„Ein Spiel, bei dem weder die Besten noch die Schlechtesten gewinnen“ – so steht es auf der Spielschachtel und das beschreibt auch schon die Herausforderung dieses durchaus unterhaltsamen Schätzspiels. Otto Normalo stammt von Matt Edmonson und ist bei Piatnik erschienen.
So funktioniert Otto Normalo
Alle erhalten eine Antworttafel sowie einen abwischbaren Stift und schon kann es los gehen. Eine Person deckt eine zufällige Zahlenkarte zwischen 1 und 5 auf liest die entsprechende Schätzfrage (95 Fragekarten mit jeweils 5 Fragen) vor. Nun notieren alle die eigene Antwort (immer eine Zahl zwischen 1 und 99) und sobald alle fertig sind, werden die Antworttafeln aufgedeckt und verglichen.
Bloß nicht zu extrem!
Die richtige Antwort findet sich immer auf der Rückseite der Fragenkarte. Nun greift das System, aufgrund dessen das Spiel seinen Namen erhalten hat. Die Personen, die am nächsten und am weitesten entfernt von der richtigen Antwort sind, verlieren die Runde. Alle anderen sind die „Otto Normalos“ und erhalten zwei Wertungsplättchen-Aktionen. Entweder, man nimmt ein Plättchen aus dem Vorrat für sich selber oder gibt eins aus dem Vorrat oder von den eigenen Plättchen an eine mitspielende Person.
Wer gewinnt bei Otto Normalo?
Wer nach zehn Runden bzw. Fragen die meisten oder wenigsten Wertungsplättchen hat, verliert bei Otto Normalo. Alle anderen haben gewonnen.
Bei einem möglichen Gleichstand oder zum Finale kann eine der zehn Champion-Karten dazugenommen werden. Gewonnen hat dann die Person, die am nächsten an der Lösung (auch Zahlen über 99 möglich) liegt.
Macht das Schätzspiel Otto Normalo Spaß?
Die Schätzfragen sind abwechslungsreich und unterhaltsam. Sie regen zum Austausch und schmunzeln an. Was wäre dein Tipp gewesen?
- „Wie viele Tage ist die durch durchschnittliche Tragezeit eines Eichhörnchens?“
- „Wie viele Minuten dauerte der Britisch-Sansibarische Krieg, der kürzeste Krieg der Geschichte?“
- „Wie viele Monate lief Forrest Gump im gleichnamigen Film quer durch die USA?“
Wissen wird bei Otto Normalo nicht belohnt
Spielerisch herausfordernd sind leider Fragen, bei denen man die Antwort wissen kann, bei denen es sich also eher um Wissens- als um Schätzfragen handelt. Hier muss man, um Wertungsplättchen zu erhalten, bewusst eine falsche Antwort geben. Wissen wird also nicht belohnt, sondern ist nicht gewünscht. Und dann ist es eigentlich schade, dass dem Durchschnittsmenschen kein Wissen zugesprochen wird. Daher empfehlen wir, sich auf die Schätzfragen zu konzentrieren und gemeinsam zu staunen und skurrile Fakten zu entdecken.
Übrigens: Die Antwort auf die drei Fragen oben ist übrigens dreimal 38 …

