Passtah

eine Spielerezension von Axel Bungart - 31.01.2008
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Passtah von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Bei Passtah versuchen die Spieler, mit ihren je acht prismenförmigen Bausteinen eine Verbindung zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten eines Gitterwürfels herzustellen. Die Spieler stecken abwechselnd einen ihrer Steine von einer beliebigen Seite von außen in das Gitterraster des Würfels. Die Bausteine haben an jeder langen Seite eine Art Feder, die für festen Halt in dem Würfel sorgt. So versucht der Spieler mit den schwarzen Steinen, die beiden schwarzen Seiten zu verbinden, während sein Gegner dasselbe mit zwei weiß markierte Seiten macht. Wem dies zuerst gelingt, hat gewonnen.

Die gesamt Aufmachung des Spiels wirkt leider billig: eine große, fast würfelförmige Box (da der Kubus nicht zusammengelegt werden kann) mit einer durchsichtigen Kunststoffhülle, die fenstergleich den Blick ins Innere eröffnet. Wenigstens keine Mogelpackung. Das Beste an Passtah ist die technische Ausgestaltung. Der Gitterwürfel und die Bausteine sind aus Kunststoff. Das Einschieben der Steine in den Würfel funktioniert gut, sodass die Steine anschließend fest im Würfel sitzen. Somit besteht tatsächlich die auf der Verpackung versprochene Möglichkeit, das Spiel praktisch an jedem Ort verwenden zu können: auf dem Sofa, auf der Rücksitzbank oder im Skilift. Ein Tisch wird nicht benötigt.

Damit hat es sich aber auch schon mit den Versprechungen. Das Spiel ist zwar originell, aber weder spannend, noch lässt es viele Möglichkeiten strategischen Vorgehens zu. Vom Anspruch, ein „brillantes Strategiespiel“ zu sein, ganz zu schweigen. Es gibt ein paar Kniffe, die es zu beherrschen gilt. Ein geübter Spieler mag so einen weniger geübten verblüffend schnell an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Sitzen sich zwei Spieler gleicher Erfahrung gegenüber, wird jedoch der Beginner der Partie meist auch der Gewinner sein. Länger als fünf Minuten dauert eine Partie daher auch nicht.

Die Regel auf der Rückseite der Verpackung unterstreicht den Gesamteindruck des Spiels: Wäre sie vollständig und logisch, könnte man froh sein. Immer wieder sind es jedoch wichtige Detailfragen, die dem Format auf der Rückseite zum Opfer fielen und daher Hausregeln erfordern. So erinnert einen die Gestaltung der Regel an Spiele in den 70er-Jahren, die in großer Aufmachung viel versprachen und sich mit einer rudimentären Regel im Schachteldeckel als sehr familienfreundlich erwiesen.

Passtah kann daher getrost Familien mit Kindern empfohlen werden, die eine lange Autofahrt vor sich haben. Die Kinder werden sicher eine Weile beschäftigt sein und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des Quaders eruieren. Zum Beispiel als Halter für Stifte oder Lollies. Selbst Spielern mit nicht übersteigerten Ansprüchen kann man Passtah aber kaum empfehlen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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