Kinospiel Popcorn: Ausschnitt des Titels, Bild von Iello

„Hereinspaziert! Hereinspaziert! Hier bei mir im Kino laufen die neuesten Filme und Blockbuster! Noch etwas Popcorn dazu?“ Im Bag-Building-Spiel Popcorn versuche ich als Kinobesitzer, meine Besuchenden zufriedenzustellen und das beste und schönste Kino zu besitzen. Es ist bei Iello erschienen. Popcorn stammt von Victor Saumont und ist für zwei bis vier Spielende und ab zehn Jahren empfohlen.

Wie spiele ich Popcorn?

Popcorn: Spieldetail, Bild von Nadine Aumüller

Popcorn läuft über mehrere Runden mit jeweils drei Phasen. Meine Aufgaben umfassen, neue Filme anzuwerben, meine Kinosäle auszubauen und neue Kinobesuchende anzulocken. Am Ende der letzten Runde gewinnt die Person, welche am meisten Popcorn gesammelt hat.

Phase 1 bei Popcorn: Kaufen und Werben

In der ersten Phase habe ich die Möglichkeit, einen neuen Film zu kaufen und meinen Kinosaal auszubauen. Dies darf ich jeweils einmal pro Zug durchführen. Auch kann ich meine Werbungsplättchen aktivieren, um Besucher in meinem Beutel oder Kino zu beeinflussen.

Popcorn: eigene Auslage, Bild von Nadine Aumüller
Popcorn: eigene Auslage, Bild von Nadine Aumüller

Phase 2 bei Popcorn: Vorführungen

In dieser Phase können alle Mitspielenden gleichzeitig agieren. Ich ziehe so viele Besuchende aus meinem Beutel, wie mein Publikumswürfel anzeigt. Die gezogenen Meeple platziere ich anhand der Regeln in meinen Kinosälen. Ich sollte dabei berücksichtigen, wie ich die besten Boni bekommen kann.

Danach führe ich die Platz- und Filmaktion durch, falls möglich. Entscheidend, welche Aktion ich machen darf, sind die Farben der eingesetzten Besuchenden. Diese sollten mit den Sitzplätzen und Filmen übereinstimmen. Ausnahmen sind graue Sitzplätze. Die dortige Platzaktion wird von jedem Besuchenden aktiviert, egal welche Farbe.

Durch die Platz- und Filmaktion kann ich Geld oder Popcorn erhalten, Werbungsplättchen einsetzen und Auszeichnungen bekommen. Auch kann ich die Besuchenden in meinem Beutel beeinflussen. Nach der Aktivierung der Besuchenden setze ich alle in den Ausgangsbereich meines Kinos. Sollte mein Beutel leer sein, fülle ich diesen, mit den in meinem Ausgangsbereich stehenden Besuchenden wieder auf.

Popcorn: verschiedene Größen im Spiel, Bild von Nadine Aumüller

Phase 3 bei Popcorn: Verwaltung

In der Verwaltungsphase bereite ich alles für die nächste Runde vor. Die Optionen für Filmaktionen werden angepasst, denn je länger ein Film läuft, umso weniger attraktiv wird dieser. Die Filmkarten fülle ich nach den Regeln auf.

Wie finde ich das Bag-Building-Spiel Popcorn?

Popcorn: Spielsituation, Bild von Nadine Aumüller
Popcorn: Spielsituation, Bild von Nadine Aumüller

Ich finde Popcorn sehr thematisch gestaltet. Die Namen und Untertitel der Filme haben für einiges Schmunzeln bei mir gesorgt. Es lohnt sich, die Filmtitel zu lesen. Das Spielmaterial ist meiner Meinung nach hochwertig. Die Double-Layer-Boards, Tokens, Sitzplatzplättchen und Karten sind stabil. Auch das Inlay in der Schachtel finde ich sehr praktisch. Die Regeln sind verständlich geschrieben und schnell erklärt.

Ein Auge auf das Geld haben

Ich hatte am Anfang nie viel Geld und hatte somit nicht viel Spielraum, was das Auswählen der Filme oder den Ausbau meiner Kinosäle anbelangt. Nach mehreren Partien konnte ich mit gewissem Augenmerk mein Geldproblem abstellen.

Nachteil auf den hinteren Plätzen?

Bei Popcorn von iello hat man nicht das Gefühl, nur dabei zu sein, sondern man ist mittendrin in der Welt des Zelluloid und der klebrigen Finger.

Auch finde ich, im Spiel zu viert hat die letzte Person, die in der Runde am Zug ist, einen gewissen Nachteil bei der Auswahl der Filme, da diese erst am Rundenende aufgefüllt werden. So kann es passieren, dass ich als Letzter in der Runde mir keinen Film leisten kann oder Filme übrig sind, die ich nicht gebrauchen oder verwerten kann. Dadurch, dass der Startspieler jede Runde wechselt, ist jeder mal Letzter in einer Runde, aber ich finde das gleicht es nicht ganz aus.

Zufall und Ärger beim Spiel Popcorn

Das Ziehen der Besuchenden aus meinem Beutel ist glückslastig, wie bei anderen Spielen mit diesem Mechanismus auch. Ich kann zu einem Teil durch gewisse Boni meine Besuchenden im Beutel beeinflussen, aber ob ich dann diejenigen ziehe, die ich benötige, ist doch Zufall.

Es gibt gewisse Ärgerfaktoren im Spiel, wie ich schnappe meinen Mitspielenden einen Film weg, den dieser möchte. Auch darf ich Besuchende vom Ausgangsbereich meiner Mitspielenden klauen, wenn ich mir einen bestimmten farbigen Besuchenden aus dem allgemeinen Vorrat holen darf und es diesen dort nicht mehr gibt. Ich habe auch noch die Möglichkeit, weiße Besuchende, die mir nicht viel Boni bringen, meinen Mitspielenden unterzujubeln.

Kinospiel Popcorn: Schachtel, Bild von IelloDie Platzierungsregeln der Besuchenden bringen einen gewissen Kniff mit ins Spiel Popcorn, da ich dadurch nicht einfach Besuchende platzieren darf, wo ich möchte. Sondern ich muss mich an eine bestimmte Reihenfolge halten. Dies bringt mich dazu zu überlegen: Wen platziere ich wohin, damit ich die meisten Boni einsammeln kann und auf welche Boni kann ich verzichten?

Popcorn ist für mich ein leicht-mittel anspruchsvolles Familienspiel mit gewissen strategischen Elementen, aber auch mit gewissem Glücks- und Zufallsfaktor.

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