich einen Song an und müssen aus ihren Handkarten – jeder hat immer sieben – eine auswählen, die für sie am besten zu dem Titel passen. Aus den ausgewählten Karten wird nun eine Karte vom Punktrichter ausgesucht. Derjenige, der die Karte ausgespielt hat, bekommt alle ausgespielten Karten. Dies macht man nun so lange, bis jeder Spieler zweimal Punktrichter war. Wer anschließend die meisten Karten gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Das Spiel hat sehr einfache Regeln und kann daher sehr schnell begonnen werden. Es eignet sich somit perfekt für eine schnelle Runde auf einer Party oder als Absacker.

Um an Punkte zu kommen, sollte man sich jedoch immer in den Punktrichter hineinversetzen. Welche Karte könnte dieser bei einem Song als passend

Match my Beat - Spielmaterial | Quelle: Verlag
Match my Beat – Spielmaterial | Quelle: Verlag

einstufen? Passt eher etwas Lustiges, etwas Ernstes oder sollte man mit Ironie an die Sache herangehen? An diesem Punkt ist es nicht planbar, mit welcher Karte man gewinnen kann. Der Schwerpunkt dieses Spiels liegt daher eindeutig nicht auf dem Siegen, sondern auf dem Spaß am Spiel.

Rhythmus und Konzentration?

Der Titel ist hier etwas irreführend. Für dieses Spiel sind weder Rhythmusgefühl noch Konzentration notwendig. Wer das Lied kennt oder beim Text gut zuhört, hat es etwas leichter, die passende Karte auszuwählen.

Die Anzahl der Spieler ändert am Spielverlauf an sich nicht sehr viel. Sie definiert die Anzahl der Runden, die gespielt werden, und die Anzahl der Karten, aus denen der Punktrichter aussuchen muss.

Für die Musikauswahl stehen QR-Codes für vier unterschiedliche Streaming-Anbieter zur Verfügung. Neben Spotify, das die meisten Spiele sonst nutzen, stehen zusätzlich Apple Music, Deezer und Amazon Music zur Verfügung. Als Kategorien stehen „Heart“, „Mood“, „Party“ und „Past“ zur Verfügung. Jede davon ist eine Playlist, aus der der Punktrichter immer den nächsten Song auswählt. Für Abwechslung kann man vorher noch den Shuffle einschalten. Bei der Musikauswahl ist es schwer, etwas darüber zu sagen, weil das am Geschmack des Einzelnen liegt. Möglich wäre es auch, irgendeine andere Playlist zu wählen, bei der man weiß, dass jeder Mitspieler etwas damit anfangen kann.

Für das Spiel ist es nicht wichtig, ob man das Lied kennt oder ob man gut in Musik ist. Das Musikstück ist nur der Anstoß, um sich eine passende Karte auszuwählen. Der eigentliche Inhalt des Spiels ist es, wenn der Punktrichter eine Karte umdreht, um sie vorzulesen. An diesem Punkt können Gespräche entstehen, aus denen weitere Gags resulieren. Dieser Mechanismus kann das Spiel zu einer sehr lustigen Runde machen. Er hat aber auch einen Nachteil: Er kann leicht verraten, wer welche Karte gespielt hat. Daher sollte man die Gespräche entweder verschieben, bis der Punktrichter sich entschieden hat, oder das Spiel einfach nur aus Spaß spielen und erst gar keine Punkte zählen.

Zielgruppe

Zielgruppe des Spiels sind Partyspieler und Familien mit älteren Kindern. Ansonsten muss man bei ein paar Karten nicht nur die Musikkenntnisse der Kinder auffrischen, sondern auch in eine Fragerunde einsteigen, was man z. B. unter einem Vorspiel versteht. Es ist jedoch die richtige Gruppenmischung notwendig, nicht jeder Spieler ist für dieses Spiel geeignet. Spieler, die ungern spontan sprechen oder ihre Gedanken laut teilen, werden vermutlich weniger Freude an diesem Spiel haben.

Schwierig wird es auch, wenn die Mitspieler sehr unterschiedliche Musikgeschmäcker haben, da manche Assoziationen eines Spielers von den anderen einfach nicht verstanden werden und die Gedanken dazu nicht nachvollzogen werden können. Ebenso wird dieses Spiel schwierig, wenn man Spieler hat, die unbedingt gewinnen wollen, denn dies ist bei diesem Spiel nicht das Ziel.

Sollte man irgendwann einmal zu viele unpassende Karten auf der Hand haben, kann man diese durch neue Karten ersetzen. Dies hat den Nachteil, dass man eine Runde aussetzen muss, aber anschließend könnte man viele Karten bekommen, mit denen man wieder erfolgreich Runden gewinnen kann.

Fazit zu Match my Beat

Wer die passende Gruppe für Match my Beat hat, kann damit in sehr vielen Partien Spaß haben. Dieses Musikspiel ist eine Abwechslung zu den vielen anderen Musikspielen auf dem Markt, die voll auf Quizrunden setzen.

Bei dem Spiel gewinnt zwar derjenige, der die meisten Punkte gesammelt hat, das Ziel dieses Spiels ist es aber, Spaß zu haben und zu lachen. Für Spieler, die immer den Sieg anstreben, ist dieses Spiel daher nicht geeignet bzw. diese Spieler passen nicht in die Spielrunde.

Wer aber lieber reine Musikspiele mag, dem kann ich empfehlen, sich einmal Hitster anzuschauen.

Nicht jeder wird mit Match my Beat Spaß haben, aber in der richtigen Runde entfaltet das Spiel seine Stärke und kann zu einem lustigen Spieleabend werden. Es ist ein typisches Spiel für Zusammenkünfte wie zum Beispiel zu Silvester.

Match my Beat - Spieleschachtel | Quelle: Verlag
Match my Beat – Spieleschachtel | Quelle: Verlag

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