Pim Pam Pum – ein Spieletitel der an eine Sprachübung von Logopäden erinnert, im tierischen Partyformat. Eichhörnchen Pam, Waschbär Pam und Kakadu Pum lassen es ordentlich beim Verstecken spielen krachen. Aus den vierzig gemachten Schnappschüssen (keine Sorge, niemand hat sich daneben benommen) haben die drei anschließend ein Kartenspiel gemacht. So kann es gehen, wenn die Autorenfamilie Maldòn aus Argentinien sich zusammensetzt und ein Spiel kreiert. Wer sich das Video anschaut, wird eine (sich selbst erklärende) Spieleerklärung auf „Argentinisch“ genießen können. Hat man auch nicht alle Tage.
Unsere Wertung zu Pim Pam Pum
Wie funktioniert das Kartenspiel Pim Pam Pum?
Von den vierzig Karten werden zwölf in Reihen verdeckt ausgelegt. Ein Würfel wird geworfen, auf dem jedes der drei Partytiere zweimal zu sehen ist. Was danach folgt ist eine Mischung aus Memo und Can`t stop (Can`t stop kurz erläutert: Decke so viele Karten in deinem Zug auf, wie du willst. Aber höre rechtzeitig auf, bevor es daneben geht.)
Die Minimalaufgabe dazu lautet: Decke mindestens eine Karte auf, auf der eines von dem gewürfelten Tier zu sehen ist. Denn natürlich hat man auch Einzel- und Gruppenfotos in jeder möglichen Konstellation gemacht. Wenn das gelungen ist, darf (!) die Person weitermachen und, ohne nochmal zu würfeln, eine weitere Karte aufdecken und so weiter … Das geht so lange, bis man aufhören möchte oder eine Karte ohne das geforderte Tier aufdeckt.
Mut wir belohnt – oder eben doch bestraft
Wer rechtzeitig aufhört, darf die Karte(n) behalten. Wer sich überschätzt hat, verdeckt die offenen Karten wieder. Wer danach an der Reihe ist, freut sich natürlich über diese Informationen. Lücken werden nach dem Zug wieder verdeckt aufgefüllt. Gespielt wird so lange, bis alle Karten verteilt sind. Wer danach die meisten Karten hat, gewinnt bei Pim Pam Pum.
Pim Pam Pum ist ein Spätzünder

Die Regeln von Pim Pam Pum sind sehr einfach zu erlernen. Karten und Würfel sind barrierefrei. Aber zunächst ist die Hürde des ersten Spiels zu überwinden, bevor der Titel überzeugen kann. Das liegt einfach daran, dass im ersten Spiel oft der Mut nach der ersten richtigen Karte fehlt, das Risiko für weitere Karten einzugehen. Der Würfel wird dann häufig sofort weitergegeben und die gewonnene Einzelkarte in der eigenen Auslage gesichert. Das passiert auch deshalb, weil so Informationen über aufgedeckte „falsche“ Karten nicht an die Konkurrenz weitergegeben werden können.
Erfahrene Spieler werden mit der Nase rümpfen, wissen sie doch um den Lohn des Risikos. Aber genau das haben die meisten Kinder und Erwachsene in der ersten Partie gemacht. Und so konnte Pim Pam Pum nicht seine Stärken zeigen und auch nicht überzeugen. Denn vierzig Karten so zu „verspielen“, dauert einfach zu lange und macht kaum Spaß. Genau deswegen war in den Testrunden nach einer Partie meistens Schluss.
Einfach mal ein Risiko eingehen
Aber: Fassen alle etwas Mut, nimmt Pim Pam Pum richtig Fahrt auf. Auf über der Hälfte der zu erspielenden Karten sind mindesten zwei Tiere abgebildet. Einfach mal draufloszutippen, kann so auch zum Erfolg führen. Drei Karten mit ein bisschen Nervenflattern zu erspielen, ist so auch schon mal drin. Wenn es klappt, fühlt es sich richtig gut an! Allerdings ist diese Strategie keine Gewinngarantie. Nur macht dieses Kribbeln, ob es klappt, eben doch mehr Spaß.
Oder gleich eine Hausregel?
Ich mag einfache originelle Spiele die ohne lange Regelerklärungen auskommen. Aber sie müssen sofort zünden. Das tut Pim Pam Pum nicht. Wer sich Pim Pam Pum zulegt, sollte es gerade mit jüngeren Kindern ab vier Jahren, oder bei Mitspielenden mit Einschränkungen, die das Leben ungefragt bietet, erst mit weniger Karten ausprobieren. Das wird auch in der Regel für eine kürzere Partie empfohlen. Oder als Vorschlag für eine Hausregel von mir: Immer mindestens zwei Karten aufdecken. Einfach, damit direkt mehr Pepp drin ist. Und dann kann sich Pim Pam Pum richtig schön entwickeln.
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