Auf die Mücke, fertig, los! Da kommt eine dicke Mücke, und noch eine – die schnapp ich mir. Ich haue auf den Tisch und nehme den Stapel mit. Hoffentlich habe ich es richtig in Erinnerung, dass in diesem Stapel viele Mücken sind, die fette Punkte bringen. Mücken drücken ist ein Spiel von Reiner Knizia (Denkriesen).
Spielaufbau = Karten mischen
Es kommen noch zwei neue Spieler an den Tisch – wir starten die Partie neu und lassen die beiden noch mitspielen. Wir mischen die Karten, legen je nach Anzahl der Spieler einige Karten in die Schachtel zurück und das war die gesamte Spielvorbereitung für Mücken drücken.
Auch die Regeln von Mücken drücken sind in drei Sätzen erklärt
Ein Mitspieler nimmt den Kartenstapel und deckt einzeln und nacheinander die Karten auf. So entsteht nach und nach ein Stapel in der Tischmitte. Es werden so lange Karten aufgedeckt, bis sich ein anderer Spiele den Ablagestapel sichert. Hat sich jeder Spieler drei Ablagestapel gesichert, wird abgerechnet.
Übersicht über die Punktekarten
Welche Karten gibt es bei Mücken drücken überhaupt:
- Punktekarten: Einfache Mücken geben Pluspunkte, andere Insekten geben Minuspunkte.
- Pärchenkarten: Nur wer am Ende der Runde ein Pärchen aus zwei gleiche Insekten hat, bekommt die darauf abgebildeten Punkte. Auch hier gibt es Plus- und Minuspunkte.
- Venus Fliegenfalle: Wer am Rundenende die meisten Fliegenfallen hat, bekommt sieben Punkte extra. Wer die wenigsten hat, allerdings -7 Punkte.
- Engerling: Ein Engerling kann mir helfen, Pärchen zu vervollständigen, von denen ich nur eine Karte habe. Er dient als Joker – doch Vorsicht: Habe ich nur ein unvollständiges negatives Pärchen, dann ergänzt der Joker leider auch dieses.
- Bruzzler: Diese Karten gibt Punkte, abhängig von der Anzahl der Bruzzler, die sich der Spieler insgesamt sichern konnte. Habe ich zum Bespiel fünf Bruzzler sammeln können, so erhalte ich zehn Punkte.
Der Spielablauf von Mücken drücken ist aktionsreich
Wir anderen schauen gespannt zu. Dabei entscheidet jeder für sich, wann der beste Zeitpunkt ist, sich diesen Stapel zu sichern. Habe ich schon viele passende Pärchenkarten gesehen? Wie viele Fliegenfallen waren im Stapel? Es waren allerdings auch schon einige negative Karten dabei? Da, noch eine Fliegenfalle! Diesen Stapel will ich jetzt haben. So ein Mist – jetzt war mein Bruder schneller und hat als erstes drauf gehauen. Er sichert sich den Stapel und ist der nächste „Dealer“. Er bekommt den Stapel, deckt nach und nach Karten auf und darf in dieser Runde nicht mitspielen.
Ich versuche mir zu merken, welche Karten ich mir schon gesichert habe und welche jetzt aktuell im Ablagestapel sind. Wir spielen insgesamt drei Runden und der beste Mückenfänger, mit den meisten Punkten, gewinnt das Spiel.
Macht Mücken drücken Spaß?
Mücken drücken ist natürlich kein Strategiespiel. Es geht um Glück, schnelle Wahrnehmung und eine gute Reaktion. Außerdem hilft es, wenn ich eine gute Merkfähigkeit habe.
Mücken drücken macht vor allem eins: guten Laune zu Beginn oder am Ende eines Spieleabends. Die Stimmung am Tisch ist gut, doch leise geht es nicht zu. Laut ist sowohl das „Hallo“, wenn ich mir einen Stapel sichern konnte, den auch die anderen haben wollten. Ebenso laut sind allerdings die Flüche, wenn ein anderer Spieler schneller war. Ich empfehle es allerdings erst ab mindestens vier Spielern – dann erst kam bei uns richtig Stimmung auf.
Wer allerdings die Runde für sich entscheiden konnte, ist meist nicht klar. „Ich hatte doch mehr Fliegenfallen“, bin ich mir sicher. Und woher kommen die ganzen negativen Pärchen?
Das Adrenalin am Tisch ist greifbar, alle starren gebannt auf die wachsenden Ablagestapel. Schon drei Bruzzler drin, allerdings auch schon eine negative Pärchenkarte. Noch eine Fliegenfalle – ich zögere – und bin zu spät. Schon wieder war mein Bruder schneller. Ich bin dabei, wenn es um eine schnelle Runde Mücken drücken geht. So sind mir die Viecher am liebsten.
